Deshalb ist regional einkaufen gesünder, umweltfreundlicher und günstiger!

So findest du Produkte aus deiner Region

29.10.2020 12:18 Uhr

Tomaten aus Spanien, Erdbeeren aus Ägypten und Gurken aus Honduras – wir möchten die ganze Palette an Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit. Das ist nicht nur für die regionale Landwirtschaft ein Desaster, sondern auch für die Umwelt verheerend. Sicher ist auch dein Kühlschrank im Winter prall gefüllt – mit den falschen Lebensmitteln. Leider ist es so, dass nicht nur im Winter die Produkte aus der ganzen Welt kommen.

Warum regional einkaufen die Umwelt schont

Auch wenn es heute normal ist, dass Obst und Gemüse der verschiedensten Sorten außerhalb der Saison erhältlich sind, umweltfreundlich ist es keineswegs. Erdbeeren, Himbeeren, Tomaten und viele andere Früchte kommen aus der ganzen Welt. Die Transportwege sind lang und nur per Flugzeug, Schiff oder Lastwagen zu schaffen. Dabei werden große Menge Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, was die Umwelt enorm belastet. Doch nicht nur beim Transport wird CO2 freigesetzt. Schon beim Anbau auf riesigen Plantagen belastet CO2 die Umwelt, da die riesigen Folienzelte oft beheizt werden müssen und jede Menge Energie benötigt wird.

Aber auch Früchte, die aus Europa kommen, sind nicht umweltfreundlicher. Der Anbau von Erdbeeren in Spanien verbraucht Unmengen von Grundwasser. Das ist inzwischen zu einer großen Umweltbelastung geworden. Regional angebaute Produkte kommen aus der nahen Umgebung und können ohne lange Transportwege angeliefert werden. Viele Märkte haben sich inzwischen auf die Produkte aus der Region spezialisiert und zeigen das wie hier im Penny Prospekt. Versuche am Besten von dem Einkauf die Prospekte zu öffnen und die Herkunft zu überprüfen, sodass du deinen Einkauf planen kannst. Auch einige kleine regionale Geschäfte - wie z.B. auf Märkten - scheinen regional zu sein, doch oft kaufen sie Produkte von großen Geschäften und verkaufen sie weiter. Achte darauf und kaufe keine Ware die zu perfekt aussieht. Fast alle Produkte die regional im kleinen Betrieb angebaut wurden, sind visuell nicht perfekt - Nur dann kannst du sicher sein, dass es sich um wirkliche Ware aus dem eigenen Garten handelt.

Regionale Produkte sind gesund

Eigentlich klingt es logisch: Was nicht so lange gelagert wird und frisch auf den Tisch kommt, hat mehr Vitamine. Obst und Gemüse, die aus fernen Ländern kommen, werden oft schon unreif geerntet und haben so noch nicht die gleichen Nährstoffe wie reife Früchte. Dazu kommen oft lange Lagerungen und Transportwege. Dadurch gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Die eingeführten Früchte können mit einheimischen Obst und Gemüse nicht mehr konkurrieren. Apropos konkurrieren: Das müssen unsere Früchte gar nicht, denn diese können den Südfrüchten durchaus Konkurrenz machen. Allein beim Vitamin-C-Gehalt stehen einheimische Hagebutten, Sanddorn, Schwarze Johannisbeeren und Erdbeeren weit vor der Orange. Selbst manche Apfelsorte ist nicht weit von der Orange entfernt beim Vitamin-C-Gehalt.

Regionales und saisonales Obst und Gemüse schmeckt

Früchte aus der Region sind aber nicht nur reichhaltiger an wichtigen Vitaminen, sie schmecken auch besser. Das liegt vor allem daran, dass sie Zeit zum Reifen haben. Tomaten, die einen langen Transportweg hinter sich haben und schon unreif geerntet werden, verlieren an Aroma. Das ist aber nicht der einzige Grund für den besseren Geschmack von einheimischen Produkten. Obst und Gemüse aus anderen Teilen der Welt werden oft in Folienzelten und Gewächshäusern angebaut. Die Früchte bekommen so zu wenig Sonne, werden intensiv gedüngt und Saatgut-Konzerne legen fest, wie eine Erdbeere sein muss. Geschmack spielt da keine Rolle.

Die perfekte Alternative für Obst und Gemüse außerhalb der Saison

Das heißt natürlich nicht, dass du Erdbeeren und Co. nur während der Saison essen kannst. Richtig konserviert haben die Früchte mehr Vitamine und Geschmack als frische Produkte, die tausende Kilometer zurückgelegt haben. Tiefgefrorene Produkte sollen fast so gesund wie frisches Obst und Gemüse sein. Dazu musst du die Früchte nicht selbst einfrieren. Die wöchentlichen Prospekte der Einkaufsmärkte wie das Lidl Prospekt informieren dich, wenn es die Produkte zum günstigen Preis gibt. Lidl ist für seine sehr niedrigen Preise bekannt, auch für Produkte, die nicht aus der Region stammen. Wenn du also Lust auf Erdbeeren im Winter hast, schaue im Prospekt nach, was es dort gibt.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Früchte außerhalb der Saison zur Verfügung zu haben. Richtig gelagert können zum Beispiel Möhren, Kohl, Kürbis, Äpfel und viele andere Früchte fast über den ganzen Winter aufbewahrt werden. Auch Trocknen oder Einkochen sind Varianten der Konservierung.

Auch Obst und Gemüse aus anderen Ländern kann die Saisonware aufpeppen. Orangen, Zitronen und Mandarinen wachsen in südeuropäischen Ländern von ganz allein. Wenn ihr euch dann noch für gutes Bio-Obst und -Gemüse entscheidet, seid ihr auf dem richtigen Weg.