Finanzberatung von Stars und Sternchen, um ihre Millionen zu vermehren

Von Heidi Klum lernen

Prominente Stars und Sternchen verfügen im Allgemeinen über eine Gemeinsamkeit: Sie sind reich. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel, denn ab und an sind auch Menschen darunter, die aufgrund ihrer Verschuldung oder ähnlichem berühmt wurden. Wir sprechen hier von den Reichen, die über ein Vermögen von 50 Millionen und mehr verfügen. Ihr Lebensstil ist sehr unterschiedlich: Während einige viel Geld in mehrere luxuriöse Wohnsitze, Autos, Flugzeuge und unzählige Angestellte stecken, leben andere deutlich bescheidener. Wir haben uns ein wenig schlau gemacht über die Anlageaktivitäten der Reichen.

Robo-Advisors: interessante Alternative für "arme" und reiche Anleger

Bevor wir uns mit der Frage beschäftigen: „Wie sorgen Finanzberater für die Vermehrung der Millionen von Stars und Sternchen?“, widmen wir uns zunächst einmal den Menschen wie du und ich. Auch, wenn die meisten von uns kein so fettes Bankkonto wie die Prominenz haben, lohnt sich in der Regel die Zusammenarbeit mit einer Vermögensverwaltung bzw. einem Finanzberater. Onlinebanken.com hat sich unter anderem mit Robo-Advisors beschäftigt und diese einem gründlichen Test unterzogen. Daraus haben sich folgende wichtige Fakten ergeben:

  • der Begriff Robo-Advisor leitet sich aus der englischen Bezeichnung Robo-Advisory (sinngemäß auf Deutsch: Roboter-Beratung) ab; er wurde von den öffentlichen Medien geprägt

  • wer Vermögen anlegen möchte, kann zwischen Full-, Half- sowie Self-Service wählen

  • die Robo-Advisors-Technologie bietet – ebenso wie ausnahmslos alle Spekulationsgeschäfte – sowohl Chancen als auch Risiken

Für Anleger geht die Nutzung eines Robo-Advisors mit verschiedenen Vorteilen einher. Dazu zählt, dass sie sich nicht selbst um die Portfolio-Entwicklung kümmern müssen, denn sie profitieren von einer automatisierten Beratung und Verwaltung. Attraktive Renditen können erzielt werden, auch mit geringem Startkapital und wenig Börsengrundwissen. Außerdem kommt die digitale Vermögensverwaltung unserer Online-Affinität zugute.

Robo-Advisors verfügen über den Pluspunkt, uns jederzeit und ortsunabhängig über das Netz beraten zu können. Da die Prominenz sich eher bedeckt hält zum Thema Finanzen, es sei denn, sie sind in der Werbung aktiv, wie z. B. Star-Trainer Jürgen Klopp, konnten wir nicht herausfinden, wer von ihnen von Robo-Advisors profitiert. Sie sind allerdings erst kurze Zeit auf dem deutschen Finanzmarkt, trotzdem erfreuen sie sich bereits jetzt großer Beliebtheit.

Ein Vermögensberater und seine millionenschweren Klienten

Laut Bericht eines Vermögensberaters für finanzkräftige Kunden zeigt er ihnen zunächst auf, welche Einkommen durch Vermögen an der Börse und weitere Anlagevarianten potenziell generiert werden können. Für jede einzelne Alternative werden gleichfalls die jeweiligen Risiken genannt. Darüber hinaus erfolgt der Hinweis, dass bei höheren Ausgaben das Vermögen schmilzt. Beispielsweise in der Schweiz werden vier Prozent als Zielrendite angestrebt, wobei es sich um eine optimistische Rechnung handelt. Geht man von einem Vermögen in Höhe von 50 Millionen Schweizer Franken aus, steht ein jährliches Einkommen von zwei Millionen Schweizer Franken im Raum.

Bei der Vermögensberatung ist vor allem Diskretion wichtig. Dies gilt insbesondere, wenn Experten es mit Prominenz zu tun haben. Sie würden schnell ihren Job verlieren, wenn sie sich ein persönliches Urteil über das – teils exzentrische – Verhalten der wohlhabenden Klienten erlauben. Grundsätzlich sind Portfolio Manager stets auf der Suche nach den lukrativsten Anlagemöglichkeiten für ihre betuchte Kundschaft. Da viele Aktien eher hoch bewertet und die Renditen von Obligationen gering sind, investieren viele Anleger mittlerweile in Hedgefonds. Dabei handelt es sich um aktiv verwaltete Investmentfonds.

Zielsetzung: Erhalt des Vermögens

Zahlreiche Studien haben ergeben, dass sich mit einer Investition in Aktien langfristig und im Durchschnitt gesehen die höchsten Renditen erzielen lassen. Einige Vermögensberater halten dagegen: Sie stimmen diesem Tatbestand zwar zu, sehen jedoch auch, dass deren Kurse stark schwanken. Ihrer Meinung nach kommen viele Kunden in der Baisse damit nicht zurecht. Dies gilt vor allem für die Reichen.

Grundsätzlich ist das Ziel, deren Vermögen für ihren Nachwuchs zu erhalten. Wer über Jahrzehnte eine ansehnliche Summe zusammengespart hat, möchte ganz sicher nicht mit einem Schlag 30 Prozent davon verlieren. Nehmen wir beispielsweise das Kapital von Heidi Klum, das mit Stand Februar 2021 auf etwa 108 Millionen Euro geschätzt wird, wären das 32,4 Millionen. Somit ein ordentliches Vermögen, das ihren vier Kindern in der Zukunft finanzielle Freiheit ermöglicht.


Heidi Klum zählt zu den reichsten Promis in Deutschland. – Pixabay.com © Meromex

Kritik von Warren Buffett an Hedgefonds-Manager

Hedgefonds-Manager fühlen ihren Weg bestätigt. Sie verweisen auf eine Studie der Universität Michigan, laut der schwerreiche Investoren in der Finanzkrise die Ersten waren, die Panik bekamen und ihre Börsenpapiere auf den Markt warfen. Der legendäre Investor und Milliardär Warren Buffett gehörte nicht zu ihnen. Ganz im Gegenteil: Er kaufte zum damaligen Zeitpunkt sogar dazu und sieht Hedgefonds-Manager mit kritischem Auge. Der Milliardär äußerte beispielsweise, dass reiche Investoren Frust empfinden sollten über die von ihnen gezahlten, hohen Gebühren – besonders, weil die Verantwortlichen nicht einmal die Renditen günstiger Indexfonds erreichen.

So manch ein Hedgefonds-Manager gibt Warren Buffett im Allgemeinen recht. Sie deuten jedoch darauf hin, dass es einige Hedgefonds gibt, die ihr Geld durchaus Wert sind. Zudem wird verdeutlicht, dass bei der Beratung darauf geachtet wird, dass der eigene Verdienst bei der Investition in Hedgefonds nicht höher liegt als bei der Anlage in Aktien, Obligationen und Co. Zwar hängt der genaue Satz von der Komplexität der Kundenbedürfnisse ab, jedoch wird beispielsweise von einer Vermögensverwaltung, die wir hier nicht namentlich nennen möchten, bei einer Investition von 50 Millionen ein rund 0,5-prozentiger Prozentsatz erhoben.