Dirndl-Zauber mit Franziska Knuppe

Schlüpfriges Gespräch

Als Model der „Dirndl Zauber“-Kollektion hat Franziska Knuppe ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem Oktoberfest gemacht …

Eine zünftige Spezialistin für Dirndl-Unterwäsche, also für Dessous, die unter der Tracht für pralle Rundungen sorgen, stellt man sich irgendwie anders vor. Eine rassige Brünette etwa, mit üppigen Hüften, bayerischem Dialekt und natürlich ordentlich Holz vor der Hütten …

Dass all das gar nicht nötig ist, um sexy verpackt das Oktoberfest zu erobern, beweist das Potsdamer Model Franziska Knuppe, 34. Als Werbegesicht von Triumph macht die Norddeutsche – geboren in Rostock und aufgewachsen in Stralsund – in der aktuellen „Dirndl Zauber“-Kollektion eine wunderbare ­Figur. Was neben der richtigen ­Einstel­lung zum ­Oktoberfest-Besuch dazu­gehört und was die Mutter einer kleinen Tochter (Mathilda, 2) selbst gern drunterträgt, verrät sie im Gespräch mit OK!

Was ist der Reiz am Oktoberfest?
Keine Ahnung, die Sau rauszulassen? (lacht) Es macht einfach Spaß, wenn sich das Grelle und die Glitzerwelt mit bayerischen Traditionen, all dem Essen und den Fahrgeschäften mischt, besonders, wenn die richtigen Leute dabei sind.

Wie oft waren Sie schon auf der Wiesn?
Einmal, vor 16 Jahren, während meiner Ausbildung zur Hotelfachangestellten in München. Wir sind damals ab und zu mit Kollegen losgezogen. Später, als ich mit dem Modeln begonnen habe, fehlte mir dann die Zeit. Während des Oktoberfests sind ja weltweit Modenschauen und Katalogproduktionen. Sich da eine
Woche freizunehmen, geht einfach nicht.

Hatten Sie denn überhaupt mal ein Dirndl an?
Im Hotel hatten wir damals Dirndl-Uniformen, ziemlich hässliche Modelle, da habe ich mir mal eins ausgeliehen. Sonst waren wir ohne Tracht unterwegs. Damals, 1993 kurz nach der Wende, hätte ich mich als Ossi und dazu noch als Preuße im Dirndl doch nur lächerlich gemacht. Die Tracht gehörte den Bayern – als Zugezogene hätte ich mich nicht getraut, eine anzuziehen.

Wie viele Maß Oktoberfest-Bier vertragen Sie?
Ich habe nie gezählt, aber es dürften einige sein. Ich weiß nur, das ich ständig zur Toilette musste.

Wozu braucht man spezielle Dirndl-Unterwäsche?
Die dünnen Blüschen und das Korsett reichen nicht, um der Oberweite im Dirndl eine schöne Form zu geben. Ein guter BH kann da einiges leisten. Außerdem sind die Oberteile oft durchsichtig oder aus Spitze. Dann ist es gut, wenn ein BH verhindert, dass zu viel Haut durchblitzt. Abgesehen davon, wird jedes Dirndl irgendwann mal ausgezogen. Wäre doch blöd, wenn da Baumwollschlüpfer zum Vorschein kämen.

Welcher Unterwäsche-Typ sind Sie?
Berufsbedingt trage ich viel hautfarbene Unterwäsche, weil bei Fotoshootings nichts zu sehen sein darf. Ganz generell sind mir die Qualität des Materials, Passform und der Tragekomfort wichtig. Gerade BHs dürfen nirgends zwicken, kratzen oder drücken.

Lieber Spitze oder Baumwolle?
Ich bin keine reine Spitzenträgerin! (lacht) Ich mag die Mischung aus bequem und sexy. Wäsche aus Erotik-Shops kommt gar nicht infrage.

Strings oder Hipster?  
Unter Jeans finde ich Strings besser, aber zu Röcken, zum Beispiel bei einem kurzen Dirndl, ist eine Hipster mal erlaubt. Und wenn ein Windstoß kommt, gibt’s nicht zu viel zu sehen.

Tragen Sie die Wiesn-Wäsche auch zu Hause?
Meiner Tochter Mathilda würde das bestimmt gut finden! Die Wäsche ist ja rosa und blau, ihre Lieblingsfarben.

Und was darf „Mann“ drunter tragen?
Ganz furchtbar finde ich diese weiten, knitterigen Boxershorts. Mein Mann Christian trägt zwar auch Shorts, aber engere, aus Jersey.

Und wer kauft die?
Wir beide. Wenn ich unterwegs schöne Unterhosen sehe, bringe ich ihm auch manchmal ­welche mit.

Schenkt er Ihnen auch gelegentlich Wäsche?
Nein! Ich bin aber auch niemand, der sich ständig neue Wäsche kauft, um dem Mann zu gefallen. Die ist für mich, und die kaufe ich selbst.

Kati Degenhardt