Arbeiten in der Krise - Tipps und Tricks

Zwischen Kurzarbeit, Homeoffice und Co.

Das Coronavirus hat die Bevölkerung, das Leben der Menschen und die Wirtschaft voll im Griff. Seit über 365 Tagen sind die Menschen bereits durch das Virus und seine Auswirkungen betroffen. Wir hangeln uns von Lockdown zu Lockdown, so die allgemeine Einstellung der Menschen. Wer arbeiten kann, ist glücklich darüber, wer seinen Job aus Corona-Gründen verloren hat, ist weniger erfreut und hat häufig um seine Existenz zu bangen.

Für Unternehmen ist die aktuelle Lage, die sich immer mehr zuzuspitzen scheint, ebenso schwer. Kaum ein Wirtschaftsunternehmen kann auf lange Sicht diese Bürde meistern. Der erste Weg führt deswegen sehr viele Unternehmen und Mitarbeiter in die Kurzarbeit.

Was ist Kurzarbeit?

Wer mit dem Thema Kurzarbeit noch nicht in Berührung kam, wird als Erstes die Frage stellen, was man unter der Kurzarbeit versteht. Die Bezeichnung definiert bereits die Darstellung des Prozesses. Es handelt sich hierbei um die verkürzte Arbeit eines Betriebes. Von Kurzarbeit betroffen sind die Mitarbeiter, wobei nicht alle im Unternehmen vorhandenen Arbeitskräfte Kurzarbeit machen müssen.

Die Kurzarbeit kann also das gesamte Unternehmen betreffen oder nur einen Teil des Betriebes. Definiert wird außerdem, dass es sich beim Einführen der Kurzarbeit um eine vollständige Niederlegung der Arbeit handeln kann oder um die Verringerung der Arbeitszeit.

Hinweis: Die Kurzarbeit kann durch den Betrieb nicht einseitig angeordnet werden, sondern diese gesonderte Reglung muss von den Mitarbeitern abgesegnet werden.

Wer weniger Stunden arbeitet, bekommt weniger Lohn

Diese Aussage ist nur zum Teil richtig. Es stimmt, dass die Unternehmen weniger Lohn ausbezahlen müssen. Das heißt jedoch nicht, dass jeder Angestellte auf seinen vollen Lohn verzichten muss oder mit großen Einbußen zu rechnen ist. Durch das Kurzarbeitergeld, welches eine Leistung der Arbeitslosenversicherung darstellt, ist ein großer Teil des Verdienstausfalls gedeckt.

Konkret gesagt bezahlt die Agentur für Arbeit in Falle einer Kurzarbeit rund 60 % des Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit einem oder mehreren Kindern beträgt der Pauschalprozentsatz 67 %. Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei und kann für maximal 12 Monate gezahlt werden.

Wie lange kann eine Kurzarbeit anhalten?

Betriebe, die in Kurzarbeit gehen müssen, haben einige Auflagen durch die Arbeitsagentur und den damit verbundenen Gesetzen zu erfüllen. Betriebe können 12 Monate Kurzarbeitergeld beziehen, wobei diese Zeit unterbrochen werden kann. Demnach ist es nicht notwendig, die vollen 12 Monate an einem Stück auszuschöpfen.

Um Entlassungen während der Krise zu vermeiden und Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit zu gewähren, hat ein Beschluss diese Zeit verlängert. Ausgedehnt wurde die Kurzarbeiterzeit bis Ende 2021 auf 24 Monate. Welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind, das ist durch die Agentur für Arbeit zu erfragen.

Alternative zur Kurzarbeit: Das können Unternehmen tun

In der Krise seine Mitarbeiter zu führen und gleichzeitig das Wohl des Unternehmens zu erhalten, ist durchaus eine Herausforderung. Täglich kämpfen Unternehmen um ihr Überleben. Durch die Zuschüsse vom Staat sind kleine Kostenfaktoren abgedeckt, jedoch nicht die massiven Lohnkosten, die zahlreiche Großbetriebe besitzen.

Die Kurzarbeit scheint der erste Weg zu sein. Es gibt jedoch noch einen anderen lohnenswerten Lösungsansatz. Weiterbildung statt Kurzarbeit! Mit den Weiterbildungen in der Krise haben Unternehmen im mittelständischen und kleinen Wirtschaftssektor die Möglichkeit, viele Probleme zu umgehen.

Unternehmen erhalten von der Agentur für Arbeit Zuschüsse, um eine Weiterbildung zu ermöglichen. Dadurch erlangen Betriebe unterschiedliche Vorteile:

  1. Mitarbeiter können qualifiziert werden

  2. Angestellte fühlen sich im Unternehmen gut aufgehoben

  3. Sie umgehen die Kurzarbeit

  4. Unternehmen werden für Angestellte und neue Mitarbeiter attraktiver

  5. Unternehmen starten mit frisch geschulten Arbeitskräften nach der Krise

Hinweis: Kleinstunternehmen, also Betriebe mit maximal 10 Angestellten, können bis zu 75 % der Arbeitsentgelte und bis zu 100 % der Qualifizierungskosten erhalten.

Das Qualifizierungschancengesetz nutzen

Seit Anfang 2019 gibt es die Möglichkeit, sich durch das Qualifizierungschanchengesetz Beschäftigte bei der Weiterbildung zu fördern. Mit dieser Möglichkeit haben Beschäftigte die Chance, sich weiterzubilden, ohne die hohen Kosten zu tragen. Während einer Kurzarbeit, die vielleicht 100 % beträgt, ist es möglich, sich trotzdem sinnvoll weiterzubilden.

Die Unterstützung für Betriebe sieht dabei die Lohnkosten und die Weiterbildungskosten vor. Eine Beratung und eine Ermittlung des Bedarfs sind mit Sicherheit der erste Schritt aus der Kurzarbeit heraus. Von einer Weiterbildung profitiert nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch das Unternehmen.

Worauf achten junge Angestellte bei der Jobwahl in Coronazeiten

Corona betrifft nicht nur Unternehmen, die sich aktuell mit ihren Mitarbeitern in der Kurzarbeit befinden. Sondern die Krise zeigt, dass die Ansprüche der jungen Angestellten gleich bleiben. Was heißt das genau? Junge Erwachsene, die aktuell nach einem Arbeitsplatz suchen, haben auch während der Coronakrise die Ansprüche nicht verändert.

An erster Stelle steht nach wie vor der Verdienst, danach kommt die Sicherheit. Welche Weiterbildungen sich für Ihre Mitarbeiter lohnen, das können Sie an verschiedenen Stellen nachfragen. Sicherlich sind Angebote, welche sich mit der digitalen Arbeitswelt befassen, sehr sinnvoll.

Diese kann unter anderem auch durch Weiterbildungen gewährleistet werden. Erst an dritter Stelle kommt für die meisten jungen Mitarbeiter die Work-Life Balance.

Die Zukunft der Angestellten- wird jetzt alles Homeoffice

Die Krise ruft natürlich Veränderungen hervor. Unternehmen und auch Mitarbeiter müssen sich anpassen. Doch was genau heißt das für Sie und auch für alle anderen. Homeoffice ist bei vielen Mitarbeitern im Munde. Zahlreiche Unternehmen versuchen aus den Schutzmaßnahmen heraus die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen.

Eventuell ist das sogar die Zukunft. Einige Unternehmen könnten ihre Mitarbeiter auch nach der Krise noch zu Hause arbeiten lassen. Dazu eine passende Weiterbildung in der Organisation oder auch in der Digitalisierung angehängt und die Welt hat sich arbeitstechnisch verändert. Betriebe können von dieser Arbeitsweise profitieren, indem sie sich die Kosten für Bürogebäude sparen.

Fazit: Arbeiten in der Krise

Die Coronakrise hat uns unter anderem gezeigt, dass Menschen flexibel sein können. Vor allem was die Arbeitszeit und die Situation angeht. Leider mussten durch die Krise viele Unternehmen die Kurzarbeit annehmen. Eine Alternative sind Weiterbildungen in dieser Zeit, welche aktuell durch den Staat und die Agentur für Arbeit bezuschusst werden.

Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung können die Mitarbeiter auf die Zukunft vorbereiten. Sie als Unternehmen profitieren natürlich auch von den Weiterbildungen, denn ihr Mitarbeiter können geschult nach der Krise durchstarten.