"Got to Dance"-Anton Zetterholm: "Vielleicht bin ich einfach zu nett…"

So tickt das Jury-Mitglied aus der Castingshow

Nach dem Finnen Samu Haber gibt es ein weiteres sexy Nordlicht im deutschen TV: Anton Zetterhom, 29, ist das neue Jury-Mitglied bei "Got to Dance" (Donnerstags, 20.15 Uhr ProSieben). Wie tickt der süße Schwede, der vor ein paar Jahren selber ein Castingstar war ("Ich Tarzan, Du Jane"), und der gerade der Frauenschwarm schlechthin ist? OK! traf ihn zum Interview…

"Ich kann nicht 'Nein' sagen"

Erstmal Glückwunsch zu Deinem Job als "Got To Dance“-Juror…
Vielen Dank! Es ist super, mal auf der anderen Seite zu sitzen. Ich stehe auch auf der Bühne und weiß, wie es ist ein ‚Ja' oder ‚Nein' zu kriegen und nervös zu sein. Ich lerne gerade so viel. Das macht so Spaß…
 
Du bist ja selber ein Casting-Star gewesen…
Ja, ich weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Man muss erstmal hinfliegen, sich ein Hotel buchen - es steckt einfach so viel Mühe dahinter, die man beim Casting an sich, in den drei Minuten Fernsehzeit nicht sieht.

Fällt es Dir generell schwer, ‚Nein‘ zu sagen..
Ja, auf jeden Fall. Wirklich, ich kann nicht ‚Nein‘ sagen. Es ist gut, dass ich ein Management habe, das so etwas für mich übernimmt. Vielleicht bin ich da einfach zu nett, ich muss lernen, 'Nein' zu sagen. Wenn mich jemand fragt, ob ich morgen auf seiner Hochzeit singen kann, kann ich das schwer ablehnen. Obwohl ich eigentlich keine Zeit oder keine Lust habe, sage ich dann trotzdem zu, weil ich den anderen nicht enttäuschen möchte. Und weil ich sehr hilfsbereit bin...

"Meine Kindheit war wie in einem Astrid-Lindgren-Film"

Wie war denn Deine Kindheit in Schweden?
Oh, das war wie in einem Astrid-Lindgren-Film. Also im Ernst, ich und meine Schwester hatten eine ganz tolle Kindheit. Wir sind in einem kleinen Ort aufgewachsen und konnten im Wald spielen. Meine Eltern haben sich, als ich jung war, getrennt. Da war ich fünf Jahre alt. Für viele Kinder ist das hart. Aber meine Eltern haben das ganz toll gemacht. Sie haben weiter Haus an Haus gewohnt und sich gut verstanden, so das mir weder Mama noch Papa gefehlt hat. Da habe ich größten Respekt vor meinen Eltern, dass sie das hinbekommen haben. Auch heute klappt das wunderbar: Beide haben neue Partner und wir feiern zusammen Geburtstage, Weihnachten und jetzt kommen sie mich bei einem Konzert besuchen.

Gibt es auch eine schüchterne Seite bei Dir?
Doch auf jeden Fall… Wenn ich nicht auf der Bühne stehe, dann bin ich das durchaus. Schüchtern und zurückhaltend. Ich mag es nicht, über mich zu reden… Ich hasse es geradezu, über meinen Job zu reden. Ich glaube, ich kriege genug Aufmerksamkeit, wenn ich arbeite. Privat halte ich mich zurück und möchte der ganz normale Anton von früher sein. Ich hoffe, man merkt mir das im Fernsehen auch an!
 
Was ist typisch schwedisch an Dir?
Ich bin sportlich und naturverbunden. Und ich habe eine Sache, die zwar schwedisch ist, aber bei der ich anders ticke. Die Schweden sind nicht offen, nur wenn man jemanden kennt. Sie würden nie jemand Fremdes auf der Straße, oder in einer Bar ansprechen. Wenn ich in Deutschland essen gehe, sagt man mir oft „Guten Appetit“, aber so etwas wäre zum Beispiel in Schweden undenkbar. Ich bin da aber sehr offen. Aber in mir stecken auch deutsche Wurzeln. Meine Cousine hat etwas unseren Stammbaum durchforstet und das im letzten Monat festgestellt.

"Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Deutschland zu leben"

Fühlst Du Dich wohl in Deutschland?
Ja! Ich lebe gerade zwar noch in London, aber ich kann mir gerade sehr gut vorstellen, hier in Deutschland zu leben. Es zieht mich hierher. Aber es war cool in London, auch wenn es schwierig war, Fuß zu fassen. Ich habe es im West-End geschafft. Darauf bin ich stolz!
 
Es gibt einige Fans, die sich ein Baby von Dir wünschen. Bist Du überhaupt schon bereit für die Vater-Rolle?
Also langsam werd ich auch älter. Und alle meine Freunde in Schweden, die „normale“ Job haben, die haben jetzt schon Kinder. Ich bin schon Patenonkel und es macht mir viel Spaß. Mal sehen, ich bin noch jung und ich wohne noch überall aus meinen drei Koffern. Ich brauche, um eine Familie zu gründen, erstmal eine feste Heimat und ein schönes Haus.
 
Und wie sieht es mit dem Heiraten aus? Du bist ja mit der Opern-Sängerin Harriet Jones zusammen…
Ja, und zwar sehr glücklich. Oh, aber mit dem Heiraten mal sehen, ich glaube, das dauert auch noch ein bisschen.