Kesha klagt Produzent Dr. Luke des sexuellen Missbrauchs an

Der Musiker soll sie seit ihrem 18. Lebensjahr verbal und körperlich misshandelt haben

Schwere Anschuldigungen von Pop-Sängerin Ke$ha gegen ihren Produzenten Dr. Luke: Medienberichten zufolge soll die Musikerin den 41-Jährigen des verbalen, körperlichen und sexuellen Missbrauchs beschuldigen. 

Aus der Gerichtsakte, die dem Online-Portal "Tmz" vorliegt, soll hervorgehen, dass Ke$ha ihrem ehemaligen Produzenten vorwirft, sie seit ihrem 18. Lebensjahr sexuell belästigt zu haben. Des Weiteren, so klagt sie weiter an, habe er sie aufgefordert, Alkohol und Drogen zu konsumieren, um ihren Widerwillen zu verlieren. 

Drogen, um sie gefügig zu machen?

In einem konkreten Fall soll er sie aufgefordert haben, Kokain zu schnupfen, bevor sie zusammen in ein Flugzeug stiegen, wo er sich auf sie gestürzt haben soll, während sie unter Drogen stand. In einem anderen Fall soll er ihr "saubere Pillen", wie er sie nannte, verabreicht haben. Ke$ha berichtet, sie sei am folgenden Nachmittag mit Schmerzen, nackt und krank in seinem Bett aufgewacht - ohne Erinnerung daran, wie sie dort hingekommen war. 

"Weder sonderlich hübsch noch talentiert"

Außerdem soll Dr. Luke seinen eigentlichen Schützling über Jahre hinweg verbal beleidigt haben, sie als "weder sonderlich hübsch noch talenetiert" bezeichnet haben, die sich glücklich schätzen könne, einen Produzenten wie ihn gefunden zu haben. Ke$ha macht ihn außerdem für ihre Essstörung verantwortlich, wegen der sie sich Ende 2013 in therapeutische Behandlung begab. Mit der Klage will die Sängerin nun erreichen, ihren noch bestehenden Produzentenvertrag aufzulösen. 

Ke$ha will aus dem bestehenden Vertrag 

"Die Klage ist der ernsthafte Versuch, die Kontrolle über ihre Musikkarriere und ihre persönliche Freiheit zurückzuerlangen, nachdem sie zehn Jahre lang als Opfer von mentaler Manipulation, emotionalem Missbrauch und sexuellen Übergriffen durch Dr. Luke gelitten hat", so Ke$has Anwalt Mark Geragos gegenüber "Tmz". Dr. Luke hat sich bisher nicht zu den Anschuldigungen geäußert.