Diese Aberglauben ranken sich um den Opal

Mythen und Irrglauben

Opale haben mit ihren schillernden Farben schon immer fasziniert. Aber während sich heutzutage Stars wie Nicole Kidman oder Taylor Swift mit den Steinen schmücken, hatten sie früher einmal einen finsteren Ruf. Allerlei Mythen und Aberglauben ranken sich um den Stein, der unter anderem in Australien und in Äthiopien gewonnen wird. Mal soll der Stein Pech bringen, mal soll er vor Gift warnen und mal soll er sogar verraten, wenn die Besitzerin gestorben ist. Wie kam der Stein zu seinem besonderen Ruf?

Besondere Eigenschaften von Opalen

Dass der Opal nicht einfach ein Edelstein unter vielen ist, wird schon auf den ersten Blick klar. Während bei Diamanten, Smaragden oder Rubinen eine perfekte ebenförmige Beschaffenheit des Kristalls geschätzt wird, ist der Opal für seine Unregelmäßigkeit und für sein Farbenspiel bekannt. Schmuckstücke wie eine Opal Kette sind immer ein Einzelstück, da kein Stein dem anderen gleicht. Es gibt weiße, blaue und rosa Opale ebenso wie schwarze oder grüne Opale. Einige Stücke schimmern sogar in allen Farben des Regenbogens. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ist der Opal immer ein Hingucker. Es ist aber kein Wunder, dass er auf abergläubische Menschen unheimlich wirkt. Und so haben sich allerlei Legenden um den Stein entwickelt.

Aberglauben um den Opal

Besonders häufig wird dem Opal nachgesagt, dass er Pech bringt oder gar die Eigentümerin mit einem Fluch belegt. Opale dürfen demnach auf keinen Fall verschenkt werden. Und wenn ein Verlobungsring einen Opal enthält, wird die Braut mit Sicherheit bald nach der Hochzeit zur Witwe. Oder der Stein bringt grundsätzlich Pech, egal woher er kommt – außer bei Personen, die im Oktober geboren sind. Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, die zerstörerischen Kräfte des Steins zu bändigen: Man muss ihn einfach zusammen mit Diamanten tragen. Aber nicht alles am Opal ist schlecht. So soll er zum Beispiel die Trägerin vor grauen Haaren schützen. Wenn er in die Nähe eines Giftes kommt, soll er blass werden und so den Besitzer warnen. Und angeblich soll er sogar das Sehvermögen verbessern. Können Ohrringe mit Opal also womöglich eine Brille ersetzen?

Ursachen für den Irrglauben

Die Antwort auf diese Frage lautet leider nein. Opale haben natürlich genauso wenig magische Kräfte wie andere Edelsteine auch. Aber woher kommen eigentlich die zahlreichen unterschiedlichen Mythen? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Einer Theorie zufolge wurde dunklen Opalen im Mittelalter eine große Ähnlichkeit zum Bösen Blick nachgesagt – vermutlich auch, weil sie auf den ersten Blick ähnlich schimmern, wie die Augen von Katzen, Schlangen und anderen vermeintlichen Zauberkreaturen es tun. Eine andere Theorie führt den schlechten Ruf von Opalen auf einen beliebten Roman aus dem frühen 19. Jahrhundert zu. Darin stirbt eine reiche Baronin, kurz nachdem ihr Opal-Talisman mit einem Tropfen

Weihwasser in Berührung kommt. Angeblich brach der Opalmarkt nach der Veröffentlichung des Buchs in ganz Europa um die Hälfte ein. Und eine andere Theorie führt den Ruf des Opals, Pech zu bringen, gar auf das alte Rom zurück. Damals stritt sich angeblich ein Senator wegen eines Opals mit dem Kaiser und musste deshalb ins Exil gehen. Was auch immer der Grund für den Aberglauben um Opale auch sein mag: Wem dieser Edelstein gefällt, der braucht sich nicht davor fürchten, ihn zu tragen.