Til Schweiger will Kult-Vorspann im Tatort abschaffen!

Er sagt: Der ist jetzt wirklich outdated

Ein "Tatort" ohne den legendären Vorspann mit der dramatischen Musik? Für die meisten deutschen Fernsehzuschauer undenkbar. Doch der neue TV-Kommissar Til Schweiger will den Kult-Vorspann abschaffen. "Der ist jetzt wirklich outdated", sagte er.

Jeder kennt das Fadenkreuz, das Augenpaar und die dramatische Musik dazu: Der Vorspann zum „Tatort“ ist nicht nur der Berühmteste im deutschen TV, die Fernsehzuschauer lieben ihn auch nach 41 Jahren noch - nicht zuletzt aus nostalgischen Gründen. Ausgerechnet "Tatort"-Neuling Til Schweiger findet ihn aber "dämlich" und will ihn nun abschaffen.

"Den würde ich gerne ändern. Also das finde ich irgendwie dämlich. Den Vorspann, der ist jetzt wirklich outdated. Und da werde ich für kämpfen, dass bei meinem ersten 'Tatort' ein anderer Vorspann läuft“, moserte der 48-jährige Schauspieler am Donnerstagabend (29.3.) während der "Jupiter Awards" in Berlin.

Immerhin, Til bleibt realistisch: „Ich weiß nicht, ob's mir gelingt“, fügte er hinzu. Ansonsten habe er nicht geplant, etwas zu verändern, sagte Schweiger bei der Verleihung des Film- und Fernsehpreises der Zeitschriften „Cinema“ und „TV Spielfilm“.

Erst kürzlich hatte Schweiger verkündet, er wolle seinen "Tatort" actionreich gestalten. Jetzt ergänzte er, er habe sich vorgenommen, das Format so zu machen, wie er es gerne sehen würde: „So eine Art ´Schimanski 2012 reloaded´“.

"Kann Til Tatort?", fragten viele, als klar war, dass der "Keinohrhasen"-Star die Rolle des Hamburger Ermittlers ab Herbst 2012 übernehmen und damit Mehmet Kurtulus ablösen sollte. Mit dieser Ansage liefert der eigentlich beliebte Darsteller die Antwort gleich mit: offenbar nicht! Denn er nimmt nicht nur den Mund ganz schön voll, er legt sich auch gleich mit der deutschen Fernsehgemeinde an.

Kaum jemand kann sich den Sonntagabend-Krimi ohne den traditionsreichen Vorspann vorstellen. Auch wir nicht!