Fitnesstrend: Ist Faszientraining ein Cellulite-Killer?

Auf die Rolle, fertig, los!

US-Stars schwören drauf: Faszientraining! Diese Selbstmassage soll Verspannungen lösen, die Durchblutung anregen und damit unschöne Dellen bekämpfen. Doch hält der neue Trend, was er verspricht?

Was sind Faszien?

Das ist die Verpackungshülle der Organe. Faszien durchziehen wie ein elastisches, scherengitterartiges Netz den Körper. Dabei haben sie mehr Nervenenden und Rezeptoren als z.B. Muskeln. Und man kann sie trainieren. Gerade Cellulitegeplagte profitieren davon.

Wieso soll man sie trainieren?

Weil wir Verspannungen lösen, Schmerzen lindern, Blockaden abbauen können. Die Übungen auf der Rolle verbessern das Zusammenspiel zwischen Faszien und Muskeln, was die Bewegungen geschmeidiger macht. Außerdem entspannt das Training, auch wenn der Druck auf die verspannten Stellen anfangs noch schmerzhaft ist. In kurzer Zeit durchbluten die Zellen besser, unschöne Dellen werden weniger.

Ganz verschwinden sie aber nicht, wie US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow, 42, behauptet - doch das Training auf der Rolle (z.B. Blackroll, 29,90 Euro im Handel oder Internet) bewirkt, dass das Gewebe entschlackt.

Wie funktioniert es?

Um einen Effekt zu spüren, sollte man drei- bis viermal pro Woche ca. 15 Minuten trainieren. Einfach auf den Boden legen und mit dem ganzen Körper abschnittsweise über die Rolle gleiten - was anfangs gar nicht so leicht ist, wie es klingt. Viele Fitnesstrainer bieten Kurse an, z.B.  in Kombination mit Pilates, ab 15 Euro pro Stunde. Neu: Jetzt gibt es eine Faszienrolle mit Motor - für die ganz Faulen Unter uns.

Wer profitiert davon?

Alle: Jung und Alt, egal ob Sportler oder nicht. Gerade völlig Untrainierte erzielen schnell erste Erfolge.

Was kostet der Spaß?

Wer sich eine Blackroll zulegt, bekommt auch eine Übungs-DVD mitgeschickt. Sie beinhaltet Kräftigungsübungen für das Home-Training.