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Erste Hilfe bei Insektenstichen

Was hilft, wenn Biene oder Wespe zustechen

Autsch! Es juckt, es brennt und schmerzt - wer schon einmal von einem Insekt gestochen wurde, weiß, wie unangenehm das ist. IN verrät exklusiv, was nach einem Stich am besten hilft! 

Besonders gefährlich: Stich in Mund oder Rachen

Wenn man in Mund oder Rachen gestochen wird, ist schnelles Handeln erforderlich: Weil die Schwellung möglicherweie so stark wird, dass sie die Atmung behindern kann, sollte sofort der Rettungsdienst gerufen werden. Bis zu seiner Ankunft hilft es, Eiswürfel zu lutschen und kühle Umschläge um den Hals zu wickeln. Ein Notarzt ist auch erforderlich, wenn man mehrfach von Wespen, Bienen oder Hornissen gestochen wurde oder man auf Insektengift allergisch reagiert und kein entsprechendes Notfall-Set parat haben!

Bei allen anderen Arten von Stichen reicht es, folgende Tipps und Tricks zu beachten: 

Was tun beim Bienenstich

Steckt der Stachel einer Biene noch in der Haut, dann vorsichtig mit einer Pinzette herausziehen – ohne dabei die Giftblase zu berühren. Wird diese zerstört, gerät noch mehr Gift in den Körper. Danach die Stelle mit einem Kältepack oder mit Eiswürfeln kühlen, die in ein Tuch gewickelt sind. 

Der Wespenstich: Ruhe bewahren

Kommt es zu einem Wespenstich - Ruhe bewahren und nicht nach dem Tier schlagen! Es kann sonst sein, dass die Wespe erneut zusticht. Entgegen aller Ratschläge sollte man das Gift dann 
nicht mit dem Mund aussaugen
, sondern die Stelle mit einem kalten Essigumschlag kühlen. Er neutralisiert das Gift. 

Die heimtückische Kriebelmücke

Sie ist kaum einen Zentimeter groß, aber ein Biss der in Deutschland erst seit Kurzem heimischen Kriebelmücke hat es in sich: Er löst starken Juckreiz, Schwellungen und mitunter auch Entzündungen aus. Ganz wichtig ist es daher, die Einstichstelle schnellstmöglich zu desinfizieren und danach mit Wasser oder Eis zu kühlen. Wichtig: nicht kratzen! Nimmt die Schwellung auch nach einigen Tagen nicht ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden, er verschreibt dann gegebenenfalls ein Antibiotikum. 

Zu Unrecht gefürchtet: Der Hornissenstich

Besonders gefürchtet sind hierzulande Hornissenstiche. Dabei sind die Stiche der größten europäischen Faltwespenart eigentlich sogar harmloser als Wespenstiche. Allerdings enthält das Gift viele schmerzerzeugende Stoffe und verursacht ein brennendes Gefühl, weswegen der Hornissenstich als schmerzhafter empfunden wird als der Stich ihrer kleineren Verwandten. Auch hier gilt: desinfizieren – und danach kühlen, kühlen, kühlen. Ist der Schmerz trotzdem zu stark, können spezielle Kühl-Roller und Salben aus der Apotheke schnell Linderung verschaffen. 


©iStock

Der Sonderfall: Zeckenbiss

Die Zecke so rasch wie möglich aus der Haut herausziehen! Hierfür mit einer Pinzette möglichst dicht an der Haut am Zeckenkopf greifen. Dann die Zecke langsam und möglichst mitsamt der Mundwerkzeuge herausziehen 
nicht drehen! Erst danach die Wunde desinfizieren. Zudem sollten keine „Hausmittel“ wie Öl, Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol auf die Zecke gegeben werden. Wichtig! Zecken können FSME oder Borreliose übertragen. Daher sollte man, nachdem die Zecke entfernt wurde, in den nächsten Wochen darauf achten, ob sich die Stichstelle verändert oder grippeähnliche Symptome auftreten. In diesem Fall einen Arzt konsultieren!

Text: Julia Haack

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