Sienna Miller: Ich wiege mich nie

Exklusiv im Interview

Schauspielerin Sienna Miller ist eine Stil-Ikone, hat sogar eine eigene Modelinie. Dabei legt sie selbst gar nicht so viel Wert auf ihr Äußeres. Mit OK! spricht sie über ihr eigenes Label, Kilopanik und das Aussehen von Kate Moss.

Dieses Jahr wird ihr Jahr! Ihr Modelabel Twenty8Twelve ist gefragt wie nie zuvor, sie ist das Gesicht der neuen Boss-Orange-Kampagne und gleich zwei neue Filme von ihr kommen im Sommer ins Kino. Darunter auch das Action-Abenteuer „G.I. Joe – Geheimakte Cobra“ (Start: 6. August), für das Sienna Miller, 27, neues Terrain betreten musste: Sie lernte mit Waffen umzugehen und verschiedene Kampfsporttechniken. Dass das nicht spurlos an ihr vorübergegangen ist, erzählt sie im ­Gespräch mit OK! …

Können Sie sich jetzt selbst verteidigen?

(lacht) Ich könnte zumindest so aussehen als ob. Immerhin musste ich in 20 Zentimeter hohen High Heels kämpfen.

Das hört sich anstrengend an. Sie haben dadurch sicher viele Kilos verloren …
Ich wiege mich nicht, deswegen weiß ich es nicht.

Wie bitte? Niemals?
Ich habe keine Waage zu Hause. Im Hotel stelle ich mich manchmal auf eine. Dann bin ich kurz erschrocken, aber letztendlich sagt jeder etwas anderes: Einige meinen drei Kilo mehr, andere drei Kilo weniger wären gut. Darauf gebe ich nichts. Ich muss mich einfach gut fühlen.

Haben Sie sich jemals zurückgehalten, wenn es um Süßigkeiten geht?
Ja. Ich mache Witze darüber, dass ich mir den Schokoriegel auch gleich an die Hüfte tackern könnte, denn da landet er am Ende auch. Ich esse ab und zu Süßkram, aber ich denke auch viel über meinen Körper nach.

Sie gehen nicht ins Fitnessstudio, aber Sie haben eine tolle Figur …
Ich gehe viel mit meinem Hund raus. Und ich habe glücklicherweise einen guten Stoffwechsel. Aber ich bin nicht durchtrainiert – überhaupt nicht! Ich habe mit 27 Jahren ein Alter erreicht, wo ich langsam beginnen sollte, Sport zu treiben. Bis vor zwei Jahren war ich ziemlich knackig. Jetzt mit 27 merke ich die Veränderung immer deutlicher. Meine Beine sind kein schöner Anblick. Ich verstecke sie unter Klamotten.

Wie war es dann, im Film dieses enge Leder-Outfit zu tragen?
Sich um vier Uhr morgens in diese Klamotte zu quetschen, war kein Spaß. Ich konnte nicht atmen.

Wie steht es mit Ihrer eigenen Modelinie?
Sehr gut. In Amerika bekommt man sie überall.

Stimmt, ich habe gerade jemanden gesehen, der eines Ihrer Tops getragen hat.
Cool, wer war das? Michelle Pfeiffer? Ich habe gesehen, dass sie mal eines anhatte und war total aufgeregt, weil sie so toll darin aussah.

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihre Modelinie?
Wir nehmen uns für jede Saison eine Woche Zeit zum Designen. Zwischendurch geht es dann an die Feinarbeit. Dafür ist meine Schwester Savannah verantwortlich. 

Haben Sie irgendwelche Mode- oder Beauty-Tipps für uns?
Darin bin ich ganz schlecht. Ich würde mir ja sogar mein Gesicht mit Shampoo waschen. Deswegen habe ich auch so schlechte Haut. Ich lege deswegen auch immer Make-up auf, damit man es nicht so sieht.

Naj a, so schlecht kann es um Ihr Aussehen nicht bestellt sein – einige vergleichen Sie sogar mit Kate Moss.
Kate ist eine Freundin von mir. Ich liebe sie und finde sie wunderschön. Es ist ein Kompliment, mit ihr verglichen zu werden. Aber sie spielt in einer etwas anderen Liga.

Was sind Ihre nächsten Vorhaben?
Weiterarbeiten, mehr Filme machen und eines Tages eine Familie haben.

Wie viele Kinder sollen es denn werden?
Reden wir in zehn Jahren noch mal drüber! (lacht)

Hilary Morgan