Jörg Schönenborn plappert ins dramatische Tatort-Finale

TV-Panne in der ARD

Jörg Schönenborn quatscht in den "Tatort": Beim dramatischen Finale der letzten Folge mit Mehmet Kurtulus hat eine Tonpanne in der ARD für Verwirrung, aber auch für Vergnügen gesorgt.

Es war ein Abschied von Kommissar Cenk Batu, wie er dramatischer nicht hätte sein können. Gestern, 6.5., war Mehmet Kurtuls zum letzten Mal als verdeckter Ermittler im "Tatort" zu sehen - und das traurige Finale mit dem Titel "Die Ballade von Cenk und Valerie" rührte tausende von Fernsehzuschauern zu Tränen. 

Es ist die Szene, in der Batu sterbend im Krankenhaus liegt. Freundin Gloria streichelt schluchzend sein blutverschmiertes Gesicht. Eine hochdramatische Einstellung voller Verzweiflung – nur plötzlich durchbricht eine Stimme die Stille: „Ja, machste 2 1:30. Lutz macht das immer.“

Eine Tonpanne mitten im emotionalen „Tatort“-Ende!

Kurtulus liegt reglos auf einer Bahre, der sonst so beherrschte Vorgesetzte verdrückt eine Träne, die Zuschauer trauern vor den Bildschirmen mit. Plötzlich die fernen Stimmen: Erst die „2 1:30“-Anweisung eines Mannes, ein Räuspern, dann kommt eine Frauenstimme hinzu: „Nur so, dass die kleinen Haare da weg sind.“

Was war denn da los? "Noch während des laufenden 'Tatorts' hat ein Techniker in Kiel den Tonkanal aus dem dortigen Wahlstudio zu früh geöffnet. So war in der 'Tatort'-Schlussphase für wenige Sekunden zu hören, was zur selben Zeit im Wahlstudio gesprochen wurde. Eine bedauerliche Panne", erklärte eine NDR-Sprecherin den Patzer. 

Die verwirrten und amüsierten "Tatort"-Fans diskutierten anschließend auf Facebook. Eine schrieb: "Liebe ARD, ich würde gerne wissen: Welche kleinen Haare? Und was machen die und warum mussten die "weg"?".

Ob die Verantwortlichen beim NDR die Panne mit genauso viel Humor zu nehmen wissen? Fraglich.  Ab Herbst übernimmt Til Schweiger dann die "Tatort"-Ermittlungen in Hamburg. Nach diesem Abgang liegt die Messlatte hoch - trotz Tonpanne!