Naddel packt aus: Alles nur eine große Lüge?

Nadja abd El Farrag spricht über "Raus aus den Schulden" und ihre (angebliche) Alkoholsucht

Nadja abd El Farrag zeigt Peter Zwegat ihr Hotelzimmer. Peter Zwegat wollte Naddel helfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Eine eigene Wohung hat Naddel nicht. Deswegen brachte sie alle Möbel in einem Lagerraum unter.

Gestern, 14. Dezember, wollte Schuldenberater Peter Zwegat, 66, Nadja "Naddel" abd El Farrag, 51, "Raus aus den Schulden" helfen. Dass das nicht geklappt hat, erzählte sie jetzt im Interview mit Spiegel Online.

"Raus aus den Schulden" hat Naddel nicht geholfen

Im gestrigen Promispezial von "Raus aus den Schulden", wollte Peter Zwegat Nadja abd El Farrag aus ihrer Krise helfen, ihr eine Wohnung und einen Job suchen. Am Ende erreichte der 66-Jährige jedoch nur wenig.

Die Moderatorin berichtet nämlich in einem Interview mit Spiegel Online, das bereits im November geführt wurde, dass es ihr nicht besser als vorher gehe. Im Gegenteil: es sei ihr nie schlecht gegangen! Das Mitleid der Menschen würde sie nicht wollen. Denn sie sagt:

Ich bin keine Arme. Ich bin ein positiver Mensch.

Trotzdem hätte sie Hoffnungen in die Sendung gehabt, die nicht erfüllt worden seien:

Die haben gesagt 'Wir besorgen dir einen Job und eine Wohnung.' Aber herausgekommen ist nichts.

Falsche Geständnisse

Laut Naddel waren viele Schlagzeilen der letzten Zeit über sie nicht wahr. Unter anderem ihre Alkoholsucht und dass sie Selbstmordgedanken hätte, sollen von ihr ausgedacht und nur zu Promo-Zwecken veröffentlicht worden sein.

Zu den Headlines, in denen es heißt, dass sie sich mit Arsen umbringen wolle sagt sie einfach:

Das ist Quatsch.

Und auch, dass sie Alkoholikerin sei, habe sie 2015 nur erzählt, um Aufmerksamkeit für eine angeblich geplante Biografie zu bekommen. Diese sei dann aber "doch nicht erschienen".

Fiktion und Realität

Es ist schwierig zu entscheiden, was wahr ist und was ausgedacht, in ihrer Welt. Auch bei "Raus aus den Schulden" verdrehte sie immer wieder die Fakten, weigerte sich, ihre wahre Situation offenzulegen. So leugnete sie zunächst, Hartz IV zu bekommen, bis Peter Zwegat herausfand, dass sie tatsächlich schon seit mehreren Monaten Hilfe bezieht. Warum sie ihm das verschwieg? Weil sie nicht wolle, dass alle von ihrer Misere erfahren.

Dass das Offenlegen der finanziellen Situation eine Voraussetzung ist, wenn man an der Schuldensendung teilnimmt, scheint Nadja abd el Farrag nicht bewusst gewesen zu sein.

Ungewollte Aufmerksamkeit

In dem Interview lässt sie auch das vergangene Jahr Revue passieren und sagt:

So viele Titelseiten wie 2016 hatte ich zuletzt vor zehn Jahren.

Das hätte sie jedoch gar nicht gewollt. Auch in der Öffentlichkeit zu stehen sei nicht ihr Ziel gewesen. Ihre Beziehung zu dieser Öffentlichkeit sei eine Hassliebe. Für eine Geschichte über sie in einer Zeitschrift soll sie drei- bis vierstellige Summen erhalten. Und auch bei der Schulden-Sendung habe Naddel nur wegen des Honorars mitgemacht.

Bleibt zu hoffen, dass ihr die neuen Jobangebote, die sie nach der Sendung bekommen haben soll, zurück auf die Beine und in eine eigene Wohnung helfen.