Hat Prinz Andrew eine Minderjährige sexuell missbraucht?

Schwere Vorwürfe gegen britischen Royal im Epstein-Prozess

Bahnt sich etwa ein folgenschwerer Missbrauchs-Skandal im britischen Königshaus an?     Im Rahmen zu einem Prozess gegen US-Investment-Banker Jeffrey Epstein, 61, sind nun schwerwiegende Vorwürfe gegen Prinz Andrew, 54, erhoben worden. Die Anschuldigung, die im Raum steht: Der jüngere Bruder von Prinz Charles, 66, soll eine Minderjährige zum Sex gezwungen haben. 

Mehrfacher Missbrauch einer 17-Jährigen?

Bisher handelt es sich nur um unbewiesene Anschuldigungen, doch alleine die Vermutung wiegt schwer: Hat sich Prinz Andrew in den Jahren zwischen 1999 und 2002 an einer 17-Jährigen vergangenen? Diese Vorwürfe erhebt nun eine "Jane Doe #3" genannte Klägerin im Prozess gegen US-Investment-Banker Jeffrey Epstein. Sie wirft ihm vor, sie in dem besagten Zeitraum mehrfach sexuell missbraucht zu haben, sie als "Sexsklavin" gehalten haben. Außerdem soll er sie an andere mächtige Männer vermietet haben, so berichtet der englische "Guardian". 

In den Gerichtsakten stünde auch der Name des britischen Royals, der die damals 17-Jährige mehrfach zum Sex genötigt haben soll. Laut der Klage von "Jane Doe #3" habe Epstein ihr befohlen, "dem Prinz zu geben, wonach er verlangte, und ihm die Einzelheiten dieses sexuellen Missbrauchs zu berichten". Die Übergriffe sollen in London, New York und auf f einer privaten Insel in der Karibik stattgefunden haben. 

Königshaus weist Anschuldigungen entschieden zurück

Der Buckingham Palast reagierte prompt auf die neuesten Anschuldigungen und erklärte "jegliche Andeutung, wonach unzügliche Handlungen mit einer Minderjährigen begangen wurden" als "kategorisch falsch". Einen Kommentar zu den Details wolle man hingegen nicht geben, da Prinz Andrew keine Partei in dem Prozess sei, sagte eine Sprecherin des Königshauses.

Der schwerreiche Jeffrey Epstein war bereits 2008 wegen der Verführung einer Minderjährigen zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Auch Prinz Andrew hatte bereits die Konsequenzen wegen seiner fragwürdigen Verbindung zu Epstein zu spüren bekommen. 2011 verlor er seinen Posten als Sonderbeauftragter der britischen Regierung für den Außenhandel. 2007 wurde er mit den Vorwürfen konfrontiert, ein Anwesen zu einem überhöhten preis an einen kasachischen Milliardär verkauft zu haben.