Monica Lierhaus über fatale Hirn-OP: "Eigentlich hatte ich vor, mir die Augen lasern zu lassen"

Im "Exclusiv Spezial" mit Frauke Ludowig spricht sie über ihren schweren Weg zurück ins Leben

Beliebt und talentiert: Monica Lierhaus war als Sportjournalistin eine Überfliegerin. Hier 2004 als Monica Lierhaus im August 2016

Monica Lierhaus, 46, kämpft sich weiter zurück. Dies zeigt das "Exclusiv Spezial: Monica Lierhaus - Mein Weg zurück ins Leben" (3. Oktober, 19:05 Uhr, RTL) aus einer ganz persönlichen Perspektive der Sportjournalistin. Mehrere Wochen lang begleiteten RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, 52, und ihr Team die Sportjournalistin privat und sprachen mit ihr über ihre ersten Gehversuche nach ihrer Rückkehr ins Leben, die Reaktionen der Leute, die schwierige Trennung von ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt und ihre Ziele für die nächsten Jahre. 

Monica Lierhaus: "Ich hatte eigentlich vor, mir die Augen operieren zu lassen"

Noch heute leidet Monica Lierhaus immer noch unter den Folgen des künstlichen Komas 2009. 

Ich habe eigentlich immer Schmerzen, ständig. Nur wenn ich Wärme bekomme, dann werden sie ein bisschen besser. Und Bewegung tut immer gut. Aber lange stehen und lange sitzen ist immer schlecht für mich.

Ihr Leidensweg begann harmlos, denn:

Ich hatte eigentlich vor, mir die Augen operieren zu lassen, ich wollte sie Lasern lassen. Und dann hat ein befreundeter Arzt zu mir gesagt, ich solle erstmal gucken, ob im Kopf alles okay ist, ob da nicht irgendeine böse Überraschung passieren könnte. Und dabei ist rausgekommen, dass ich ein Angiom und ein Aneurysma im Kopf hatte, was rausoperiert werden musste.

Als während der Operation Komplikationen auftraten, wurde Monica Lierhaus für vier Monate lang in ein künstliches Koma versetzt. Anschließend folgten anstrengende Jahre der Rehabilitation, um ihre beeinträchtigte Sprech- und Bewegungsfähigkeit zu trainieren. Dennoch bereut sie es nicht, sich für den Eingriff entschieden zu haben, betont sie: "Es war eine tickende Zeitbombe. Sie wäre wahrscheinlich irgendwann hochgegangen. Irgendwann wäre das Aneurysma geplatzt.“

"Ich war wie eine lebendige Leiche"

Über ihren Zustand nach dem Koma sagt Lierhaus in "Exclusiv Spezial"

Ich konnte überhaupt gar nichts mehr. Eva (Lierhaus' Schwester, Anm. d. Red.) sagt immer, ich war wie ein Sack Kartoffeln. Ich sage immer, ich war wie eine lebende Leiche. Ich musste alles, aber auch wirklich alles komplett neu lernen. Ich konnte nicht sitzen, ich konnte nicht stehen, ich konnte nicht gehen. Ich bin immer umgefallen. Sie haben mich immer aufgerichtet und ich bin immer zur Seite umgefallen. Weil ich überhaupt keinen Gleichgewichtssinn mehr hatte.

Ihr erster Kontakt mit der Öffentlichkeit hat die 46-Jährige in schlechter Erinnerung: „Das war ganz furchtbar für mich, weil ich angestarrt wurde wie ein Monster. Die Menschen haben die Straßenseite gewechselt, als ich gegangen bin. Man möchte doch eigentlich nur normal behandelt werden, aber das war nicht möglich“, erinnert sie sich. 

Eine Psychotherapie brach sie ab

Auch über ein Jahr nach der Trennung hat Monica Lierhaus noch unter dem Liebes-Aus mit ihrem Ex-Verlobten Rolf Hellgardt zu leiden, mit dem sie 18 Jahre zusammen war. Sie spricht von der Liebe ihres Lebens. Und auch ihre Schmerzen machen ihr zu schaffen. „Eva würde wieder sagen, ich müsste eine Psychotherapie machen. Das habe ich natürlich versucht, drei, vier Einheiten lang und dann hab ich es abgebrochen. Es war ganz furchtbar.“

"Exclusiv Spezial: Monica Lierhaus - Mein Weg zurück ins Leben" am 3. Oktober, 19:05 Uhr, bei RTL. Hier einen Vorschau-Clip sehen!