Adidas streicht den 'Sklaven'-Schuh

Der 'JS Roundhouse Mid' kommt nicht auf den Markt

Adidas sorgt für einen Aufreger: Demnächst wollte der Sportschuh-Hersteller einen neuen Schuh auf den Markt bringen. Bei der Suche nach dem passenden Look, entschied man sich aber für ein sehr gewagtes Design.

Denn Jeremy Scott, der schon seit Jahren die Treter für das Unternehmen mit den drei Streifen entwirft, kreierte jetzt einen Sneaker mit orangenfarbenen Plastikfußfesseln, die mit einer Kette an den Schuh befestigt, um den Knöchel herum getragen werden: "JS Roundhouse Mid" ist der Name des umstrittenen Sneakers.

Das provokante Modell löste eine Welle der Empörung aus. Von Sklaverei-Schuhen ist die Rede - Adidas würde die Sklaverei mit seinem ausgefallenen Design verharmlosen.

Das jüngste Modell ist Teil der Herbst/Winter-Kollektion, die im August auf den Markt kommen sollte. Mit einem stolzen Preis von rund 300 Dollar gehört das Teil zu den teuersten Tretern des Sportartikelherstellers.

Doch der Aufschrei war so groß, dass das Unternehmen mittlerweile den Komplettrückzug angetreten hat. "Es tut uns leid, wenn wir Menschen durch das Design beleidigt haben", heißt es bei Adidas. Das Design des "JS Roundhouse Mid" Schuhs "hat nichts mit Sklaverei zu tun", wird betont.

Der viel diskutierte Schuh wird also nicht in den Handel kommen.

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