ESC-Eklat um Andreas Kümmert: 5 Gründe für seine Absage

Plattenfirma spricht von "Dämonen": Wie krank ist der Soul-Sänger wirkich?

Der alte Sieger und die neue Siegerin: Andreas Kümmert gibt sein ESC-Ticket an die Zweitplatzierte Ann Sophie weiter. Bye, bye! Ann Sophie (l.) war völlig fassungslos, als sie plötzlich doch zum ESC fahren sollte. Kümmert erläutert, warum ihn das Urteil der Zuschauer zwar überwältigt, aber warum er nicht für Deutschland zum ESC fahren kann.  Barbara Schöneberger war zunächst geschockt, reagierte aber dann souverän und nahm die Entscheidung an.  Ann Sophie rückt nun nach. Eklat beim ESC-Vorentscheid

Der gestrige deutsche Vorentscheid zum 60. Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich wird den Zuschauern wohl sehr lange in Erinnerung bleiben - und in die TV-Geschichte eingehen. Ausgerechnet in einer Live-Show sorgte der "The Voice of Germany"-Sieger Andreas Kümmert, 28, für den Super-GAU: Nachdem er nach drei (!) Zuschauervotings zum Sieger gekürt worden war, erklärte er, die Wahl doch nicht annehmen zu wollen. Hier erläutern wir die Gründe: 

Andreas Kümmert: "Ich bin wirklich nicht in der Verfassung, diese Wahl anzunehmen"

Nicht nur die ohnehin schon riesigen Augen von Geburtagskind Barbara Schöneberger wurden tellergroß, als Andreas Kümmert den Satz raushaute: "Ich bin wirklich nicht in der Verfassung, diese Wahl anzunehmen." Bäm!

Die Zuschauer, die sich schon auf einen tollen gefühlvollen ESC-Beitrag Kümmerts ("Heart of Stone") gefreut hatten, waren fassungslos, Barbara Schöneberger und Backstage-Moderatorin Janin Reinhardt ratlos. "Das ist ein Coitus interruptus schlimmster Sorte!", entfuhr es Schöneberger aufgebracht. Doch Kümmert ließ sich nicht umstimmen, gab sein Ticket nach Wien an die völlig verwirrte Ann Sophie weiter. 

Nun fragt sich ganz Deutschland: Was ist in den Kümmert gefahren? Die möglichen Gründe seiner Absage:

1.  Zu viel Rummel

Schon nach seinem Sieg bei "The Voice of Germany" wurde schnell klar, dass Kümmert der ganze Hype um ihn zu viel wurde. Damals sagte er die abschließende Tour mit den Finalisten ab. Kann der 28-Jährige nicht mit dem Medienrummel umgehen? Das glaubt zumindest sein Team. „Die Lampe ist zu groß, die da angeht”, sagte Siggi Schuller von seiner Plattenfirma Universal in einem ARD-Video. „Er hat alles gegeben und irgendwann festgestellt, dass er es einfach nicht packt”, erklärte Schuller. Auch die Pressekonferenz am Tag vor der Ausstrahlung sagt der bärtige Teilnehmer ab, weil er krank sei. Womöglich hatte Kümmert schon im Vorfeld einen Rückzieher machen wollen?

2. Innere "Dämonen"

„Er hat alles gegeben, beschäftigt sich aber auch viel mit sich selbst und seinen Dämonen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Universal. Dass er sich selbst um den Lohn seiner harten Arbeit bringt, mache das Musiklabel sehr traurig, denn Kümmert habe hart für seinen Sieg gekämpft. Dämonen? Das klingt sehr nach einer psychischen Erkrankung. Womöglich kämpft Andreas Kümmert schon länger mit einer Erkrankung, die ihm immer wieder einen Strich durch die eigenen Pläne macht. Kümmerts Ausdrucksweise "nicht in der Verfassung" spricht dafür. Auch Barbara Schöneberger betonte nach der Show: "Der hat Angst."  

3. Fremdkörper in der kunterbunten ESC-Welt

Der Soul-Sänger war schon bei "The Voice" 2013 als Einzelgänger mit einer eher ablehnenden Haltung gegenüber dem Showbusiness aufgefallen. Mit seiner einmaligen Stimme und dem Gefühl, das er in seine Auftritte legt, schließen ihn die Zuschauer trotz - oder vielleicht auch wegen - seiner Außenseiterrolle in ihr Herz. Kümmert ist einer, der sich sperrt, nicht in jede Schablone passt. Erst recht nicht in die kunterbunte "ESC"-Welt. Dem Zuschauer entging nicht, dass der 28-Jährige die Interviewfragen in den Zwischeneinspieler geradezu bockig beantwortete. "Wovon soll 'Heart of Stone' handeln?", fragte er etwa verständnislos.

4. Pöbel-Vorfall in Eppingen

Lagen die Nerven schon vor dem ESC-Vorentscheid blank? Gut möglich. So berichtete die "Bild"-Zeitung vor wenigen Tagen von einem Zwischenfall in Eppingen, als Kümmert Konzertgäste, die während seines Auftritts geredet hatten, angeblich wüst beschimpft hatte. Der Vorfall ging durch die Presse - zu viel für den sensiblen Sänger?

5. Seitenhiebe von Schöneberger und Reinhardt

Wieviel von Kümmerts ablehnender Haltung schon vor dem Vorentscheid bei den Beteiligten spürbar wurde, lässt sich nur vermuten. Allerdings konnte man Schönebergers Kommentar zu Ann Sophie, wie schön es sei, dass da jemand auf der Bühne steht, der da "auch wirklich Spaß dran hat", durchaus als Seitehieb auf Kümmert verstehen. Auch Backstage-Moderatorin Janin Reinhardt konnte offenkundig nichts anfangen mit dem eigenbrödlerischen Sänger, interviewte lieber die Mädels von Laing und schob den 28-Jährigen beiseite. Auch auf dem Weg zur Entscheidung plauderte sie fast nur Ann Sophie und brach ihre Frage an den einzigen männlichen Kandidaten unter den Top 4 ab. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte?

Seht hier noch mal Kümmerts ESC-Absage:

Wie berechtigt ist die Absage von Kümmert?

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