"Fast & Furious 7": Warum der Film Paul Walker gerecht wird

Hommage an den verstorbenen Action-Helden: 5 Gründe, ins Kino zu gehen

Paul Walker (2.v.r.) hat in Michelle Rodriguez begeistert an der Seite von Vin Diesel. Der Film wurde zur Hommage an Paul Walker. Halsbrecherische Stunts: Paul Walker in Brilliert als Ober-Bösewicht: Jason Statham Da bleibt selbst dem Action-Muffel das Herz stehen: Paul Walker baumelt am Abgrund. Mit Autos aus dem Flugzeug düsen ... Kein Ding bei

Er war der Sympathieträger der Rennstreifen "The Fast and the Furious", doch im November 2013 kam Paul Walker ums Leben. Mit nur 40 Jahren. Ausgerechnet bei einem Autounfall. Am 1. April kommt nun der lang erwartete siebte Teil der Action-Reihe ins Kino. Ob und wie Walkers Tod darin spürbar wird, verraten wir euch vorab. Unsere Filmkritik:

"Paul hätte selbst gewollt, dass wir den Film beenden"

Die Dreharbeiten zu "Fast & Furious 7" waren zum Zeitpunkt des Horror-Crashs in vollem Gange. Der Tod des stillen Helden stellte das Produzententeam vor enorme Herausforderungen. Kann es noch weitergehen - und wenn ja, wie? Produzent Neal Moritz erinnert sich so:

Als unser guter Freund und Kollege Paul so unerwartet aus dem Leben gerissen wurde, sprachen wir lange darüber, die Dreharbeiten abzubrechen und den Film niemals fertigzustellen. Doch nach einiger Zeit wurde uns klar: Paul selbst hätte gewollt, dass wir den Film beenden.

Schließlich wurde entschieden: Ja, Teil 7 wird anlaufen. Der Filmstart wurde verschoben, und Bruder Cody und Caleb wurde angeheuert, um die Leerstelle, die Walkers Tod hinterlassen hatte, als Body-Double zu füllen.

Ab morgen, 1. April, ist das Resultat für jedermann zu sehen. Wir haben den letzten Auftritt Paul Walkers angeschaut und nennen 5 Gründe, ins Kino zu gehen.

1. Zu keinem Zeitpunkt merkt der Zuschauer, dass Walker ersetzt wurde

Man kennt das aus Serien und Soaps - ein bestimmter Darsteller verlässt den Cast und wird durch einen neuen Schauspieler ersetzt. Resultat: Man fühlt sich veräppelt. Mit dem mulmigen Gefühl, das könnte uns auch in "Fast & Furious 7" passieren, lassen wir uns in die Kinosessel fallen. Und trauen unseren Augen kaum: Dass Paul Walker während der Dreharbeiten starb, merkt der Zuschauer zu keinem Zeitpunkt. Dem Filmteam um Regisseur James Wan ("Saw") ist dank aufwändiger Technik ganze Arbeit gelungen. Chapeau!

2. Die Schauspieler

Wer Michelle Rodriguez bislang eher für ihre Affären mit Cara Delevingne oder Zac Efron kannte, lernt sie von einer neuen Seite kennen. Die kann ja echt was! Jason Statham brilliert als Ober-Bösewicht, Dwayne Johnson und Vin Diesel lassen krass die Muskeln spielen (du meine Güte!) und Kurt Russell überrascht in einer ungewohnten Rolle. Top!

3. Ein packender Film - mit wahnwitzigen Action-Sequenzen

Okay, vielleicht gewinnt "Fast & Furious 7" keinen Oscar für den besten Film, wie jüngst Hauptdarsteller Vin Diesel orakelte. "Was die Welt nicht ahnt, ist, wie kraftvoll und emotional der Film ist. Wir haben es geschafft, die Action-Szenen noch zu überbieten", ergänzte er im "Variety"-Magazin. Womit wir ihm absolut recht geben können. Zwar kann das Gerase und Geballere zuweilen etwas zu viel werden, doch einige Szenen sind wahre Ereignisse für Action-Fans. Etwa wenn sich fünf Autos mal eben aus einem Flugzeug fallen lassen oder Walker wahre Kunststücke an einem am Abgrund baumelnden Bus vollführt. Dazu bleibt der Film 140 Minuten lang durchweg spannend, was auch an der rasanten Erzählweise liegt.

4. Auch Action-Muffel kommen auf ihre Kosten

Hmmm, ja, wir geben's zu: Wir sind ziemliche Action-Muffel. Aber selbst uns kann man mit so manchem Special Effect oder Showdown bei "Fast & Furious 7" ein kleines bisschen beeindrucken. Herrje, wie haben die das denn gemacht!?, fragt man sich und kaut das Popcorn noch etwas schneller. Und wie krass ist das denn, als Dwayne Johnson seinen Armgips mit purer Muskelanspannung platzen lässt? Eben. Zum Glück gibt's dann auch mal Verschnaufpausen und die ganz großen Gefühle. Denn wie "Dom Toretto" (Vin Diesel) so schön klarstellt: "Ich habe keine Freunde - ich habe Familie."

5. Eine gelungene Hommage an Paul Walker

Zu dieser Familie gehörte auch Walker. In "Fast & Furious 7" ist seine Rolle zum Familienmenschen geworden, dem "das Geballer fehlt". Wir merken beim Zuschauen, wie sehr Walker jetzt fehlt. Er ist der Sympathieträger durch und durch, die Identifikationsfigur der Reihe. Umso dankbarer kann man sein, dass der Film ohne merkbaren Bruch vollendet werden konnte.
ACHTUNG, SPOILER! Die Schlussszene ist auf symbolische Weise Walker gewidmet und höchst ergreifend. "Für Paul" heißt es anschließend - und ein Zusammenschnitt aus Walkers "Fast & Furious"-Auftritten folgt. Eine gelungene und rührende Hommage.

"Er hat uns von oben beobachtet"

Neal Moritz bringt es auf den Punkt:

Ich muss wirklich sagen: Er hat uns dabei von oben beobachtet. Aufgrund von nicht verwendeten Aufnahmen aus den früheren Filmen und unter Einsatz neuer Techniken konnten wir den Film in Pauls Sinne fertigstellen und so ein perfektes Vermächtnis für seine bekannteste Kinorolle schaffen.

Seht hier den Trailer:

Schaut ihr euch "Fast & Furious 7" im Kino an?

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