Erpressung? Bill Cosby reicht Gegenklage ein

Angebliches Opfer Judith Huth soll 250.000 Dollar Schweigegeld gefordert haben

Die Missbrauchsvorwürfe lasten schwer auf Bill Cosby. In den vergangenen Wochen haben sich mehrere potenzielle Opfer zu Wort gemeldet und dem 77-jährigem TV-Star öffentlich angeprangert. Die jüngste Klägerin, Judith Huth, wirft dem Entertainer vor, sie in den 70ern in der Playboy Mansion vergewaltigt zu haben. Nun reagiert sein Anwalt auf den Skandal mit einer Gegenklage. 

Der Kreis der angeblichen Missbrauchsopfer im Fall Bill Cosby wird immer größer: Insgesamt 21 Frauen behaupten laut US-Berichten, der früher so beliebte Entertainer habe sich in der Vergangenheit an ihnen vergangen. 

In Playboy Mansion missbraucht?

Die jüngsten Anschuldigungen stammen von Judith Huth, 55, die am Dienstag im Los Angeles Superior Court Klage einreichte. Sie wirft Cosby vor, er habe sie 1974 in einem Schlafzimmer in der Playboy Mansion missbraucht. Sie sei Jahre lang traumatisiert gewesen, so heißt es, und fordert nun Schadenersatz. 

Cosby wehrt sich gegen die Anschuldigungen und reicht Gegenklage gegen Huth ein. Er wirft ihr versuchte Erpressung vor. Warum? Ende November soll das angebliche Opfer 100.000 Dollar von Cosby für einen Verzicht ihrer Klage gefordert haben. Einen Tag später habe ihr Anwalt die Summe auf 250.000 Dollar erhöht. Andernfalls wolle man die Medien einschalten, so soll er gedroht haben. 

Opfer soll schon vor 10 Jahren angeprangert haben

Es soll übrigens nicht das erste Mal sein, dass die Klägerin mit ihren Vorwürfen an die Öffentlichkeit tritt. Vor zehn Jahren habe sie bereits versucht, ihre Geschichte an verschiedene Boulevardblätter zu verkaufen. Damals allerdings ohne Erfolg. Sollte sich dieser Verdacht bewahrheiten, widerspreche dies ihrer Angabe, erst vor Kurzem erkannt zu haben, dass ihre Traumatisierung mit Cosby in Verbindung steht.