Manche Frauen haben ihn, ohne es zu wissen: den Vaterkomplex, was im Englischen auch als "Daddy Issues" bezeichnet wird. Wer im Erwachsenenalter Probleme damit hat, eine langfristige Beziehung zu führen, könnte davon betroffen sein. Wir sagen dir, wie du den Vaterkomplex erkennst.
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Für Daddy Issues gibt es deutlich mehr Anzeichen, als nur eine Vorliebe für ältere Männer.
1. Ängstlich & Anhänglich
Kaum ist die erste Flitterwochenphase der Beziehung vorbei, verspürst du enorme Angst, dass dein Partner dich verlässt, betrügt, im Stich lässt oder verletzt. Du erwartest das Schlimmste, und das kann sich in Wut, Furcht und Frustration äußern. Das Problem: Die Angst vor der Einsamkeit macht dich anfälliger für eine Beziehung, in der du nicht gut behandelt wirst.
2. Sex als Liebesbeweis
Um dich begehrenswert zu fühlen, musst du viel Sex haben. Dabei geht es für dich nämlich um weit mehr als Befriedigung: Vielmehr gibt es dir ein Gefühl von Sicherheit und Bestätigung, denn dein Selbstwertgefühl hängt davon ab, dass dein Partner dich sexuell begehrt. So versuchst du (unbewusst), unerfüllte Sehnsüchte nach Liebe und Anerkennung auszugleichen.
3. Angst vor Verletzlichkeit
Wer von seinem Vater verletzt, vernachlässigt oder verlassen wurde, will sich davor schützen, derartige Erfahrungen wieder zu machen. Das macht dich defensiv, misstrauisch und verschlossen – eine tiefe Bindung bleibt dadurch aus.
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Vater-Töchter, Mutter-Söhne: Wege zur eigenen Identität aus Vater- und Mutterkomplexen
Oft bestimmen uns noch als Erwachsene festgefügte Beziehungsmuster aus unseren Erfahrungen mit Vater und Mutter...
Auch, wenn du dir auf den ersten Blick Männer aussuchst, die keinerlei Gemeinsamkeiten mit deinem Vater haben, ist meist das Gegenteil der Fall. Wer beispielsweise einen Alkoholiker als Vater hatte und nun Trinker meidet, kann trotzdem beim gleichen Problem landen: einem Mann, der nicht verfügbar ist, nur in anderer Form – zum Beispiel bei einem Workaholic.
5. Vertrauensprobleme
Wenn die Menschen, die einen lieben, beschützen und für einen sorgen sollen, dies nicht getan haben, färbt das auch auf andere Beziehungen ab. Solche Vertrauensprobleme können dann ebenfalls zu Unsicherheiten, übermäßiger Angst, dass dein Partner dich betrügt, Sexualproblemen oder Verschlossenheit führen.
6. Keine Grenzen
Es fällt dir wirklich schwer, „Nein“ zu sagen, wenn du etwas nicht tun möchtest, weil du so große Angst hast, deinen Partner zu verärgern oder zu verlieren. Das kann besonders gefährlich sein!
7. Vorliebe für ältere Männer
Du fühlst dich zu Partnern hingezogen, die deutlich älter sind als du. Typischerweise ist die ältere Person auch etablierter und verfügt über mehr Geld und Macht. Problem: Das macht dich als jüngere Frau anfällig dafür, kontrolliert zu werden.
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Die Vaterfalle: Die Macht der Väter über die Gefühle der Töchter
Im Verhältnis zum Vater, dem ersten Mann ihres Lebens, erlernen Töchter Gefühlsmuster…
Zusammen mit einem Psychologen lassen sich die alten seelischen Wunden aufarbeiten und Wege finden, den eigenen Charakter besser zu verstehen. Das geht am besten mit einer Verhaltenstherapie oder einer Psychoanalyse. Doch auch ein ruhiges Gespräch mit dem eigenen Vater kann bereits helfen.
Text aus der aktuellen OK! von Nathali Söhl
Mehr Tipps gibt es jeden Mittwoch neu am Kiosk.
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