Michael Michalsky exklusiv im OK!-Interview

Der Designer über seine Kollektion und wieso er am liebsten selbst wäscht

Er ist der deutsche Top-Designer mit Star-Potenzial: Michael Michalsky begeistert nicht nur mit seiner Kreativität. Mit der StyleNite während der Berlin Fashion Week setzte er sich auch selbst ein Denkmal und wurde dafür frenetisch gefei

Erklären Sie uns doch kurz das Motto Ihrer Kollektion „Saints & Sinners“
Das war das Thema der Winterkollektion 2009/20010. Wir alle sind Heilige und Sünder. Das eine geht nicht ohne das andere und weder das eine noch das andere ist verwerflich oder überflüssig. Es handelt sich um ein Paradoxon. Ohne Moral keine Sünder, aber auch keine Heiligen. Ich wollte zeigen, wie nah die Extreme beieinander liegen, ja voneinder abhängig sind. Letztlich ist alles eine Frage des Blickwinkels. Toleranz hilft da weiter. Die aktuelle Sommerkollektion führt diese Gedanken übrigens fort. Sie hat das Thema Weltwirtschaftskrise“.

Sind Sie mit der MICHALSKY StyleNite vom Januar zufrieden?
Unbedingt. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Sogar in der New York Times wurde darüber berichtet. Immerhin war es ein Wagnis. Noch nie zuvor hat ein Fashiondesigner seine Show für andere Labels geöffnet. Und wir hatten gleich drei Fashionshows an einem Abend. Noch dazu auf der größten Theaterbühne der Welt - dem Friedrichstadtpalast. Den Erfolg verdanken wir auch unseren tollen Partnern. Zum Beispiel Ariel. Es hat mir viel Spaß gemacht, für ein Waschmittel ein Outfit zu designen! Das haben wir auf der StyleNite präsentiert und die Leute fanden es witzig. Sowas gehört dazu. Die Mischung aus Professionalität mit einem Augenzwinkern. Die Ariel-Verpackung ist übrigens inzwischen ein Sammlerobjekt. Die Dinger sind auf der StyleNite sogar geklaut worden. Aber vielleicht lag das gar nicht an meiner Verpackung, sondern daran, dass Ariel Stiftung Warentest Doppelsieger ist.

Haben Sie ein Lieblingsstück in Ihrer Kollektion?
Oh ja, aus der aktuellen Kollektion die Jogginghose und die coole Lederjacke. Die beiden kann man sogar kombinieren.

In welcher Stadt sieht man die coolsten Looks?
Eindeutig in Berlin. Der „Berlin Style“, eine Mischung aus Streetwear mit klassischen Klamotten, ist äußerst trendy und wird in anderen Städten der Welt längst kopiert. Wenn Sie durch Beijing laufen, wo ich in letzter Zeit häufiger bin, sieht man Kids und junge Leute, die sich kleiden wie die in Berlin. Das gab es vor einem Jahr noch nicht.

Wo lassen Sie sich für Ihre Mode inspirieren?
Ganz einfach auf der Straße. Ich laufe durch die Stadt und schaue mir an, was die Leute tragen. Richtige Leute – nicht nur die aus der Modeszene. So bekomme ich massenhaft Ideen, die in meine Kollektionen einfliessen. Deshalb heißt unser Motto auch „Real Clothes for Real People.“ Und Musik ist eine wichtige Inspirationsquelle für mich. Ich höre rund um die Uhr Musik und tausche mich ständig über facebook mit  DJ’s auf der ganzen Welt aus, mit denen ich befreundet bin. Dadurch bekomme ich auch viele Ideen, die ich in meiner Mode verarbeite.

Wo kaufen Sie selbst Ihre Sachen ein? Haben Sie einen Lieblingsshop?
Meine Lieblingsläden sind der Jeansladen 14oz. in der Alten Schönhauser Straße in Berlin und die tollen uniqlo-Läden in Beijing oder Tokyo.

Zu Ihrer Kooperation mit Ariel: Waschen Sie eigentlich selbst?
Ich bin ein absoluter Waschfanatiker und wasche alles nach einmaligem Tragen. Natürlich möchte ich, dass meine Kollektionen auch nach dem Waschen noch so aussehen, wie auf dem Laufsteg. Deswegen vertraue ich dem Stiftung Warentest Doppelsieger Ariel. Mir ist Qualität extrem wichtig und das bietet mir Ariel.

Welcher Prominente hat für Sie am meisten Stil?
Man hört es öfter, aber ich muss es bestätigen, Iris Berben. Eine sehr coole Frau.

Und welchen Prominenten würden Sie gerne mal einkleiden?
Den Papst, der dringend mal ein neues Kleid bräuchte. Und Madonna, denn die hat damals schon meine Sachen angezogen, als ich noch Chefdesigner von adidas war.