Coronavirus: So kannst du dich schützen

Seuche aus China hat Deutschland erreicht

In China hat sich der Coronavirus Medienberichten zufolge rasant ausgebreitet und viele Menschen sollen bereits daran gestorben sein. Nun hat die Infektionskrankheit auch Deutschland erreicht. In Bayern sind es bereits vier bestätigte Fälle der gefährlichen Lungenkrankheit. Grund zur Panik bestehe nicht, betonen Experten. Dennoch könne es nicht schaden, ein paar Dinge zu beachten, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. 

Was ist über das Coronavirus bekannt?

Seit Dezember 2019 breitet dich das neue Coronavirus aus. Experten gehen davon aus, dass ein Fischmarkt in Wuhan, einer Stadt mit elf Millionen Einwohner in der ostchinesischen Provinz Hubei, der Ursprung der Infektionskrankheit ist. Der Erreger zählt  wie SARS (2003) zu den Coronaviren, die zumeist nur leichte Erkältungsinfekte auslösen. Das neue Virus kann hingegen zu schweren Lungenerkrankungen führen. 

Da sich das Virus schnell ausbreitet, wurden bereits 14 Städte in der chinesischen Provinz Hubei abgeriegelt. Zugverbindungen, Flüge und andere öffentliche Verkehrsmittel wurden deshalb gestoppt. British Airways teilte am 29. Januar mit, alle Flüge nach China auszusetzen. Auch Virigin Atlantic rät Reisenden, Flüge über China und Hongkong umzubuchen oder zu stornieren. 

 

 

Wie wird das Virus übertragen? 

Vermutlich wurde der Erreger von Tieren auf Menschen übertragen. Inzwischen wurde aber unter anderem von der chinesischen Regierung bestätigt, dass der Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Es handle sich demnach um eine Tröpfcheninfektion. Das bedeutet: Du kannst dich anstecken, wenn Infizierte in deiner Nähe hustet oder niest. Die Inkubationszeit betrage zwischen 2 bis 14 Tage. 

Das sind die Symptome des Coronavirus:

  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Atemnot
  • Atemwegsprobleme 
  • grippeähnlilche Symptome (Fieber, Unwohlsein)

Als besonders gefährdet gelten ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Bislang gibt es aber nur vorläufige Erkenntnisse zur Ansteckung und zum Krankheitsverlauf.

Wie wird das Virus behandelt?

Eine spezielle Therapie für das Coronavirus gibt es derzeit noch nicht. Stattdessen würden die behandelnden Ärzte versuchen, die Symptome zu behandeln. Je nach Schwere des Krankheitsbildes werden Antibiotika verabreicht, der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen und Sauerstoffabgaben gegeben. Einen Impfstoff gibt es derzeit noch nicht. 

Wie kann man sich vor dem Coronavirus schützen?

Zunächst einmal gilt: Keine Panik! Nach Einschätzungen der Bundesregierung besteht aktuell keine Ansteckungsgefahr in Deutschland. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf das Robert-Koch-Institut, wonach das Risiko als "gering" eingestuft wurde. Krankenhäuser und Ärzte würden dennoch wachsam bleiben und das Gesundheitssystem bereite sich auf eventuelle Infektionen der China-Seuche vor. Die Berliner Charité habe bereits "alle Testsysteme hochgefahren", um eine Infektion mit dem Coronavirus schnell nachweisen zu können.

Die wichtigen und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit dem Erreger der Lungenerkrankung ist zum einen eine gute Händehygiene. Das bedeutet: Wasche deine Hände mindestens 15 Sekunden mit Seife unter fließendem Wasser. Reinige dabei nicht nur die Handflächen, sondern auch die Finger und die Zwischenräume. 


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Zusätzlich kannst du ein Desinfektionsmittel auf deine Hände auftragen. Einen 4er Pack Sterillium kannst du hier für ca. 22 Euro shoppen

Außerdem sollte die Husten- und Nies-Etikette beachtet werden. Halte beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehe dich weg. Am besten wird in ein Einwegtaschentuch geniest, was sofort entsorgt werden sollte. Solltest du kein Taschentuch dabei haben, huste oder niese in die Armbeuge. 

All diese Maßnahmen solltest du aber überall und jederzeit beachten, um deine Menschen vor Erkältungen und gewöhnlichen Grippen zu schützen. 

Hilft ein Mundschutz gegen die Übertragung von Corona?

In Krankenhäusern und Pflegeheimen trägt das medizinische Personal einen Mundschutz, um Patienten vor möglichen Keimen zu schützen. Dass eine Atmenschutzmaske allerdings auch auf der Straße eine Schutzfunktion hat, stehen Hygieneexperten als nicht bewiesen an. Auch die Virologin Prof. Dr. Melanie Brinkmann hält das Tragen eines Mundschutzes derzeit nicht für notwendig, sagt sie im Gespräch mit "T-Online". Das würde nur Angst und Panik schüren. Sollte sich allerdings schon jemand mit dem Erreger infiziert haben, könne das Tragen einer Maske durchaus sinnvoll sein, um das Übertragungsrisiko einzudämmen. Viel wichtiger seien herkömmliche Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen. 

Das Tragen eines Mundschutzes könne laut Experten aber trotzdem einen positiven Effekt haben: So könne die Maske das eigene Hygieneverhalten beeinflussen und vor einer möglichen Schmierinfektion schützen. Man könne sich nicht so leicht mit den verunreinigten Händen ins Gesicht fassen. Einen 10er Pack Atemschutzmasken bekommst du hier für rund 70 Euro.

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