Eklat bei Günther Jauch

Security wirft pöbelnden Studiogast gewaltsam aus dem Studio

Ein handfester Eklat hat am Sonntagabend, 6. Mai, in der Talkshow Günter Jauch für Aufregung gesorgt. Ein junger Mann stürmte plötzlich auf die Bühne und wurde grob aus dem Studio geworfen.

Eigentlich sollte es um die Wahl in Schleswig-Holstein gehen. Unter dem Motto "Wahlschlacht, die Erste - Piraten ernten, Liberale im Aufwind" sollten Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der ehemalige FDP-Generalsekretär Christian Lindner, Renate Künast, Gregor Gysi und Johannes Ponader über die Zukunft Schleswig-Holsteins diskutieren. Doch der politische Diskurs wurde von einem handfesten Eklat überschattet.

Gegen Ende der Sendung, die eher schleppend um das viel diskutierte Thema des Erfolgs der Piraten-Partei kursierte, meldete sich plötzlich ein Studiogast lautstark zu Wort und brüllte - für den Fernsehzuschauer - unverständliche Vorwürfe in die Runde. Der Mann beschwerte sich so stark, dass sich das Sicherheitspersonal gezwungen sah einzugreifen.

Der Pöbler wurde gewaltsam auf den Boden geworfen und nach einem kurzen Handgemenge recht unsanft von drei Security-Kräften aus dem Studio geschleift.

Das grobe Vorgehen des Sicherheitspersonals sorgte bei Studiogästen und der politischen Prominenz für heiße Diskussionen. Und auch Moderator Günther Jauch war die heftige Reaktion des Sicherheitspersonals zu extrem.

Er ließ den jungen Störenfried wieder ins Studio holen. "Hier wird keiner einfach aus der Sendung wie in der Ukraine herausgeworfen", so der Kommentar des 55-jährigen Gastgebers. Er beendete den Zwischenfall mit folgenden Worten an den jungen Protestler: "Ihnen soll keine Gewalt angetan werden, aber wir können auch nicht auf diese Weise das Thema hier besprechen."

Bei Twitter erntete Jauch für seinen Einsatz für den Störenfried weitgehend positive Kommentare. Ein Blogger erklärte: "Da hat Jauch schnell und gut geschaltet. Profi". Und auch im Studio gab es für den Moderator Beifall für sein schnelles Eingreifen.