Fitbit Versa: Was taugt die neue Fitness-Smartwatch für Sportmuffel?

Von der Couchpotato zum Schritte-Champ? Eine OK!-Redakteurin hat's ausprobiert

Sieht gut aus und hat einiges auf dem Kasten: OK! hat die neue Smartwatch Fitbit Versa über Wochen ausprobiert.  Die Uhr ist in drei Farben und mit diversen Armbändern erhältlich.  OK!-Redakteurin Anna (die ganz hinten Beim Cardio-Training gerät die Herzfrequenz ordentlich in Wallung.  Aufwärmtraining im Sand - doppelt anstrengend.  Beim Strandwalk geht es etwas gemächlicher zu - aber jeder Schritt zählt!

Eine Smartwatch für alle: Unter diesem Motto bringt Fitbit jetzt seine neue Fitness-Uhr Versa auf den Markt. Das Modell kombiniert eine umfassende Ausstattung zu einem erschwinglichen Preis von knapp 200 Euro und soll so noch mehr Menschen für die kleinen Multitalente begeistern. Genau das Richtige für OK!-Redakteurin und Sportmuffel Anna, die das Gerät zum aktuellen Verkaufsstart getestet hat. 

Letzte auf der Bank

Eins gleich vorweg: Ich bin überhaupt nicht sportlich. War es nie und werde es wohl auch nie werden. Nach meinem Abi war ich heilfroh, nie wieder persönlich am Untergang meines Teams im Ballsport verantwortlich sein zu müssen. Niemals bin ich über den Bock gekommen, hatte Höhenangst auf dem Stufenbarren, war immer eine der Letzten auf der Bank, und eine Siegerurkunde (häufiger aber gar keine) war bei den Bundesjugendspielen für mich die maximale Ausbeute.

Ich habe noch nie ein Fitness-Studio von innen gesehen

Trotzdem habe ich mich selten gedrückt, und auch wenn ich noch nie ein Fitness-Studio von innen gesehen habe, bin ich (im Rahmen meiner Möglichkeiten) in den letzten Jahren auch nicht völlig untätig gewesen. Nur leider waren meine Versuche, regelmäßig Sport zu treiben, eher anfallartige Episoden. Etwa als ich mal ein halbes Jahr lang zweimal die Woche schwimmen gegangen bin. Und so. Doch so richtig durchhalten konnte ich nichts. "Sie müssen etwas finden, das Ihnen wirklich Freude macht und wozu Sie sich nicht aufraffen müssen", war der Ratschlag eines Weight-Watchers-Coaches. Im Rahmen eines Diät-Duells in der OK!-Redaktion hatte ich das neue WW-Programm getestet. Wozu ich mich NICHT aufraffen muss?

Test: Macht mich eine Fitness-Smartwatch einen Sportmuffel fitt(er)?

Erst da ist bei mir der Groschen gefallen: Es kommt gar nicht darauf an, sich zum Sporttreiben zu zwingen, wenn es einem ein Graus ist. Man muss sich einfach nur mehr bewegen, vor allem der Gesundheit zuliebe. Sich häufende Herz-Kreislauf-Erkrankungen in meiner Familie hatten mich aufgeschreckt.

Ruckzuck hatte ich die Weight-Watchers-App mit der von Fitbit verbunden und zählte fortan die Schritte. Als dann das Angebot in die Redaktion flatterte, die neue Fitbit Versa bei einer Fitnessreise zu testen, hätte mein früheres Ich sofort dankend abgelehnt, doch jetzt sagte ich zu. Warum auch nicht? Die zu Vorgängerversion etwas abgespeckte Variante soll schließlich ALLE für Fitness-Uhren begeistern - dann ja wohl auch Sportmuffel wie mich. 

Ob ich damit fitter geworden bin, gesünder lebe und was die Smartwatch für Frauen wie mich überhaupt bringt, das habe ich in den letzten Wochen ausführlich getestet. 

Aussehen & Gewicht


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Erstmal ein wichtiger Faktor voweg, damit man sich so ein Teil auch wirklich 24/7 umschnallt: das Aussehen. Und, ja, ich finde die Versa, die in drei Grundfarben (Schwarz, Silber und Roségold) angeboten wird, durchaus tragbar. Durch die individuell einstellbaren "Ziffernblätter" und diverse Armbänder in verschiedenen Farben und Materialien kann man sich die Watch dem persönlichen Geschmack entsprechend zusammenstellen und gestalten. Von klassisch über hochwertiges Horween-Leder bis zum edlen Band aus rostfreiem Stahl steht eine große Bandbreite zur Verfügung. Die Horween-Bänder gibt es in Cognac, Mitternachtsblau, Lavendel und klassischem Leder mit abgesetzten Nähten. Die Stahlbänder sind in Schwarz und Silber erhältlich, die klassischen Varianten bieten eine Auswahl zwischen Peach, Grau, Schwarz, Grün und Weiß.


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Ich habe mich - typisch Frau - für die Roségold-Variante mit einem klassischen Peach-Armband entschieden. Laut Hersteller ist die Versa das leichteste Modell unter den Fitbit-Uhren. Tatsächlich ist der Tragekomfort gut, sie ist weder klobig noch schwer, und auch nachts macht es mir nichts aus, die Uhr nicht abzulegen. Schließlich möchte ich keine Nacht mehr auf das Schlaftracking mehr verzichten. 

Schlaftracking

Womit wir bei einem wirklich coolen Feature sind. Denn mit der Smartwatch kann man nicht nur Bewegung, Kalorienverbrauch, zurückgelegte Kilometer & Co. messen, sondern auch Schlafzeiten und -Phasen messen. Über die App kann ich jeden Tag nachvollziehen, wie lange ich geschlafen habe, wie viel Minuten ich im Leicht-, Tief- und REM-Schlaf verbracht habe, und wie ich damit in meinem persönlich festgelegten Ziel liege. Sehr aufschlussreich für einen gesünderen Lebensstil - zumal genauere Erläuterungen und Vergleichswerte zu Frauen in meinem Alter gleich mitgeliefert werden. 


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Ich habe mir als tägliches Ziel eigentlich 7,5 bis 8 Stunden Schlaf gesetzt - doch das erreiche ich derzeit kaum. Daran muss ich arbeiten!

Mein Schlaf-Fazit von letzter Nacht: Ich war zwar nur 49 Minuten im Tiefsschlaf (etwas unter dem Normalbereich, verrät mir die App), war über eine Stunde wach (immer ungünstig, wenn der Partner schnarcht, tja!), habe es aber insgesamt immerhin fast auf 7 Stunden geschafft. Besser als die letzten Tage!

Bewegung messen: Wie schaffe ich als Büromensch nur 10.000 Schritte am Tag?

Automatisch Schritte und Kalorien tracken, Sport registrieren und messen sowie den Tag über die Herzfrequenz aufzeichnen – all das kann im Vergleich zur Vorgängeruhr Ionic auch die Versa. Da ich zum ersten Mal eine Smartwatch trage, bin ich begeistert - kann jedoch ehrlicherweise nicht mit Konkurrenz- oder Vorgängermodellen vergleichen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen als täglichen Beitrag für ihre Gesundheit 10.000 Schritte am Tag - und wenn die das sagen, mache ich das jetzt auch so. Mein tägliches Ziel also: 10.000 Schritte, was bei meiner Körpergröße von 1,60 Metern in etwa 6 Kilometern entspricht. Gerade für Leute wie mich, die den Großteil ihrer Zeit sitzend vor dem Computer verbringen, ist das aber gar nicht mal so leicht! 

Das Positive: Seit ich die Uhr habe, bewege ich mich wirklich viel mehr. Um die 10.000 Schritte zu erreichen, mache ich in der Mittagspause eine Runde um die Hamburger Binnenalster oder durch den Park Planten un Bloomen. Nach Hause gehe ich jetzt meist zu Fuß, anstatt bequemerweise 5 Stationen mit dem Bus zu fahren. Schwierig wird's allerdings bei mittäglichen Terminen oder bei Regen, wie heute: 

Die Smartwatch überträgt die Daten auf die App, die mir zeigen: Samstag (Grafik links) habe ich mein Ziel von 10.000 Schritten deutlich übertroffen, war viel auf Achse. Heute (Grafik rechts) wird's schwer: Da ich noch nicht mal die Hälfte der erforderlichen Schritte zurückgelegt habe, werde ich mein Ziel wohl nicht mal erreichen, wenn ich zu Fuß nach Hause gehe ... 
 

Feuerwerk & Konfetti: Die Uhr als Motivations-Coach

Motivierend finde ich, dass mich die Uhr nahezu euphorisch bejubelt, wenn ich die 10.000 Schritte geschafft habe. Dann veranstaltet das Ziffernblatt Feuerwerk und Konfetti - und sie vibriert dazu. Sowas macht mich dann wirklich sehr glücklich. Ich bin eben einfach gestrickt ... ;-)

Auch Abzeichen werden verliehen. So habe ich an einem Samstag vor drei Wochen mal eben so einen "Knöchelschuh" erlaufen, als ich über den Flohmarkt im Schanzenviertel und den Hamburger Dom schlenderte - 20.000 Kilometer an einem Tag!

Die Uhr hat der reinen App, die man kostenlos über das Smartphone als Schrittezähler nutzen kann, den entscheidenden Vorteil, dass sie Treppen erkennt und misst, man Radfahren und sogar Schwimmen tracken (sie ist wasserfest!) kann. Als ich neulich den Balkon schrubbte, merkte die Versa: Sporteinheit! Das ist tröstlich, denn auch Alltagsaktivitäten sind vergleichbar mit Training. Anhand der kontinuierlich gemessenen Herzfrequenz kann ich zudem über einen langen Zeitraum checken, auf welchem Fitness-Level ich mich befinde. 

Sie sagt mir auch, wenn es Zeit ist, mich fürs Bett fertig zu machen (etwas bevormundend manchmal, aber das kann man auch abstellen), ich kann sie als Wecker nutzen, mir das Wetter voraussagen lassen, Musik über Deezer hören, sie als Zahlungsmittel nutzen, mit einem Relax-Programm Atemübungen machen oder über den Coach gezielt durch Fitness-Übungen geführt werden. Das ist für mich aber der nächste Step - erst mal will ich täglich mein Schritteziel erreichen. 

Female Health Tracking: Was hat mein Zyklus mit meiner Gesundheit zu tun?


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Ein neuer Clou des Herstellers: Das neue Female Health Tracking soll Frauen zukünftig dabei unterstützen, den weiblichen Zyklus und dessen Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand besser zu verstehen. Es geht also weniger darum, damit zu verhüten beziehungsweise schwanger zu werden wie bei anderen Zyklus-Apps, sondern auch hier steht die Gesundheit im Vordergrund. Die Zyklus-Funktion schaltet Fitbit zum nächsten Update frei, das für Mai angekündigt wurde. Ende des Jahres will das Unternehmen eine weitere Zyklus-Funktion auf die Uhr bringen. Die Versa soll der Nutzerin dann je nach Zyklusphase gezielt Tipps geben, die sich auf Schlaf, Sport und Ernährung beziehen.


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Schade, dass ich das jetzt noch nicht testen konnte, ich bin schon sehr gespannt. Dann wollen wir doch mal sehen, wie sehr der Zyklus tatsächlich mein Wohlbefinden und meine Stimmung bestimmt - und ob am beliebten Männer-Satz "Hast du deine Tage?" wirklich so viel dran ist wie die Herren zu wissen glauben  ... 

Verfügbarkeit und Preis

Die Fitbit Versa ist ab sofort auf Fitbit.com sowie ausgesuchten Online-Händlern in den Farben Schwarz/Schwarz, Grau/Silber und Peach/Rosegold für 199,95 € erhältlich. Die Fitbit Versa Special Edition ist für 229,95 €, Accessoires gibt es ab 29,95 €.

 

 

 

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