#foodporn: Der Wandel unserer Essgewohnheiten durch die digitalen Medien

Promis und Experten diskutieren über die neue Generation von Gourmets

Zum zweiten Mal moderierte Tanja Bülter die Veranstaltung Mobile Living. Franziska Knuppe war unter den food-affinen Gästen. Während Mariella Ahrens ihren Freund und Home eat Home-Gründer Sebastian Esser unterstützte, war Restaurantbesitzer Peer Kusmagk in eigener Sache unterwegs. Zu der angeregten Diskussion hatte auch er einiges zu sagen und wollte das Mikro kaum noch hergeben. Tanja Bülter trug ein süßes Kleid der Designerin Dorothee Schumacher. Buchautorin und Die Food-Experten auf dem Podium diskutieren über den Wandel unserer Essensgewohnheiten durch die digitalen Medien. Aus 32.000 Bildern wurde im Anschluss das beste Foodie mit dem #foodpornAward ausgezeichnet.

Sag mir, was du isst, und ich sag’ dir, wer du bist! Nie hatte Essen so einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft wie heute. Was essen wir? Wann essen wir? Und wo essen wir? Diese Fragen beschäftigen uns mehr als je zuvor. Ob Rezepte, Bilder oder Inspirationen - die neue Food-Bewegung findet mehr und mehr im Netz statt und nicht jeder ist über den digitalen Wandel unserer Essgewohnheiten glücklich. Bei der Veranstaltung Mobile Living im BASE_camp Berlin waren rund 200 Gäste eingeladen, um über die zunehmende Wechselwirkung von digitalen Medien und Lebensmitteln zu erfahren.

TV-Gesicht und INfashion-Moderation Tanja Bülter führte durch den Abend zum Thema „Die neue Liebe zum Essen - Genuss zwischen Herd und Posting“. Auf dem Podium diskutierten Food-Experten wie die Ernährungswissenschaftlerin, Trendforscherin und Autorin Hanni Rützler, Jan Spielhagen, Chefredakteur der Magazine ESSEN&TRINKEN und BEEF!, Sternekoch Marco Müller, Franziska Schmid von „veggie love“ und Geschäftsführer und Gründer des Startups Home eat Home, Sebastian Esser über Hashtags, Selbstinszenierung und die neue Generation von Gourmets.

Food-affines Publikum

Das ließen sich auch food-affine Promis wie die Schauspielerinnen Mariella Ahrens, Gerit Kling, die Schauspieler Werner Daehn und Axel Schreiber sowie Topmodel Franziska Knuppe, Social-Media-Experte Karim Maataoui, Musikerin AnNa R sowie Schauspieler und Restaurantbesitzer Peer Kusmagk nicht entgehen.

Hashtags fürs Gemeinschaftsgefühl

Ist es okay, dass wir neue Foodtrends mit Hashtags wie #foodlove oder #foodporn kennzeichnen und uns auf Social Media-Plattformen selbstinszenieren? Während früher das gemeinsame Abendessen zur sozialen Kommunikation diente, ist es heute das Smartphone, das User verbindet und Gemeinschaftsgefühl schafft - eine zeitgemäße Annäherung an das Thema Essen, meint Trendforscherin Hanni Rützler.

„Die Menschen wollen ihr Essen auf dem Teller fotografieren und das ist auch gut so“, meint auch Journalist Jan Spielhagen. Für Marco Müller, Sternekoch und Besitzer des Berliner Restaurants „Weinbar Rutz“ überwiegt der Nutzen: „Manchmal wird ein Gericht digital sogar noch schöner inszeniert, als wir es angerichtet haben!“, so Müller.
 
Abschließendes Fazit der Podiumsdiskussion: Ob Augenschmaus oder leiblicher Genuss – die Liebe zum Essen vereint User und Konsumenten und fördert den bewussten Umgang mit Lebensmitteln.

Verleihung des #FoodpornAwards

So durften sich am Ende auch die besten Food-Blogger über eine Auszeichnung mit dem #FoodpornAward freuen. Im Wettbewerb im Rahmen der Berlin Food Week und in Kooperation mit der Foto-Sharing App EyeEM wählte die Jury aus rund 32.000 Fotos das Beste aus. Die 10 Gewinnerbilder sind ab sofort für zwei Wochen im BASE_camp Berlin ausgehängt.