Tierquälerei-Vorwürfe gegen "Wild Island": Jetzt spricht ProSieben

Schon vor dem eigentlichen Start der der Reality-Serie brach ein Shitstorm los

Wagen das Experiment Überlebenskampf: 14 Abenteurer leben auf sich gestellt ...  ... auf einer Insel vor Panama.  Umgeben von wilden Tieren müssen die Kandidaten gegen ihre größten Feinde kämpfen: Hunger und Durst. 

14 Abenteurer kämpfen auf einer abgelegenenen Insel ums nackte Überleben - so der grobe Plot der neuen Doku-Sendung "Wild Island", die ab Sonntag, 8. November auf ProSieben läuft. Doch bevor der "Robinson Crusoe"-Verschnitt überhaupt an den Start gegangen ist, hagelt es auch schon entrüstete Kommentare im Netz. Der harte Vorwurf: Tierquälerei. Jetzt spricht ProSieben zu den Anschuldigungen.

"TV-Sender fördert Tierquälerei"

Ohne Nahrung und fremde Hilfe müssen 14 Freiwillige einen Monat lang auf "Wild Island" überleben. Die Inselbewohner filmen sich gegenseitig, während sie mitten in der Wildnis nach etwas Essbarem, Süßwasser und einem Platz zum Schlafen suchen. 

Was nach einer unterhaltsamen Reality-Show klingt, ruft jetzt schon erste aufgebrachte Gegner auf den Plan. Denn erste Trailer vor dem Sende-Start lassen darauf schließen, dass sich die Kandidaten nicht nur von Früchten, sondern auch von erlegten Tieren ernähren.

Zu viel für Einige: Unter dem Hashtag #Stopwildisland finden sich zahlreiche Tweets von Usern, die sich entsetzt zeigen, über die angebliche Tierquälerei, die in "Wild Island" zur Schau gestellt wird. "TV-Sender fördert Tierquälerei" , "Schämt euch" lauten nur ein paar der Twitter-Stimmen. 

 

 

 

 

 

 

ProSieben bezieht Stellung

In einer Mitteilung reagierte der Sender jetzt auf die schweren Anschuldigungen. Punkt für Punkt bezieht ProSieben Stellung zu den Vorwürfen. Ein Auszug: 

In "Wild Island" werden Tiere zur Belustigung gequält. Falsch. In 'Wild Island' leben 14 Abenteurer auf einer Insel vor Panama. Sie ernähren sich von dem, was die Insel bietet: Pflanzen, Kokosnüsse, Früchte - und auch Tiere. Dabei zeigt das Programm einen wichtigen Aspekt: Wie verändern sich Menschen, die sonst im Überfluss leben? Was wird wichtig? Was wird unwichtig? Was macht Hunger aus mir?

ProSieben wirbt für das blutige Schlachten von Tieren. Falsch. In "Wild Island" ist das Beschaffen von Nahrung und Wasser ein zentrales Thema. Man sieht Jagdversuche, die meistens scheitern. Und man sieht, dass Tiere gefangen werden. Das mag in Zeiten, in denen sich viele Menschen von Tiefkühlkost ernähren, den ein oder anderen verstören. Wichtig: Szenen, in denen Tiere blutig getötet werden, sehen die Zuschauer nicht.

Ungeübte Abenteurer meucheln Tiere. Falsch. Alle Abenteurer wurden in einem Survivaltraining unterrichtet, wie man Tiere artgerecht tötet. Im Cast ist mit Gregor ein Jäger, der auf einem Bauernhof lebt und seit Jahren Erfahrungen mit dem Leben und Töten von Tieren hat.

Ein eigenes Bild kann sich jeder machen, der am 8. November um 23:10 Uhr ProSieben einschaltet. Dann nämlich läuft die erste Folge von "Wild Island".