Nach viel Kritik:"Game of Thrones" macht Schluss mit sexueller Gewalt

Nach einer Vergewaltigungs-Szene gingen die Fans auf die Barrikaden

Für diese Szene, in der Die 6. Staffel von

Schon seit vier Jahren läuft mit "Game of Thrones" eine der erfolgreichsten Serien auf dem amerikanischen Sender "HBO". Ein wesentlicher Bestandteil der mittelalterlichen Serie sind diverse, teils ziemlich heftige Sex- und Gewalthandlungen. So auch in Staffel fünf, in der die beliebte Darstellerin Sophia Turner, 19, alias "Sansa Stark" in einer Vergewaltigung-Szene zu sehen war. Nach Ausstrahlung der schockierenden Folge, kam es bei den Fans zu einer Welle der Entrüstung. Nun reagierten die Produzenten der Serie.

Grausame Hochzeitsnacht

Eins haben die Fans der beliebten US-Serie "Game of Thrones" auf jeden Fall nicht: schwache Nerven. Regelmäßig zeigen die Macher der Serie extremste Gewalt, unter anderem auch sexuelle Gewalt. In einer Folge der 5. Staffel ging es aber wohl auch für die eingefleischten Serien-Fans zu weit. In der Folge "Unbowed, Unbent, Unbroken" endet die Hochzeitnacht zwischen "Sansa Stark" und "Ramsay Bolton" alias Iwan Rheon mit einer grausamen Vergewaltigung. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss "Sansas" Bruder "Reek" alias Alfie Alan die schlimme Szene als hilfloser Zeuge mit ansehen. Zu viel für die Fans: zu sexistisch und zu grausam, so das Urteil.

Die Kritik der Fans scheint aber auch den Machern der Serie nicht spurlos vorbei gegangen zu sein, denn im Interview mit dem "Daily Telegraph" erklärte der kanadische Regisseur Jeremy Podeswa jetzt, dass man die Meinungen der Zuschauer für die kommende 6. Staffel sehr ernst nehmen würde:

Es ist wichtig, dass die Produzenten keine Selbst-Zensur vornehmen. Die Show zeigt eine brutale Welt, in der schreckliche Dinge passieren. Die Produzenten wollen sich nicht übermäßig von der Kritik beeinflussen lassen, aber sie tut es trotzdem auf eine bestimmte Art und Weise.

Kein erzählerischer Zweck

Die Fans gingen auf die Barrikaden, weil die Szene keinen erzählerischen Zweck erfülle, sondern nur für einen Schockmoment bei den Zuschauern dienen sollte. In den Büchern von George R. R Martin, die als Vorlage für die Serie dienen, komme sie nicht einmal vor. In Bezug auf die fragliche Szene verteidigte der Podeswa die Darstellung der Vergewaltigung:

Es war eine schwierige und brutale Szene und wir wussten, dass sie eine Herausforderung für das Publikum darstellen würde. Die Szene wurde so sensibel, wie es nur möglich war, behandelt. Man sieht kaum etwas.

Die "Game of Thrones"-Autoren seien offen für die Wünsche der Fans gewesen und haben diese sorgfältig diskutiert. Für die 6. Staffel sollen sich die Produzenten nun vorgenommen haben, auf häufige und explizite sexuelle Gewaltszenen zu verzichten.

Bis zum Start der 6. Staffel müssen sich die Fans allerdings noch gedulden. Ab April 2016 läuft die neue Staffel "Game of Thrones" im US-amerikanischen Fernsehen. Für alle, die bis dahin nicht mehr warten wollen, zeigt "RTL2" ab dem 31. Januar 2016 die Wiederholungen aller bisherigen Staffeln ab 22.35 Uhr.

 

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