Acht Tipps für mehr Produktivität im Büro

Unternehmercoaching

Es ist das erklärte Ziel eines jeden Unternehmens – egal ob im Showbusiness oder nicht: Erfolg haben. Doch wie funktioniert das eigentlich? Menschen sind dazu nötig. Mitarbeiter, die produktiv und aktiv zu Werke schreiten. Acht Tipps, wie sich diese Produktivität vergleichsweise unkonventionell steigern lässt, verrät dieser Beitrag.

1. Weniger arbeiten, optimiert das Produktivitätslevel

Es ist eine These, die auf den ersten Blick wahrlich unbegreiflich erscheint, allerdings ist sie sogar wissenschaftlich bestätigt worden. An der renommierten Stanford Universität gab es im Jahr 2014 eine Studie, die empirisch belegen konnte, dass ab einer 50-Stunden-Woche die Produktivität in den Keller sinkt. Der Grund dafür liegt in Psyche und Körper des Menschen. Unternehmen sollten akribisch genau darauf achten, dass ihre Mitarbeiter keine Überstunden machen. Vielleicht sind sie einmal nötig, um eine Deadline zu halten. Zur Regel werden dürfen sie allerdings niemals.

2. Ein Positionswechsel hilft

Natürlich geht es bei diesem Tipp nicht darum, eine hierarchische Struktur im Unternehmen über den Haufen zu werfen, sondern darum, den Körper vom Schreibtischstuhl zu erheben. Das wirkt sich nämlich positiv auf die Produktivität aus. Laut Business Insider sind Mitarbeiter, die stehend ihre Arbeit verrichten, um zehn Prozent produktiver als die sitzenden Kollegen. Tipp für den Unternehmer: Das passende Equipment, sogenannte Sitz-Steh-Schreibtische, erlauben beide Arbeitspositionen.

3. Konzentration steigern

Wer viel Zeit unter größter Anspannung und Konzentration verbringt, der neigt zu Kopfschmerzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Richtwerte zum Wasserkonsum aus, die so ausfallen:

• 2800 Milliliter pro Tag soll die Gruppe der 15- bis 19-Jährigen an Flüssigkeit aufnehmen. 

• 2700 Milliliter pro Tag soll die Gruppe der 19- bis 25-Jährigen an Flüssigkeit aufnehmen.

• 2600 Milliliter pro Tag soll die Gruppe der 25- bis 51-Jährigen an Flüssigkeit aufnehmen.

• 2250 Milliliter pro Tag soll die Gruppe der 51- bis 65-Jährigen an Flüssigkeit aufnehmen.

Einen weiteren Konzentrationskick liefern die Wachmacher aus dem Kaffeevollautomat. Tipp an die Unternehmer: Wer seine Mitarbeiter mit kostenfreiem Wasser und Kaffee verwöhnt, wird mit konzentrierten Mitarbeitern belohnt. Auch Stars wie Leonardo DiCaprio schwören auf den Wachmacher. Der Schauspieler kreiert sogar seine eigene Mischung.

4. Bye, bye Mr. Perfect

Ein zu ausgeprägter Perfektionismus ist schädlich bzw. hemmt eben dieser die Produktivität eines Mitarbeiters. Der Drang dazu, seine Arbeit sehr gut zu machen, ist legitim und erfreut auch jedes Unternehmerherz. Allerdings gilt es für die Belegschaft auch zu lernen, wann etwas „gut genug“ ist. Tipp: Seminare und Workshops können dabei helfen, hier wieder das Maß an Perfektionismus zurechtzurücken.

5. Pausen sind Pflicht

Tipp 1 beinhaltete bereits den empirischen Beleg dafür, dass ein Übermaß an Arbeit sich nicht positiv auf die Produktivität im Betrieb auswirkt. Das bekommen nicht nur diejenigen zu spüren, die regelmäßig viele Überstunden machen, sondern auch diejenigen, die auf Pausen verzichten. Pausen sind da, um eingehalten zu werden. Dabei ist es weniger wichtig, wie die Pause inhaltlich gestaltet ist, sondern vielmehr, dass sie stattfindet: Ein Spaziergang, ein Mittagssnack fernab vom eigenen Arbeitsplatz oder sogar Power-Napping sind gute Ideen, um der Produktivität über die Mittagszeit einen neuen Kick zu geben. Eine schrittweise Anleitung, wie Power-Napping in der Praxis funktioniert, hält dieses Online-Magazin rund ums Thema Schlaf vor. Unternehmer könnten damit punkten, indem sie gemütliche Ecken im Betrieb vorhalten.


pixabay.com © RobinHiggins: Abbildung 2: Power-Napping will gelernt sein. Wie's funktioniert, verrät eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Was gegen Dauermüdigkeit hilft, die auch die Stars trifft, steht hier.

6. Aufräumen und Ausmisten – und das regelmäßig

Die meisten Büromitarbeiter räumen erst dann auf, wenn sie in den Urlaub gehen, wenn sie das Büro wechseln und ohnehin die Schränke ausräumen müssen oder dann, wenn sie das Unternehmen verlassen. Besser wäre es allerdings, wenn in regelmäßigen Abständen „reiner Tisch“ gemacht würde. Vielleicht hat der eine oder andere Geschäftsführer ja eine pfiffige Idee für eine Tidy-up-Challenge. Positiv auf die Produktivität auswirken, würde sich das kollektive Ausmisten in jedem Fall.

7. Sport belebt den Körper


pixabay.com © deb6686: Radfahren ist eine gute Gelegenheit, um Sport und Teambildung miteinander zu vereinen.

Die Angebote rund um das Thema Work-Life-Balance werden für Unternehmer immer wichtiger. Wer nichts dergleichen anbietet, der muss schnell um seine Mitarbeiter bangen. Um den Sport in die Arbeit zu integrieren, kann es ganz unterschiedliche Ansätze geben. 

• Die Radtour wirkt nicht nur als teambildende Maßnahme, sondern dient auch der sportlichen Ertüchtigung. Selbst der eine oder andere Star schwingt sich regelmäßig aufs Rad.

• Das regelmäßige Firmen-Jogging stärkt das Wir-Gefühl und pusht den Körper.

• Ein kleiner Sportraum bietet Mitarbeitern im Gedankentief die Chance, sich auszupowern und mit neuer Kreativität wieder durchzustarten.

8. Glücklich oder produktiv?

Dieser letzte Punkt bedingt eine Entscheidung, die jeder Unternehmer für sich selbst treffen muss. Zwei namhafte Forschungseinrichtungen in den USA fanden heraus, dass Teams, in denen Männer und Frauen gleichermaßen zusammenarbeiteten, produktiver in ihren Ergebnissen waren. Soweit so gut, allerdings gibt es an dieser Aussage auch einen Haken. In derselben Studie nämlich wurde klar, dass die Mitarbeiter in eben diesen Mixed-Teams deutlich unglücklicher waren. Welcher Ausweg aus dieser Zwickmühle führt, kann nur der Unternehmer selbst entscheiden.