Jeder Dritte trägt Windpocken-Viren in sich. Oft schlummern sie jahrelang im Körper, um dann als noch fiesere Krankheit auszubrechen: Gürtelrose.
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Musstest du als Kind die Windpocken ertragen? Dann solltest du auf dich achtgeben: Der Verursacher, das Varicella-Zoster-Virus, schlummert nach Ausheilung jahrelang im Körper, kann aber reaktiviert werden und dann eine Gürtelrose auslösen. Dazu kommt es, wenn etwa das Immunsystem durch Krankheit oder Stress schwächelt. Jährlich werden rund 400.000 Fälle von Gürtelrose registriert. Betroffene leiden unter Hautausschlag mit Bläschen, oft aber auch unter starken Nervenschmerzen – zum Teil jahrelang. Man spricht von "Post-Zoster-Neuralgie". Frauenfußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg weiß ein Lied davon zu singen.
Das Tückische: Im Frühstadium ist Gürtelrose schwer zu erkennen. Denn Schmerzen, Brennen oder Juckreiz gibt es auch bei anderen Infektionen. Zeigt sich der typische Ausschlag, ist die Krankheit bereits ausgebrochen und sollte binnen 72 Stunden behandelt werden. Sonst baut sich eine immer stärkere Entzündung auf. Es kommt zu lang anhaltenden Schmerzen, Gewebe und Nerven können geschädigt werden.
Besonders gefährdet sind Menschen mit Immundefekten und Vorerkrankungen – und alle ab 60 Jahren, da sie altersbedingt ein schwächeres Immunsystem haben. Auch das Risiko für Komplikationen steigt.
Nur eine Impfung schützt
Der beste Schutz ist eine Impfung. Zwar kannst du dein Immunsystem mit ausgewogener Ernährung, Stressmanagement und regelmäßiger Bewegung stärken. Doch der beste Schutz ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie allen ab 60, ab 50 allen mit geschwächtem Immunsystem. Krankenkassen übernehmen die Kosten. Infos z. B. unter: impfen.de/guertelrose
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Gürtelrose - Der große Ratgeber zu Herpes zoster: Schulmedizin + Naturheilkunde
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