"Frau Müller muss weg"-Darsteller Ken Duken: "Ich mochte die Schule nicht"

Das wünscht der Schauspieler Sohn Viggo für seine Schulzeit

Bekennender Schulmuffel: Ken Duken spielt mit Filmen wie Der gefeierter Emmy-Preisträger ist derzeit mit Sönke Wortmanns Streifen Neben Mina Tander und Ken Duken wirken außerdem Justus von Dohnányi, Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW), Anke Engelke, Gabriela Maria Schmeide, Alwara Höfels und Regisseur Sönke Wortmann mit (von links).

  Voller Körpereinsatz für die lieben Kleinen: In

Lange Sommerferien, viele Pausen und ständig die besten Freunde um sich - so turbulent die Schulzeit auch gewesen sein mag, die meisten erinnern sich doch gerne an sie zurück. Nicht so Ken Duken, 35. Der Schauspieler, der gerade mit dem Streifen "Frau Müller muss weg" in den deutschen Kinos zu bewundern ist, war kein motivierter Schüler. Warum das so war und welche Gründe er dafür sieht, erklärte uns der sympathische Heidelberger im exklusiven Interview.

"Schule war für mich reine Zeitverschwendung"

Wie hast du deine Schulzeit erlebt?

"Oh! (lacht) Mir stehen immer noch die Haare zu Berge, wenn ich eine Klasse mit ihrer Tafel und den Holzstühlen von innen sehe. Ich war nie der Mensch, der gerne in der Schule war."

Warum, lag es an den Klassenkameraden?

"Nee, ich mochte die Schule einfach nicht. Ich erinnere mich noch: Nach dem ersten Schultag haben meine Eltern mich gefragt, wie es war und ich habe geantwortet: 'Keine Ahnung, aber wir sind nicht fertig geworden. Ich muss morgen noch mal hin' (schmunzelt). Schule war für mich reine Zeitverschwendung. Notentechnisch habe ich habe ich mich so durchgemogelt. Vielleicht lag meine Unlust aber auch daran, dass ich sehr früh "Club der toten Dichter" gesehen habe. Danach habe ich mich gefragt: 'Wo gibt es solche Lehrer, die so auf die Kinder eingehen?"

"Der gesellschaftliche Druck ist einfach so groß"

Denkst du dabei auch schon an deinen eigenen fünfjährigen Sohn Viggo, der ja auch bald eingeschult wird?

"Ja, denn in diesem Alter sind Kinder wie Schwämme, sie wollen alles in sich aufsaugen, wollen alles wissen. Und wenn man sich dann in den Klassenzimmern umsieht, sieht man – um bei diesem Sinnbild zu bleiben – so viele vertrocknete und gelangweilte Schwämme. Da frag ich mich, wie man das schafft."

Woran glaubst du, liegt das?

"Am System! Der Erfolgsdruck ist viel größer als früher – Eltern denken, dass sich die komplette Zukunft ihrer Kinder im Alter von zehn schon entscheidet. Die Diskussionen fangen ja teilweise schon auf dem Spielplatz an. Da brüsten sich die Eltern mit all den vermeintlichen Fähigkeiten, die ihr Kind hat. Der gesellschaftliche Druck ist aber auch einfach so groß."

Ken, vielen Dank für das nette Gespräch!

Erfahrt im Video, was Ken Duken seinem kleinen Sohn wünscht und warum er ihm das Schauspielern nicht empfehlen würde...

Könnt ihr euch Ken Dukens Meinung anschließen?

%
0
%
0