Überzeugt Guido M. Kretschmer mit 'Hotter than my Daughter'?

Der Designer bringt Mütter und Töchter auf den richtigen Modeweg

Publikumsliebling Guido Maria Kretschmer, 49, versucht sich nach der erfolgreichen Styling-Sendung "Shopping Queen" mit einer neuen, eigenen TV-Show. Doch hat "Hotter than my Daughter" Erfolgspotenzial? Wir haben reingeschaut.

Verrückte Mütter mit eigenwilligem Styling und langweilige Töchter, die sich aus Mode gar nichts machen. So könnte das Aufnahmekriterium der Show gelautet haben. Denn in "Hotter than my Daughter" nimmt sich Guido Maria Kretschmer Extremfälle an und versucht sie mit neuem Styling auf den richtigen (Fashion-)Weg zu bringen. 

"Mitten im Leben" meets "Shopping Queen"

Was zunächst als ziemlich spannende Herausforderung angeteasert wurde, stellt sich leider als ziemlich langweilige Produktion heraus.

Sympathieträger Guido nimmt sich der Mütter-Töchter-Duos an, durchforstet ihre Kleiderschränke und schickt sie dann in seinem Atelier mit neuer, alltagstauglicher Klamotte und frischem Styling auf den Catwalk. Dort präsentieren sich die bis dahin zeigefreudigen Mütter und zugeknöpften Töchter dann erstmals in neuem Look Freunden und Familie. 

Häufig glaubt man, beim Trash-TV à la "Frauentausch" oder bei "Mitten im Leben" gelandet zu sein, bis plötzlich Kretschmer eingeblendet wird und seinen immer milden Senf dazu gibt.

Guido ist Everybody's Darling

Alles in allem wirkt die Sendung leider sehr gestellt, die Kandidatinnen werden im Eiltempo durch Guidos Fashion-Studio geschickt und am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt.

Guidos warmherzige, über-freundliche Kommentare ("Optisch gesehen liegen Welten zwischen Mutter Elke und ihrer Tochter, aber in der Gefühlswelt sind sich die beiden sehr sehr nah. Die sind beide warm innen drin und das ist sehr spannend für mich gewesen") gehen vor lauter Kameraschwenks und Szenen-Wechsel fast unter. Seine Sprüche ("du bist einfach textil nicht da") werden im Netz gefeiert.

Fazit: Die Show hat Potenzial, müsste aber hier und da noch überarbeitet werden. Immerhin für RTL war der Auftakt recht erfolgreich: 3,14 Millionen Zuschauer wollten das Mutter-Tochter-Umstyling sehen.