"'Tatort' zum Abgewöhnen": Tukur-Krimi spaltet Zuschauer

Top oder Flop? Das sagen die TV-Zuschauer auf Twitter

Ulrich Tukur spielte im Der Film im Film stellte die Zuschauer vor Herausforderungen. Nach dem leichenstärksten

Der „Tatort“ mit dem Ermittler Ulrich Tukur, 58, stellt die Fernsehzuschauer regelmäßig vor Herausforderungen. So lieferte er in der Vergangenheit nicht nur den leichenstärksten „Tatort“ aller Zeiten ab, sondern sorgt auch aufgrund eines Tumors und unübersichtlicher Story für Verwirrung bei Zuschauern am Sonntagabend. Dieses Experiment der "Tatort"-Macher traf auf gemischte Reaktionen wie sich auf Twitter zeigt.

Vom „Tatort“-Kommissar Ulrich Tukur ist der Zuschauer ohnehin schon Einiges gewöhnt, hat der Ermittler aufgrund eines Gehirntumors doch gelegentlich Wahrnehmungsstörungen, die auch den Zuschauer vor abendliche Herausforderungen stellen. In der gestrigen Folge spielte Tukur allerdings vor allem sich selbst – da kamen viele „Tatort“-Fans nicht mehr mit, wie die Reaktionen auf Twitter zeigen.

 

 

 

 

Tukur spielt sich selbst

Die Story bleibt unübersichtlich. Tukur spielt zwar wieder den Wiesbadener LKA-Ermittler „Felix Murot“, allerdingt nur die ersten fünf Minuten – danach spielt er sich selbst. Der berühmte Schauspieler gerät mitten in den Dreharbeiten zu einer neuen „Tatort“-Folge selbst unter Verdacht. Aus Geldgier soll er den Mitarbeiter des Fernsehteams ermordet haben, kann sich allerdings an nichts mehr erinnern, weil er auf einer Party selbst zu betrunken gewesen war.

Ein „Tatort“ auf Meta-Ebene

Und die Verwirrung nahm kein Ende als zudem auch die Frankfurter „Tatort“-Kommissare Wolfram Koch und Margarita Broich zu sehen waren. Auch Martin Wuttke, der nach dem Ende des Leipziger „Tatorts“ Geld brauchte, war zu sehen.

Was sagt Tukur selbst zum Film im Film beim „Tatort“? Gegenüber der „Bild“ erklärt er sich:

Ich habe keinen Knall, und unser Film ist auch nicht durchgeknallt. Es ist einfach mal was anderes.

Weiterhin plädiert der Schauspieler dafür, den Zuschauern auch mal was zuzumuten:

Ich glaube, die Leute dort draußen im Land vor den Fernsehapparaten sind nicht die Trottel, für die sie die meisten Fernsehmacher halten. Man muss auch mal ein bisschen was fordern. Der Mensch braucht etwas zu beißen, sonst verliert er seine Zähne.

Dieses Wagnis der "Tatort"-Macher fand allerdings auch Lob auf Twitter:

 

 

Bereits der Tukur-„Tatort“ aus dem Jahr 2014 „Im Schmerz geboren“ hatte für reichlich Gesprächsstoff gesorgt dank seiner Western-Ästhetik und dem aufgestellten Leichenrekord. Damals wurde der „Tatort“ sogar mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.

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