Eva Padberg: Ich habe noch kein Verfallsdatum!

Exklusiv im Interview

Eva Padberg, Deutschlands wahres Topmodel zeigt uns in Barcelona die neuen Sommertrends und spricht über Diäten, Heimweh und Hunde als Babyersatz.

Dicke Wolken hängen über der Stadt. „Den ganzen Vormittag hat es in Barcelona geregnet“, erzählt Eva Padberg. „Aber als wir mit dem Fotoshooting loslegten, brachen die Wolken auf.“ Trotz des Wetterumschwungs: Die Berlinerin jettete nach den Aufnahmen sofort wieder zurück nach Hause. Schließlich warteten dort wichtige Aufgaben auf sie – zum Beispiel für Unicef oder die SOS-Kinderdörfer. „Ich will etwas bewirken“, sagt Eva. In der Charity-Arbeit hat die 29-Jährige einen bedeutenden Ausgleich zum schnelllebigen ­Fashionbusiness gefunden …

Sie sehen fantastisch aus. Was tun Sie für Ihre Modelfigur?
Ich habe die sprichwörtlichen guten Gene, muss zum Glück keine Diät halten. Ich ernähre mich gern gesund. Als Kind habe ich Gemüse gehasst, aber heute brauche ich was Frisches auf dem Teller. Ich bin keine Süße. Auf Schokolade habe ich ganz selten Appetit.

Klingt unglaubwürdig …
… ist aber wahr. Viele meiner Kolleginnen müssen sich beim Essen zusammenreißen. Aber ich kann bedenkenlos reinhauen.

Gibt es etwas, dass Sie an Ihrem Körper nicht leiden können?
Problemzonen kenne ich so nicht. Aber auch ich habe Tage, an denen mir nicht gefällt, was ich im Spiegel sehe. Das hat dann aber weniger mit meinem Aussehen, als mit einem unguten Grundgefühl zu tun.

Was ist das Tolle an Ihrem Job?
Das Reisen! Das weiß ich aber erst heute zu schätzen. Mit 18 fand ich das Leben aus dem Koffer noch sehr belastend.

Haben Sie auch mal Heimweh?
Wenn ich länger weg bin, ja. Gerade war ich zwei Wochen in Thailand und habe Berlin sehr vermisst.

Sie haben schon in Italien, Japan, Amerika und Frankreich gelebt. Wo auf der Welt ist es am Schönsten?
New York ist eine aufregende Stadt. Aber da würde ich heute  nicht mehr wohnen wollen: viel zu stressig! Ich bin auf dem Land groß geworden und brauche ganz viel Grün vor der Haustür.

Können Sie in Berlin noch unerkannt vor die Tür gehen?
Ja, dort ist man sympathischerweise sehr Promi-resistent. Im Laden heißt es nur: „Frau Padberg, was woll’n se denn?“

Gibt es im Modelbusiness echte Freundschaften?
Klar! Franziska Knuppe hat mich schon zigmal in ihr Potsdamer Haus eingeladen. Aber bislang habe ich es nicht geschafft, sie zu besuchen.

Franziska Knuppe ist Mutter einer einjährigen Tochter. Möchten Sie auch mal Kinder haben?
Irgendwann bestimmt. Aber bis es so weit ist, müssen meine beiden Jack-Russell-Terrier als Ersatz herhalten! (lacht)  

Stimmt es, dass Ihre Hunde mit ins Bett dürfen?
Ja. Aber Hilde und Bärbel beanspruchen nicht so viel Platz.

Wer braucht morgens länger im Bad: Sie oder Ihr Ehemann Niklas Worgt?
Mein Mann ist total unkompliziert, der hat ja einen Vollbart und braucht sich nicht mal zu rasieren! Bei mir kommen schon einige Cremes zum Einsatz …

Haben Sie schon mal über ein Leben nach dem Modeln nachgedacht?  
Dass ich den Job nicht ewig machen kann, ist klar. Ich habe schon viel ausprobiert – Musik, Schauspielerei, Moderation – aber solange ich tolle Angebote bekomme, denke ich nicht über Alternativen nach. Mein Verfallsdatum ist noch nicht überschritten.

Maren Gäbel