"GNTM" 2015: So verlief die Evakuierung nach der Bombendrohung

OK! sprach mit einem Produktionsmitarbeiter über das abgebrochene Finale

Nach der Bombendrohung bei Dramatisches Die Jury um Heidi Klum wurde zuerst evakuiert. Am 28. Mai wird das neue Finale ausgestrahlt - diesmal nicht live. Heidi Klum brachte sofort ihre Tochter Leni in Sicherheit.

So langsam erholen sich alle von dem Schock, dass am Donnerstagabend, 14. Mai, das lang ersehnte „Germany’s next Topmodel“-Finale wegen einer Bombendrohung abgebrochen werden musste. Doch im Netz überschlagen sich die Spekulationen zum "GNTM"-Debakel. Ging der Droh-Anruf auf dem Handy eines Jurors ein? Erlitten Anuthida und Joop einen Schwächeanfall? Ist Heidi schreiend hinter die Bühne gestürmt? OK! sprach exklusiv mit einem Produktionsmitarbeiter. Hier sein Protokoll:

Was für die Zuschauer zunächst nicht ersichtlich war, war die Anweisung, die Heidi Klum über ihr Ohr-Mikro bekam. Sie solle eine weitere Werbepause ansagen und direkt in ihre Garderobe kommen. „Der Grund wurde ihnen noch nicht genannt. Es gab nur die klare Ansage, langsam zu gehen“, so der Insider.

"Der Abgang verlief ruhig"

Dass Heidi Klum schreiend hinter die Bühne gestürmt sei, scheint daher eine Übertreibung. Trotzdem galt Heidis erster Gedanke natürlich ihrer Tochter. Der Produktions-Insider erzählt, sie habe nach ihrer Mutter Erna gerufen, „aber der Abgang verlief ruhig“.

Doch wie ging die Bombendrohung eigentlich in der SAP-Halle ein, fragen sich viele.

Der Telefon-Anruf war 30 Sekunden zuvor bei der Produktion eingegangen. Die Frauenstimme in der Leitung drohte, wenn die Siegerin gekürt werde, würde eine Bombe hoch gehen,

so schildert der Produktionsmitarbeiter den Ablauf. Demnach habe sich das ganze Team und alle Mitarbeiter der Show an einen vorgegebenen Eskalationsplan gehalten: „Die Regie hat aus dem Übertragungswagen das Szenario beobachtet und das Kamerateam zog sich zurück“. In der Zwischenzeit beriet sich der Krisenstab.

Krisenstab beriet sich über weiteres Vorgehen

Der Senderchef, der Polizeipräsident und der Oberbürgermeister von Mannheim, der sich zum Zeitpunkt der Drohung auch im Saal befand, sowie Spezialeinsatzkräfte der Polizei und der oberste Sicherheitsleiter. So schnell wie möglich sollte eine Entscheidung über den weiteren Verlauf des „GNTM“-Finales getroffen werden – Abbruch oder Fortsetzung?

Verdächtige wurden befragt

Aufgrund der erhöhten Wachsamkeit wurden weitere Verdächtige ausgemacht. Ein Mann, der sich bedrohlich Jorge Gonzalez näherte und ein weiterer, der in einer Dreier-Gruppe im Publikum gesessen hatte und schon längere Zeit nicht mehr an seinem Platz war.

Letzterer habe eine Weste mit diversen heraushängenden Kabeln getragen und sei deswegen auffällig geworden. Beide seien vorerst in Gewahrsam genommen worden, doch bei der späteren Überprüfung stellten sie sich als unbeteiligt heraus und durften gehen. „Der eine hatte sich wohl aus Fan-Liebe aggressiv verhalten, der andere unerlaubtes Foto-Equipment bei sich geführt“, erklärt der Insider.

Kein Risiko eingehen

Letzten Endes wurde, wie wir alle wissen, das Finale abgebrochen. „Wegen der unüberschaubaren Faktoren“ wurde es für sicherer empfunden, „das Risiko einer Fortsetzung nicht einzugehen“. Die Entscheidungsgewalt darüber hatte letztlich der Security-Chef.

Dass sich die Evakuierung dennoch – zumindest nach dem Empfinden vieler Beteiligter – herausgezögert hat, sei durch die klaren Vorgaben zu erklären, die eine Massenpanik verhindern sollen. „Erst mussten alle Sicherheitskräfte informiert werden, weil einige von ihnen die letzten waren, die in der Halle bleiben sollten. Einer davon hat anscheinend in der Aufregung die Information preisgegeben, dass es sich um ein mögliches Attentat handelte“, verrät der Produktionsmitarbeiter.

Da am Ende alles nochmal gut gegangen ist und keiner verletzt wurde, scheinen alle Beteiligten einen guten Job gemacht zu haben. Das Finale wird, wie ProSieben mittlerweile verkündet hat, am 28. Mai nachgeholt. Allerdings wird es nicht live übertragen, sondern im Vorhinein aufgezeichnet.