Sofia Coppola – von der Praktikantin zur Stilikone

Die Regisseurin kochte Kaffee für Karl Lagerfeld

Sofia Coppola strebte eigentlich eine Karriere als Moderedakteurin an, machte sogar ein Praktikum bei Chanel. Erst als sie das Drehbuch zum Film "The Virgin Suicides" las, packte sie die Leidenschaft zum Film. Trotz des Wechsels ist sie noch heute ein gern gesehener Gast auf den Fashion-Shows.

Schon im zarten Alter von zehn Wochen stand die Tochter von Filmemacher Francis Ford Coppola und Eleonora im Kassenschlager "Der Pate" zu sehen. Da war der Berufsweg schon festgelegt, mag man meinen. Doch als 15-jähriges Mädchen hatte sie plötzlich ganz andere Sachen im Kopf als das ganz große Kino.

"Ich machte ein Praktikum bei Chanel. Karl Lagerfeld dabei beobachten zu können, wie er Haute-Couture Entwürfe für die Shows anfertigt, war unglaublich. Er ist so kreativ! Ich habe literweise Kaffee gekocht, aber das war es allemal wert, um in seiner Nähe zu sein."

Nach dem Studium der Malerei und Fotografie gründete Coppola zunächst in Japan ihr eigenes Modeunternehmen "MilkFed". Erst als sie das Drehbuch zum Film "The Virgin Suicides" las, kam der Umschwung: "Ich liebte dieses Buch und fühlte mich dafür verantwortlich. Ich wollte nicht, dass jemand anders es durch seine Filmversion ruiniert."

Trotz des Wechsels, oder besser, der Rückkehr ins Filmgeschäft ist die Regisseurin für ihren herausragenden modischen Stil bekannt und ein gern gesehener Gast in den ersten Reihen der Modeschauen von Louis Vuitton, Marc Jacobs und Chanel. Jacobs bennante sogar seine Tasche "Sofia" nach ihr – welch eine Ehre!

In Sofias neuestem Film "The Bling Ring", für den sie außerdem das Drehbuch schrieb, geht es um eine Clique reicher, amerikanischer Teenager, die aus Langeweile in die Villen der Hollywoodstars einbrechen. Absolut sehenswert! Ab August 2013 in den Kinos.