Biken

Hobby für die Seele und Sport für den Körper

Fahrradfahren liegt im Trend in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, steigt vor allem in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Zahl der Haushalte, die zur Fortbewegung allein auf Fahrräder setzt. Doch für viele sind die Drahtesel weit mehr als Nutz- bzw. Verkehrsfahrzeuge. Das Biken gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten an der frischen Luft, neben dem Laufen oder dem Schwimmen.

Gründe dafür gibt es viele. So hat allein die Tatsache, dass man sich beim Radfahren an der frischen Luft befindet, viele Vorteile für Körper und Geist. Dazu kommen ein hoher Spaßfaktor und physische Auswirkungen wie die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Um von diesen Vorteilen uneingeschränkt profitieren zu können, ist es allerdings zentral, einige wichtige Kriterien zu beachten. Auf diese möchten wir im Folgenden eingehen.

Am Anfang ruhig angehen lassen

Fahrradfahren ist ideal für alle, die mit Ausdauersport anfangen möchten. Es trainiert das Herz-Kreislauf-System, sorgt für gute Laune und bringt zusätzlich sogar Pfunde zum Schmelzen. Der große Vorteil gegenüber anderen Ausdauersportarten ist, dass das Biken die Gelenke nicht belastet. Allerdings ist es gerade für Einsteiger wichtig, es nicht zu übertreiben. Der Körper muss sich erst an die Belastung gewöhnen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass man sich überanstrengt und so schnell die Lust am Biken verliert. Außerdem schwächt eine Überbelastung das Immunsystem und kann sogar zu Verletzungen führen.

Wer es richtig machen möchte geht am besten folgendermaßen vor:

  1. Gerade Menschen, die neu mit dem Sport anfangen, sollten sich zunächst ärztlich untersuchen lassen. Das gilt besonders für ältere Menschen.
  1. Gibt der Fachmann grünes Licht, steht der Fahrradkauf an. Was dabei zu beachten ist, erläutern wir im nächsten Kapitel.
  1. Anschließend empfiehlt sich ein langsamer Beginn mit dem Training, am besten mithilfe eines geeigneten Trainingsplans.

Einen Trainingsplan für Einsteiger und fortgeschrittene Einsteiger finden alle, die mit dem Biken anfangen möchten, auf den Internetseiten der Zeitschrift „fitforfun“. Er unterscheidet sich nicht groß von anderen Vorschlägen anerkannter Fitnessexperten. Im Allgemeinen ist es für Einsteiger sinnvoll, sich einen Pulsmesser zu kaufen und die Intensität ihres Trainings über Wochen hinweg langsam zu steigern. Dabei ist es entscheidend, dem Körper zwischen den Trainingseinheiten mindestens 24 – 48 Stunden zur Regeneration zu geben. Andernfalls drohen Verletzungen und der positive Trainingseffekt wird zunichte gemacht.

Noch einmal wichtige Tipps für den Einstieg in der Zusammenfassung:

  • Vor dem Trainingsbeginn Arzt konsultieren
  • Mit Pulsmesser trainieren
  • Intensität langsam steigern
  • Mindestens 24 – 48 Stunden Ruhepause zwischen den Einheiten einlegen

Welches Bike ist das richtige?

Fahrradtypen gibt es viele, doch für wen ist welches Bike das richtige? Eine kleine Übersicht erleichtert die Entscheidung:

  • Mountainbike: Ein Mountainbike ist besonders für diejenigen geeignet, die abseits von Straßen fahren und vielleicht den einen oder anderen Berg bezwingen möchten. Diese Räder zeichnen sich durch dicke Reifen, eine starke Federung und eine hohe Robustheit aus. Auf normalen Straßen sind sie allerdings etwas schwerfälliger als andere Fahrradtypen.
  • Rennräder: Wer schnell sein möchte, greift zum Rennrad. Extrem dünne Reifen und ein geringes Gewicht macht es ideal für eine hohe Geschwindigkeit auf geteerten Strecken. Abseits von Straßen sind Rennräder allerdings kaum verwendbar. Außerdem eignen sie sich wegen der gebückten Haltung, die man darauf einnimmt, nicht für Menschen mit Rückenschmerzen. Auch Einsteiger sollten von einem solchen „Sportrad“ lieber Abstand nehmen.
  • Trekkingräder: Trekkingräder sind echte Multitalente. Sie sind für Straßen und Gelände geeignet, stabil und flexibel. Wer ein Bike zum Shoppen und für Ausflüge sucht, ist damit gut bedient.
  • Citybikes: Citybikes sind – wie der Name schon sagt – vor allem für das Fahren in der Stadt geeignet. Sie sind mit dem Notwendigsten ausgestattet, besitzen meist nicht mehr als 7 Gänge, und erfreuen alle, die es unkompliziert und langsam bevorzugen.

Diese kleine Übersicht macht schon deutlich, dass es Fahrräder gibt, die für Anfänger wenig geeignet sind (Rennräder) und Fahrräder, die weniger als Sportgerät denn als Nutzfahrzeug gedacht sind (Citybikes). Wer seine Fettverbrennung ankurbeln möchte, greift am besten zum Trekkingrad oder Mountainbike. Gerade Mountainbikes sind allerdings oft nicht mit Licht und Klingel ausgestattet. Wer das Fahrrad auch in der Stadt fahren möchte, sollte diese Dinge unbedingt nachrüsten.

Wo man günstiges Equipment bekommt

Die teuerste Anschaffung für das Fahrradfahren ist zweifellos das Fahrrad selbst. Daneben ist es regelmäßig nötig, Equipment zu kaufen – entweder als Ersatz für beschädigte Teile – oder als Zusatzausrüstung. Dabei kann es sich um einen neuen Reifen, einen Rückstrahler oder einen Fahrradcomputer handeln. Manche Fahrräder müssen – wie bereits erwähnt – ohnehin „vervollständigt“ werden, bevor sie auf herkömmlichen Straßen gefahren werden dürfen.

Doch wie komplettiert man seine Ausrüstung am besten? Für diesen Zweck gibt es verschiedene Anlaufstellen:

Jede dieser Möglichkeiten hat ihre Vorteile. So profitieren Kunden im Fachhandel von einer professionellen Beratung, die gerade für Einsteiger Sinn macht. Online warten dafür häufig günstige Preise, vor allem auf einschlägigen Portalen. Für den günstigen Fahrradkauf bietet sich der Gebrauchthandel an. Hier lässt sich mit ein wenig Glück ein echtes Schnäppchen machen – vor allem wenn die eigenen Erwartungen nicht zu hoch angesetzt sind. Anfänger sollten sich zum Fahrradkauf allerdings unbedingt einen kompetenten Berater mitnehmen. Eine Beratung ist auch für den Einkauf von Equipment sinnvoll. So ist nicht jede Bremse für jedes Bike geeignet, selbst wenn sie sich an diesem montieren lässt. Ein vorschneller Kauf kann schnell eine böse Überraschung zur Folge haben.

Fazit

Fahrradfahren ist nicht umsonst der neue Volkssport Nummer Eins. Wer es einmal ausprobiert hat, wird schnell süchtig danach, auf zwei Reifen durch die Landschaft zu gleiten. Allerdings sollte man auch in diesem Fall den Einstieg nicht unterschätzen. Das richtige Rad und eine geeignete Ausrüstung sind entscheidend dafür, dass das Biken den gewünschten Effekt hat. Auch zahlt sich eine langsame Belastungssteigerung aus. Berücksichtigt man alle die hier genannten Ratschläge, stehen die Chancen hoch, dass die nächsten Sommer noch besser werden als die vorangegangenen