Karl Lagerfeld: „Ich muss meine Vergangenheit nicht beachten“

Der Modezar braucht seine Freiheit

Karl Lagerfeld (81) braucht für seine Entwürfe keine Inspiration aus der Vergangenheit. Obwohl er Kreativchef beim französischen Traditionsunternehmen Chanel und bei Fendi ist, würde ein Blick in die Archive nicht in Frage kommen. Viel eher zählt der Modeschöpfer auf kreative Freiheit, wie er im Gespräch mit „Vogue“ verriet.

Blick in die Zukunft

„Mein Leben und mein Job ist es, mich selbst zu vergessen. Wollen Sie etwa, dass ich meine Inspiration in meiner Vergangenheit suche? Nein! Ich muss meine Vergangenheit nicht beachten. Ich möchte auch nicht beachten, wer in der Vergangenheit Erfolg hatte. So denke ich nicht“, erklärte Lagerfeld.

"Ich möchte frei sein"

„Ich brauche die Idee der Freiheit - dass ich alles verlassen kann, wann immer ich das möchte, weil es für einen Designer etwas sehr Schlechtes ist, in einem Elfenbeinturm zu stecken. Ich habe das 'Karl Lagerfeld'-Unternehmen begonnen, weil ich meinen eigenen Namen hinter einer Marke stehen haben wollte und ich hatte genug von dem 'Chloé'-Management. Aber ich wollte nie ein eigenes Unternehmen haben, weil ich die Verantwortung nie wollte. Ich möchte frei sein“, so der Designer weiter.  

Sich zur Ruhe zu setzen kommt für ihn auch mit 81 Jahren nicht in Frage und auch vom Rumsitzen halte er nicht viel.

Es ist eine sehr gesunde Sache, ein temporeiches Arbeitsleben zu führen. Ideen kommen, wenn man arbeitet. Ich glaube nicht daran, herum zu sitzen und auf Input zu warten.