"Es war herzzerreißend": Country-Star Randy Rogers spricht über den Tod seines Babys

Nach 6 Tagen hörte Rumer Rain auf zu atmen - der Familienvater gibt Einblick in die schwersten Tage seines Lebens

Es ist eine Geschichte, die einem das Herz bricht: Nur 6 Tage nach ihrer Geburt starb die kleine Rumer Rain. Ihr Papa, US-Country-Star Randy Rogers, spricht nun erstmals über den Tod seiner Kleinen - und verrät, warum sein Baby nicht mal eine Woche alt wurde. 

Randy Rogers: "Wir dachten, wir hätten ein gesundes Baby"

Vor wenigen Wochen ereignete sich die Tragödie im Leben des US-Sängers und seiner Frau Chelsea: Obwohl ihre Tochter bei der Geburt völlig gesund schien, starb sie nach nur wenigen Tagen. Rogers hatte auf dem Twitter-Profil seiner Band am 3. Juni noch glücklich getwittert: "Neuestes Mitglied der Rogers-Familie, Rumer Rain. Es ist ein guter Tag, Freunde." Dazu teilte er mit seinen rund 133.000 Followern ein süßes Geburtsfoto seiner Neugeborenen, die im Arm seiner strahlenden Frau liegt:

Gegenüber dem "People"-Magazin erinnert er sich, wie es dazu kam:

Meine anderen zwei Babys (Töchter Isabel, 5, und River, 21 Monate, Anm. d. Red.) haben helles Haar. Chelsea wollte unbedingt ein Baby mit dunklem Haar wie sie. Die Minute, in der Rumer geboren wurde, sagte ich: "Himmel, ja!" Sie hatte den ganzen Kopf voll dunklem Haar. Der Moment war einfach voller Glück. Wir dachten, wir hätten ein gesundes Baby. Wir teilten die Neuigkeit mit unseren Freunden und posteten das Bild sogar in den sozialen Netzwerken.

Doch die Freude wurde bald getrübt, denn schnell wurde klar, dass etwas nicht stimmte. 

Sie wollte nicht essen und aufwachen. Sie war sehr lethargisch und öffnete nie ihre Augen. Die Ärzte und Krankenschwestern in der Klinik machten uns jedoch Mut, da es viele Babys gibt, die nach der Geburt immer noch denken, sie seien im Bauch der Mutter und deswegen einen Tag lang nicht aufwachen oder essen. Doch nach nur acht Stunden wurde Rumer auf die Neugeborenen-Intensivstation gebracht,

so Randy Rogers. 

"Dann entschied sie sich, nicht mehr zu atmen"

Weiter berichtet der Musiker, dass während der folgenden Tage verschiedene Tests durchgeführt wurden - doch nichts schien der Kleinen zu fehlen. "Es war herzzerreißend und zermürbend, nicht zu wissen, was mit ihr nicht stimmt. Sie bekam eine Ernährungssonde, weil sie nicht essen oder schlucken konnte - dann entschied sie sich, nicht mehr zu atmen."

Die Diagnose: Nichtketotische Hyperglycinämie (NKH) - eine seltene genetische Veränderung, die unheilbar ist. Jährlich erkrankt nur eins von 66.000 Neugeborenen an der seltenen Krankheit. "Chelsea und ich hatten immer schon geglaubt, dass wir uns gleichen wie ein Ei dem anderen", rekapituliert Rogers. "Wie sich nun zeigt, sind wir das genetisch im wahrsten Sinne des Wortes: Wir haben exakt dasselbe rezessive Gen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist unheimlich gering." 

Rogers setzt sich mit einem Fond für Eltern kranker Kinder ein

Trotz des schrecklichen Verlusts versucht Rogers sich auf das Positive zu konzentrieren, sagt: 

Da meine Tochter gestorben ist und wir jetzt wissen, dass wir dieses Gen in uns tragen, wird so etwas keinem weiteren Familienmitglied mehr passieren müssen - der Wissenschaft sei dank.

Trotz des Schicksalsschlages wollen Randy Rogers und seine Frau wieder versuchen, ein Kind zu bekommen - mit künstlicher Befruchtung. Der Familienvater hofft, dass er anderen Familien mit einem kranken Baby Mut machen kann. Der Country-Star hat sich bereits mit dem "Seton Medical Center" von Austin zusammengetan, um einen Fond einzurichten, der Eltern ein Familienzimmer bei ihrem kranken Kind ermöglicht.

"Du bist zu Tode erschreckt, wenn du erfährst, dass mit deinem Baby etwas nicht stimmt"

Wenn du erfährst, dass mit deinem Baby etwas nicht stimmt, bist du zu Tode erschreckt. Du willst nicht mehr von seiner Seite weichen,

sagt Rogers, der plant, die Familienzimmer "zuhause-ähnlich" zu gestalten. "Obwohl Chelsea schon entlassen war, hat uns unser Familienzimmer ermöglicht, Rumer Rain rund um die Uhr zu halten. Du willst immer da sein, du willst wissen, wer sich gerade um dein Kind kümmert, du willst mit den Schwestern und Ärzten sprechen ... Das ist etwas, das jedes Krankenhaus in jedem Land haben sollte, ein System, das Eltern unterstützt, die sich um ein krankes Kind kümmern. Es ist etwas, das Chelsea und mir jetzt sehr am Herzen liegt."