Das sind die Freizeittrends 2020!

Angesagte Hobbys & Co.

Womit verbringen wir unsere Freizeit im Jahr 2020? Wie sieht unser Urlaub aus? Was ist uns in diesem Jahr besonders wichtig? Diesen und anderen Fragen geht das Zukunftsinstitut, einer der wichtigsten Think-Tanks der Trend- und Zukunftsforschung, nach. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, welche Trends unsere Gesellschaft in diesem Jahr beschäftigen und bewegen.

Nachhaltigkeit ist in der Freizeit angekommen

Nachhaltigkeit ist das Credo unserer Zeit: Umweltbewusstes Konsumieren, die Schonung vorhandener Ressourcen und eine umweltverträgliche Energieversorgung sind die Top-Themen 2020. Der Wunsch nach Nachhaltigkeit durchdringt jeden Lebensbereich. Auch in der Freizeit und im Tourismus findet das seinen Niederschlag.

Trend Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit ist „in“. Nicht nur, weil es sich bei Berufsanfängern gut im Lebenslauf macht. Die meisten Menschen haben das Bedürfnis, ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind beliebter als je zuvor:

  • 2015 waren in Deutschland 13,44 Millionen Menschen unentgeltlich im Einsatz.

  • 2019 sogar 15,98 Millionen.

Freiwillige engagieren sich in Sportvereinen, bei Hilfsorganisationen wie „Die Tafel“ und kirchlichen Einrichtungen. Privat bringen sie sich in der Nachbarschaftshilfe ein und unterstützen ältere Menschen beim Einkaufen, Putzen und bei der Gartenarbeit. Oder sie beteiligen sich an Hilfsaktionen von Rettungs- und Katastrophendiensten.

Hinter dem Engagement steht vor allem der Wunsch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit. Aber es geht auch darum, der Anonymität der Städte zu entkommen und sich Netzwerke zu schaffen. Je unpersönlicher unser Lebensumfeld wird, desto mehr wächst die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, nach Begegnungen mit anderen. Vor allem Senioren finden nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit in ehrenamtlicher Arbeit eine neue Aufgabe. Allerdings sind die Verbindlichkeit und das Gefühl der sozialen Verpflichtung in der Stadt weniger stark ausgeprägt als auf dem Land.

Trend Selbstversorgung

Ein weiterer Trend betrifft die Selbstversorgung. Wir leben in einer hoch technisierten Zeit. Dabei verlieren wir den Zugang zur Natur. Selbstversorgung bedeutet ein Stück Freiheit. Wer eigenen Strom erzeugt, ist nicht auf die Energieversorger angewiesen. Mit einem eigenen Gemüsegarten, Obstbäumen und Hühnern, ist es nicht mehr nötig, alle Lebensmittel im Supermarkt einzukaufen. Dieser Trend wird sich Experten zufolge 2020 verstärken.

Eigene Energieversorgung

Etliche Eigenheimbesitzer streben nach Unabhängigkeit von den Energieversorgern. Um den steigenden Strompreisen zu entgehen, installieren sie eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Im Keller steht der dazu gehörige Stromspeicher. Dieser sorgt dafür, dass stets genug Energie zur Verfügung steht. Dadurch verhindern Hauseigentümer, dass sie den selbst produzierten Strom für ein geringes Entgelt an die Energieversorger verkaufen und später Strom für teures Geld dazu kaufen müssen.

Über eine App behalten die Eigentümer die Energieerzeugung und ihren Verbrauch im Auge. Das zeigt: Selbstversorger verschließen sich nicht vor Technik und den Vorteilen der modernen Welt. Sie nutzen sie auf nachhaltige Weise. Branchen-Vertreter prophezeien einen Boom der Photovoltaik-Anlagen für 2020.

Urban Gardening und das Revival der Schrebergärten

In Zeiten, in denen eine Rückruf-Aktion der nächsten folgt, wächst der Wunsch nach gesunden, unbedenklichen Lebensmitteln. Der Anbau von Salat, Gemüse und Obst gewinnt in den Städten immer mehr an Bedeutung: Stadtbewohner bepflanzen Balkons, Innenhöfe, Dachterrassen oder Flachdächer. Dort gedeihen Pflanzen, Kräuter, Gemüse und Obst. Vielerorts wird der Nutzgarten zum Begegnungsraum von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Kulturen.

Gärtnern ist eine Möglichkeit, Natur direkt zu erleben. Gleichzeitig rücken die Menschen näher zusammen. Was bisher vor allem in ländlichen Gegenden möglich war, erobert Städte und Großstädte weltweit. Das Gärtnern entspannt und reduziert Stress und zählt mittlerweile zu unseren liebsten Hobbys. Selbst Kinder genießen es, sich in den Natur-Oasen der Stadt mit einzubringen: Samen auszusäen, Pflanzen zu pflegen, zu gießen und die Ergebnisse zu ernten.

Die Gartenarbeit an der frischen Luft ist fast meditativ, denn der Geist kann dabei bestens entspannen. Auch die Erfolgserlebnisse, wenn neue Samen keimen, die Beete blühen oder eigene frische Kräuter geerntet werden können, sind eine tolle Motivation. Nach und nach kann jeder Hobbygärtner sein Wissen erweitern und mit jeder Saison dazulernen. Das Internet hat dazu zahlreiche Informationen bereit, etwa über die richtigen Pflanz- und Schnittzeiten. So bekommt jeder mit etwas Erfahrung zu einem grünen Daumen.

Auch gesundes Essen bekommt dadurch einen neuen Stellenwert. Die selbstgezogene Tomate schmeckt anders als die aus dem Supermarkt. Urban Gardening ist Teil der Do-it-Yourself-Bewegung. Vor allem geht es bei diesem Trend 2020 ums Mitgestalten: gesundes Essen anbauen, die Städte grüner und lebenswerter machen.

Auch Schrebergärten gelten längst nicht mehr als spießig! Es sind vor allem junge Trendsetter, die es hinaus in die Natur zieht: Sie informieren sich und erschaffen sich am Stadtrand ein grünes Paradies zum Entspannen und Erholen. Davon profitieren nicht nur die Menschen. Zahllose Insekten und Pflanzen finden dort einen neuen Lebensraum. Das erhält die Artenvielfalt.

Trend Umweltschutz

Die „Fridays for Future“-Bewegung von Greta Thunberg schärft das Bewusstsein für Umweltschutz. Es gibt immer wieder neue Ideen, wie wir nachhaltiger und umweltfreundlicher leben können.

Plogging

Eine solche Idee ist das sogenannte „Plogging“. In den meisten Städten sind die Ränder der Straßen, öffentliche Parks, Wiesen und Wälder von Abfällen verschmutzt: Zigarettenkippen, Getränkedosen, Kaugummi-Papier.

Das war in Stockholm nicht anders. Dieser Umstand nervte den schwedischen Umweltaktivisten Erik Ahlström so sehr, dass er mit „Plogging“ einen neuen Trend ins Leben rief. Das Kofferwort besteht aus dem schwedischen Verb „plocka“ (aufheben, pflücken) und Jogging. Hier verbindet sich die sportliche Betätigung mit Umweltschutz.

Seine Idee: Wer beim Joggen Müll entdeckt, sammelt ihn ein und entsorgt ihn hinterher fachgerecht. Kaum zeigen sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen, ziehen Menschen in Jogging-Kleidung mit Abfalltüten durch Parks und Wälder.

Laufen, Stoppen, Bücken, Abfall aufnehmen. Liegt viel Müll herum, ist der Trainingseffekt minimal. Aber Plogging holt die Menschen raus in die Natur. Im Vordergrund steht der Naturschutz. Nach dem Motto „Laufend Gutes tun“ bilden sich Plogging-Gruppen überall auf der Welt. Auch 2020 rufen in Deutschland viele Städte zu gemeinsamen Reinigungsaktionen auf. Ein Trend, der sich hoffentlich weit über 2020 hinaus halten wird!

Tierschutz

Auch Tierschutz liegt im Trend. Wer Tieren etwas Gutes tun möchte, schließt sich dem örtlichen Tierschutzverein an. Die Mithilfe ist passiv durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, aber auch aktiv möglich.

  • Hundeliebhaber gehen – nach einer Einweisung – mit Tierheimhunden spazieren.

  • Katzenfreunde spielen mit den Samtpfoten, kommen zum Streicheln vorbei oder fassen beim Reinigen von Katzentoiletten tatkräftig mit zu.

Eine besondere Herausforderung ist die Finanzierung. In der Regel leben Tierheime von Spenden und Sponsoring. Das Geld ist überall knapp. Beim Generieren von Einnahmen sind ehrenamtliche Helfer oft überaus kreativ: Sie sind künstlerisch tätig, basteln und schneidern. Der Verkaufserlös kommt dem Tierschutz zugute.

Andere Tierfreunde bieten sich als Pflegestelle für Hunde oder Katzen an. Sie versorgen die Tiere, bis sie in ihr richtiges Zuhause umziehen können. Vorteil für die Fellnasen: Sie leben bis zu ihrer Vermittlung in einem familiären Umfeld, haben Familienanschluss und sind in der Regel beim Auszug sehr gut sozialisiert. Durch den engen Kontakt mit dem Tier können die Pflegenden darüber hinaus genaue Angaben zu Besonderheiten und Bedürfnissen ihrer Schützlinge machen.

Sport- und Fitnesstrends 2020

Branchenexperten wissen: Sport, Erholung und Wellness rücken immer näher zusammen. Dahinter steckt ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein. Die Menschen versuchen, gesünder zu leben. Gleichzeitig suchen sie nach einem Ausgleich zu ihrer anstrengenden Arbeitswoche. Dabei stehen sportliche Höchstleistungen nicht unbedingt oben auf der Agenda. Vielmehr geht es um Erholung, Genuss und darum, mit anderen Menschen qualitativ hochwertige Zeit zu verbringen.

Trend Outdoorsport

Ein Freizeittrend 2020 ist Outdoorsport. Hier gilt: Hauptsache raus an die frische Luft! Besonders das sogenannte Mindful Training erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dazu zählen achtsames Laufen oder ein mentales Training beim Workout. Mit Hilfe von Mentaltraining lassen sich negative Gedanken durch positive ersetzen. Das steigert das Wohlbefinden und die eigene Leistungsfähigkeit.

Mindful Running: achtsames Laufen

Mindful Running verbindet das Laufen mit Achtsamkeitstraining. Die sportliche Leistung tritt dabei in den Hintergrund. Achtsamkeit heißt, im Hier und Jetzt präsent zu sein und wahrzunehmen, was um uns herum passiert. Beim achtsamen Laufen nimmt der Mensch seinen Körper und seine Umgebung bewusst wahr. Aufkommende Gedanken und Gefühle werden zugelassen, aber nicht bewertet.

Im Alltag bewerten wir alles: Wie wir aussehen. Wie andere Menschen aussehen. Unsere Erfahrungen. Unsere Leistung. Unser Essen… Alles bekommt in Sekundenschnelle ein Label: gut, schlecht, positiv, negativ, schön, hässlich.

Achtsame Menschen bewerten nicht, sie beobachten: Ihr Fokus gilt sich selbst und der unmittelbaren Umgebung. Sie nehmen ihren Körper und ihre Empfindungen detaillierter wahr. Gleichzeitig sind sie aufmerksam für das, was um sie herum passiert. Sie akzeptieren die Geschehnisse, Gedanken und Gefühle wertfrei. Das heißt, ohne sie mit einem Etikett zu versehen.

So funktioniert’s: Als Fokus wählen die Läufer vor Beginn des Trainings einen sogenannten Anker. Dorthin lenken sie ihre Aufmerksamkeit behutsam immer wieder zurück, wenn ihre Gedanken anfangen zu wandern.

Mögliche Anker:

  • Was sehe ich gerade?

  • Was höre ich?

  • Was rieche ich?

  • Was spüre ich?

  • Was schmecke ich?

Eine andere Variante ist, die Aufmerksamkeit gezielt auf die Füße zu richten: Wie berührt der Fuß den Boden? Wie fühlt sich das an? Welches Geräusch entsteht beim Kontakt mit dem Boden?

Wandert die eigene Aufmerksamkeit zu Sorgen, Problemen, dem Alltag oder Erinnerungen? Dann lenken die Läufer ihre Wahrnehmung behutsam wieder zu ihrem selbst ausgesuchten Anker zurück. Dadurch bekommt das Lauftraining eine meditative Qualität.

Das verbessert nicht nur die Körperwahrnehmung. Wer regelmäßig achtsames Laufen praktiziert, verbessert seine Konzentrationsfähigkeit. Anspannung und Stress lassen nach. Dazu kommt das Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. Auch das Verletzungsrisiko sinkt, wie in verschiedenen Studien festgestellt wurde.

Trend zum Personal Training

Unter Young Professionals gilt körperliche Leistungsfähigkeit als ein Statussymbol. Dieser Trend setzt sich 2020 fort. Immer mehr Menschen wünschen sich eine persönliche Begleitung beim Erreichen ihrer Ziele. Nicht nur Stars wie Jennifer Aniston wollen schlank, leistungsfähig und fit sein und leisten sich dazu einen Personal Trainer. Manche arbeiten auf ein konkretes sportliches Ziel hin. Andere wollen ihre Fitness verbessern, Gewicht verlieren oder ihre Beweglichkeit im Alter erhalten. Der Bedarf an Personal Trainern wächst.

Vorteil beim Personal Training:

  • Im Mittelpunkt stehen die eigenen Ziele.

  • Der Personal Trainer erstellt für jeden Kunden einen individuellen Trainingsplan.

  • Die Trainingszeiten lassen sich flexibel vereinbaren. Morgens, mittags, nachmittags, abends? Ein Personal Trainer richtet sich in der Regel nach dem Zeitplan seiner Klienten.

Erlebnisse schaffen in der Freizeit

Laut der Glücksforschung machen uns Erlebnisse glücklicher als materielle Dinge. Vermutlich kennt jeder diesen Effekt: Die Sehnsucht nach einem neuen Gegenstand ist groß. Das kann eine neue trendige Hose sein, ein Fernseher oder das neueste Smartphone. Ist der Artikel gekauft, hält die Freude darüber allerdings nicht besonders lange an. Nach kurzer Zeit ist die Hose nur ein Teil von vielen im Kleiderschrank, der Fernseher nichts Besonderes mehr und das Smartphone eigentlich nicht mehr up-to-date. Das schlägt sich in den Trends 2020 nieder.

Trend nachhaltiges Reisen

Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit hat auch die Reisebranche erreicht. Etwa 70 Millionen längere Reisen von fünf und mehr Tagen unternehmen die Deutschen jedes Jahr. Im ersten Moment klingt es wie ein Widerspruch: Reisen und Nachhaltigkeit? Wer andere Länder erkundet, nutzt dazu meist den Flieger, das Auto oder das Schiff. Nicht alle Verkehrsmittel belasten die Umwelt gleichermaßen. Aber wirklich umweltfreundlich wären nur zu Fuß gehen und Fahrrad fahren.

Das Bundesumweltamt hat sich mit den Auswirkungen touristischer Aktivitäten befasst. Betroffen sind beinahe sämtliche Bereiche der Umwelt:

  • An- und Abreise verbrauchen Energie

  • Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen

  • Beeinträchtigung der Atmosphäre

  • Lärm

  • Flächeninanspruchnahme für Hotels und Unterkünfte

  • Freizeitaktivitäten von Urlaubern gefährden die Biodiversität

Doch das Umweltbewusstsein der Menschen wächst! Erlebnisse sind zwar nach wie vor das Ziel. Doch Erholungssuchende entscheiden sich immer mehr für Angebote, die ökologisch vertretbar, sozialverträglich und wirtschaftlich fair sind:

Ein Trend, der sich hoffentlich über 2020 hinaus noch verstärken wird. Denn ohne malerische Landstriche und intakte Natur kann der Tourismus nicht bestehen. Selbst große Reiseunternehmen bieten inzwischen nachhaltige Reisemöglichkeiten an.

Trend Campertrip

Mit dem Wohnmobil ein Land erkunden? Auch das liegt 2020 voll im Trend! Dank Camper sind Unterkunft, Küche und Bad immer mit dabei. Flexibler und günstiger geht Urlaub kaum. Nicht nur für Familien ist dies eine wunderbare Möglichkeit, einen entspannten Urlaub unabhängig von teuren Hotels zu verbringen. Auch Paare und Alleinreisende sind inzwischen auf den Geschmack gekommen und wagen einen abenteuerlichen Roadtrip.

Die Vorteile liegen in der großen Flexibilität des Reisens. Gerade für Hundehalter ist dies eine ideale Urlaubsmöglichkeit. Denn das vierbeinige Familienmitglied ist in Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern nicht unbedingt gern gesehen. Vielerorts ist das Übernachten nur noch auf Campingplätzen erlaubt. Dafür liegen diese meist mitten in der Natur.

Trend Eventkultur

Erlebnisreisen sind 2020 ebenfalls „in“. Einfach übers Wochenende einen Mini-Trip in angesagte europäische Städte wie Paris, London oder Madrid machen oder innerhalb Deutschlands Festivals, Messen und Sportevents besuchen? Die Kurzreise ermöglicht einen Ausstieg aus dem Alltag. An den Wochenenden haben die meisten Arbeitnehmenden frei. Urlaub brauchen sie für ihre Eventreise nicht einreichen. Freitag nach der Arbeit heißt es: Kofferpacken und los.

Reiseveranstalter bieten Eventhungrigen häufig Anreise, Unterkunft und Ticket zum Komplettpreis. Hauptsache etwas erleben! Zwar geht es im Urlaub darum, sich zu erholen. Aber Langeweile sollte dennoch nicht aufkommen. Eventreisen sind auch als Geschenkideen beliebt: Statt materiellen Dingen werden gemeinsame Erlebnisse verschenkt.

Freizeit zuhause

Wer eher häuslich und kreativ veranlagt ist und keine Lust hat, in der Freizeit oder im Urlaub in die Ferne zu schweifen, ist 2020 in guter Gesellschaft. Der Rückzug ins Private ist häufig verbunden mit nachhaltigem Handeln. Im eigenen Heim wird recycelt, verschönert und gebastelt. In der eigenen Region gibt es ebenfalls viel zu tun und zu entdecken.

Trend Selbermachen

Selbstmachen liegt 2020 nach wie vor im Trend. Statt Dinge von der Stange zu kaufen, legen immer mehr Menschen Wert auf individuelle Präsente. Die Bandbreite der eigenen Kreationen ist groß: Deko-Artikel, Decken und Kissen, Schmuck… Wer begabt ist, häkelt, strickt, zeichnet, malt und bastelt. Auch die Stars und Sternchen werden gerne selbst aktiv und zeigen uns ihre DIY-Tipps zum Thema Kosmetik und Körperpflege.

Daraus entstehen nicht nur persönliche Geschenke. Manche Kreative verwandeln ihr Hobby sogar einen erträglichen Nebenerwerb. Die Online-Verkaufsplattform Etsy boomt. Dort treffen sich kreative Anbieter und Liebhaber handgefertigter Vintage-Produkte. Auch in sozialen Netzwerken findet sich der Trend wieder: In YouTube-Videos bekommen DIY-Fans fachkundige Anweisungen. Auf Fotos präsentieren sie später auf Instagram, Pinterest und Facebook stolz ihre Ergebnisse.

Trend Regionalität und Heimat

Urlaub im eigenen Land liegt 2020 ebenfalls im Trend: Die Anzahl derer, die ihre Ferien im eigenen Land verbringen, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Aus gutem Grund: In Deutschland gibt es für jeden etwas: herrliche Strände, Gebirgsregionen, Wälder und unzählige kulturelle Highlights. Selbst Erwachsene kennen nicht jeden Winkel des Landes. Egal, ob es ein entspannter Badeurlaub, eine Kulturreise oder eine sportliche Reise sein soll: Für jede Vorliebe findet sich etwas.

Was für einen Urlaub im eigenen Land spricht: Die Anreise ist kurz. Das kommt der Umwelt zugute. Familien mit kleineren Kindern haben zusätzlich den Vorteil, dass der Nachwuchs am Urlaubsort schneller mit anderen Mädchen und Jungen Kontakt aufnehmen kann. Fremdsprachenkenntnisse oder die Verständigung mit Händen und Füßen ist nicht nötig.

Wer nicht wegfahren kann oder möchte, unternimmt Tagesausflüge in die nähere Umgebung. Auch das sorgt für Abwechslung vom Alltag. Neue Eindrücke, eine andere Umgebung… und abends geht es wieder zurück in die eigenen vier Wände.

Fazit

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in der Freizeit und in den Ferien eine größere Rolle als früher. Die Trends 2020 zeigen den Wunsch, mit gutem Gewissen Erlebnisse zu genießen und gleichzeitig den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Achtsamkeit, die Hinwendung zu anderen Menschen, zur Natur und die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft stehen im Mittelpunkt.