Stars & ihr Style: Natalie Portmann

Fashion-Interview

Schauspielerin Natalie Portman verrät uns ihre Vorlieben in Sachen Mode. Unerwartet und überraschend!

Es gibt eine erste Oscar-Favoritin: Mit „Black Swan“ spielt sich Natalie Portman, 29, in neue Stratosphären. In den nächsten Monaten wird sie bei vielen offiziellen Terminen auch wieder durch ihre eleganten Roben für Aufsehen sorgen. Kaum vorstellbar: Die Schauspielerin ist gar nicht so verrückt nach Designer-Mode, privat trägt sie gern bequeme Qutfits.

Wie wichtig ist Ihnen Mode?

Es gibt Grenzen. Zum Beispiel könnte ich Ihnen jetzt nicht mal sagen, von wem dieses Kleid stammt, das ich gerade trage. Ich habe es als Leihgabe bekommen. Privat mache ich mich nicht großartig zurecht. Meine Outfits müssen einfach nur gemütlich sein. Ich trage dann überhaupt nichts Besonderes – keine speziellen Designer, eher Jogginghosen, und wenn ich rausgehe, eine warme Jacke. Ich kaufe mir auch nicht jede Saison etwas Neues.

Aber als Schauspielerin muss man sich doch damit auskennen. Sind Sie nicht mit Designern wie Isaac Mizrahi befreundet?

Natürlich interessiert mich Mode. Ich mag es, mich schön anzuziehen – und zu offiziellen Premieren und Terminen tue ich das auch.
Dafür stellt man mir alle möglichen wunderbaren Kleider zur Verfügung. Aber gerade weil ich mich häufig beruflich elegant kleiden muss, brauche ich manchmal eine Auszeit und kleide mich privat dann leger.

Welche Designer mögen Sie besonders?
Das sind vor allem Alber Elbaz von Lanvin und Laura und Kate Mulleavy von Rodarte. Laura und Kate haben auch die Kostüme für meinen Film „Black Swan“ kreiert. Das sind zwei brillante Frauen, ich war sehr froh, dass ich mit
Ihnen zusammenarbeiten konnte.

Sie gleiten ja in der Rolle als perfektionssüchtige Balletttänzerin in „Black Swan“ phasenweise in den Wahnsinn ab – das muss sehr aufreibend gewesen sein.

Manchmal habe ich mich schon gefragt: Wie soll ich das überleben? Das lag auch teilweise an den langen Arbeitsstunden, denn ich musste  parallel Ballett trainieren. Mehr als drei, vier Stunden Schlaf gab’s da nicht – ich war fast im Delirium. Schnell wurde mir klar: Wäre ich eine schwächere Person, ich hätte selbst geistig ausrasten können – so extrem war das. Manchmal hatte ich totale Angst, dass mir so etwas passieren könnte. Nach dem Dreh habe ich einfach nur geschlafen und gegessen, um mich davon zu erholen.

Können Sie sich auch beim Shoppen entspannen?

Nein, ich bin eigentlich keine große Shopperin. Aber wie fast jede Frau liebe ich Schuhe über alles und dafür gehe ich gern auf die Suche. Am liebsten trage ich vegane Schuhe. Leider hat meine Lieblingskette Te Casan, für die ich selbst solche Schuhe designte, geschlossen. Somit ist es jetzt sehr schwierig für mich, die perfekten Schuhe zu finden.

T. P. Sheehan