Guido Maria Kretschmer: „Franks Küsse schmecken nach Leben”

Der Star-Designer über seine große Liebe, sein Leben als Promi und den Magerwahn im Modelbusiness

Star-Designer Guido Maria Kretschmer, 50, hat das intimste Interview seines Lebens dem Magazin IN gegeben. Im Gespräch schwärmt er von seiner Lebensliebe Frank, 60: „Mein Traum wäre es, das nächste Mal wie Frank auf die Welt zurückzukommen. Er ist mein großes Vorbild. Das sage ich ihm 30 Mal in der Woche.”

Der Mode-Macher verrät sogar, wie die Küsse seines Mannes schmecken: „Nach Leben. Nach gutem Leben. Nach Beständigkeit.” Seit genau 30 Jahren sind die beiden ein Paar:

Wir haben uns immer im Arm, wir sind immer zusammen. Ich weiß gar nicht, wie das noch immer so schön sein kann. Wir werden gerade zusammen etwas älter und verändern uns, aber wir haben nichts von der Intensität und der Nähe verloren.

Frank ist mein großes Glück!

Was Frank ausmacht? „Er passt auf mich auf und ich auf ihn. Frank ist mein großes Glück. Er hat alles, was man sich wünscht. Er ist gescheit und warmherzig. Er ist ruhig, wenn ich hektisch werde.”

Über die zehn Jahres Altersunterschied sagt Kretschmer: „60 finde ich nicht schlimm, aber ich finde es manchmal traurig. Weil wir nicht mehr ewig Zeit zusammen haben. Aber Frank ist fit wie ein Turnschuh. Und wenn er mit seinen Klamotten manchmal ums Eck kommt, denke ich: Was ist der süß! Aber 60 ist 60. Wir haben uns vorgenommen, dass wir auch die Lebensphase, die kommt, zusammen meistern.

„In den Supermarkt gehe nicht mehr!"

Über sein Leben als Star-Designer äußert der 50-Jährige: „Ich lebe sehr zurückgezogen.” In den Supermarkt „gehe ich nicht mehr. Ich kann auch nicht mit dem Zug fahren und am Bahnhof zehn Minuten warten. Da wäre ich abends fertig, hätte 12.000 Handy-Fotos gemacht…” Er nennt auch weitere Einschränkungen: „Manchmal gehe ich lieber nicht essen, weil ich sehe, dass da viele Leute sind. Und an der Tankstelle, wenn gerade ein Bus einbiegt, pinkle ich eher hinter dem Häuschen und gehe nicht auf die Toilette.”

„Italien macht die Mädchen krank!"

Guido Maria Kretschmer spricht auch über den Mager-Wahn im Model-Business:

Auf der Fashion Week gab es leider wieder sehr viele ganz dürre Models. Einem Mädchen habe ich versprochen, dass ich sie nächstes Jahr buche – wenn sie bis dahin ein paar Kilo drauf hat. Sie war mir viel zu dünn, sie muss essen.

Hungerhaken will er niemals engagieren: „Als Designer muss man eher Stop sagen. So was würde ich nie unterstützen. Besonders extrem ist das bei den Schauen in Mailand. Diese irre dürren Dinger bei Missoni und Gucci. Ich bin der Überzeugung, Italien macht die Mädchen krank.

Das ganze Interview gibt es ab Donnerstag, 6. August 2015, in der neuen IN.