Mimi Müller-Westernhagen exklusiv

Deutschlands neues It-Girl

Sie ist Model, Sängerin - und mit 23 Jahren bereits eine Stilikone. Dabei findet Mimi Müller-Westernhagen Nacktsein eigentlich am schönsten ...

Bei ihr haben sich die Gene ihrer ­Eltern perfekt gemischt: Mimi Müller-Western- hagen ist die hübsche Tochter des britischen Ex-Models Polly Eltes und des Rockstars Marius Müller-Western­hagen. Kein Wunder, dass sie heute mit ihrer Punkrockband Battlekat die Londoner Musikszene aufmischt – und als Model Karriere macht. Unter anderem ist sie Testimonial für die Charity-Kollektion „Glanztat“ des Versandhausriesen Otto. Davon erzählt sie ihren Eltern gern. Was sie erst mal für sich behielt, waren ihre Nacktfotos für ein Männermagazin im Frühjahr. So mutig ist Mimi nicht immer, verrät sie OK! in Hamburg. Vor allem Telefone sind nicht ihr Ding …

Woher kommt denn diese Telefon-Phobie?  
(lacht) Ich werde total schüchtern am Telefon! Da bin ich wie ein Junge und schicke lieber SMS oder ­E-Mails. Telefonieren macht mich nervös.

Machen Nacktfotos nicht nervöser?
Das war ja eher wie ein Mode-Shooting, bei dem ich zeigen konnte, wie sexy ich sein kann. Ich mag Nacktheit, weil sie wunderschön ist. Aber in manchen Magazinen werden Frauen zu heftig in Szene gesetzt. Wir wollten zeigen, was wirklich sexy und künstlerisch ist. Für mich war es kein Problem, weil mein Freund Richard Stow die Fotos gemacht hat, und auch der Rest des Teams waren Freunde. Das hilft!

Sie gelten mittlerweile als Fashion-Idol. Woher kommt Ihre Liebe zu ausgefallener Mode?
Ich denke, weil meine Eltern beide sehr modebewusst sind. Vor allem meine Muter hat ein tolles Auge für Farben und Stilrichtungen. Von ihr habe ich auch alle Klamotten aus den 80ern bekommen, mit denen man einen tollen Style entwickeln kann, weil damals alles so crazy war. Ich gehe auch heute noch ständig mit ihr shoppen, weil sie die beste Stylingberaterin ist. Vor allem: Sie geht an einem Laden vorbei, guckt nur kurz rein und weiß: „Das ist ein super Vintageshop“, und ich frag mich nur, wie sie das macht!

Wo gehen Sie denn in London einkaufen?
Auf jeden Fall in der Brick Lane! Erstens wohne ich in der Nähe und zweitens gibt’s da die coolsten kleinen Läden. Und ein großes Kaufhaus in einer Seitenstraße, in dem ich den ganzen Tag wühlen könnte. Besonders toll ist der Laden „This Shop Rocks“. Dort gibt es Mode aus den 50er-Jahren bis zurück zum viktoria­nischen Zeitalter! Da will man sofort grundlos ein Hochzeitskleid kaufen!

Was ist für Sie der wichtigste Trend in diesem Jahr?
Toller, auffälliger Schmuck – für einen wunderbaren Rock-’n’-Roll-Style. Wie Keith Richards, der sich Ketten umhängt und immer irre gut aussieht!

Entschuldigung! Keith Richards ist 65 – und damit älter als Ihr Vater! Und er ist Ihr Stilvorbild?
(lacht) Ja, ich weiß! Aber ich finde eben Männer inspirierend, die sich Mühe mit ihrem Outfit geben. Und ich weiß, es ist traurig, aber ich würde Keith Richards seine Klamotten klauen! An seinen Stil kommt niemand heran!

Haben Sie ihn schon mal getroffen?
(grinst) Nein. Und wahrscheinlich würde ich ihm Angst machen. Ich würde wirklich seine Klamotten klauen. Sogar vom Körper weg!

Wann sagen Sie von jemanden, dass er Stil hat?
Ich mag es, wenn Leute Sachen tragen, die ihnen stehen, wie Kate Moss. Sie weiß einfach, was gut an ihr aussieht. Das macht es aber auch schwierig, sie als Vorbild zu sehen. Denn: An ihr sieht es toll aus – aber sie ist auch Kate!

Sie leben in London, Ihr Vater Marius Müller-­Westernhagen in Hamburg. Stehen Sie sich dennoch nahe?
Oh ja! Die Buddhisten sagen, dass man sich seine Eltern aussucht – und da hatte ich mit beiden wirklich extrem Glück! Und meinen Vater sehe ich oft, weil ich es total klasse finde, jemanden zu haben, mit dem ich die ganze Nacht über Musik diskutieren kann. Was das anbelangt, bin ich ziemlich  verrückt. Ansonsten machen wir ganz normale Familiensachen: Abendessen kochen, Ausstellungen besuchen, einfach abhängen.

Andere Kinder berühmter Rockstars, wie die Geldof-Schwestern Pixie und Peaches, sind ständig mit Skandalen in den Schlagzeilen. Könnte Ihnen das auch passieren?
(lacht) Ich wünschte, es wäre irgendwann mal so! Aber irgendwie bin ich wohl zu langweilig, weil ich nur mit meinem Hund auf dem Balkon sitze, Gitarre spiele und vielleicht mal ein Glas Wein mit Freunden trinke.

Kathrin Kellermann