Laut Experte: "Schlaf ist für Gewinner, denn er schützt unsere Gesundheit und sorgt für eine optimale Leistungsfähigkeit!"

Laut Experte: "Schlaf ist für Gewinner, denn er schützt unsere Gesundheit und sorgt für eine optimale Leistungsfähigkeit!" - Darum ist die Nachtruhe so wichtig

Wer wünscht sich nicht einen erholsamen Schlaf? Doch nicht jeder kann direkt einschlafen und eine himmlische Nachtruhe genießen. Warum das Schlafen aber enorm wichtig für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist, hat uns Experte Dr. Christian Benedict erklärt. Er gibt uns hilfreiche Tipps und Tricks, die unseren Schlaf verbessern. 
© PR/Cura of Sweden
Im Interview mit Schlafexperte Dr. Christian Benedict erfährst du, warum Schlaf so wichtig ist und wie Gesichtsdecken helfen. 

Kurzvita zu Dr. Christian Benedict: 

Dr. Christian Benedict ist, Schlafforscher, Humanbiologe und Ökotrophologe. Der gebürtige Hamburger hat in Kiel und Lübeck studiert und arbeitet heute an der Universität in Uppsala in Schweden. Dort leitet Christian Benedict u.a. eine Forschungsgruppe, die sich mit den Ursachen und Folgen des Schlafentzuges beschäftigt. Der mehrfach ausgezeichnete Neurowissenschaftler hat über 100 wissenschaftliche Fachartikel und Studien veröffentlicht. Im September 2019 wurde sein Buch „Schlaf ist die beste Medizin“ veröffentlicht. 

Interview mit Schlafexperte Dr. Christian Benedict

Dr. Christian Benedict, Sie sind Schlafforscher und haben das Buch „Schlaf ist die beste Medizin“ geschrieben. Was genau sind denn die positiven Effekte des Schlafes auf unsere Gesundheit?

Dr. Christian Benedict: Schlaf ist die Nach- und Vorbereitung des Tages, also eine Art Konsolidierungsphase für das Immunsystem und für unser Gehirn. Letzteres verknüpft und festigt über Nacht neu erlernte und für unsere Zukunft relevante Informationen und überträgt diese ins Langezeitgedächtnis. Deshalb erleben wir nach einer guten Nachtruhe auch oft eine Art „Aha-Effekt“: Für ein Problem, über das wir am Vortag erfolglos gegrübelt haben, finden wir am Morgen plötzlich eine Lösung. Ebenso wichtig für unsere Gesundheit: Während wir schlafen, schaltet der gesamte Organismus auf Entgiftung, Reparatur und Erholung. Das Herz-Kreislauf-System regeneriert sich, Blutdruck und Puls sinken. Wir lernen im Schlaf also von dem Erleben des Vortages – auf körperlicher und seelischer Ebene. Fest steht: Schlaf ist keine vergeudete Zeit. Schlaf ist für Gewinner, denn er hält uns gesund und sorgt für eine optimale Leistungsfähigkeit.

Die Empfehlungen für eine gesunde Schlafdauer sind sehr unterschiedlich. Gibt es überhaupt ein allgemein gültiges, ideales Schlafpensum?

Dr. Christian Benedict: Aus größeren Bevölkerungsstudien wissen wir, dass 7 bis 9 Stunden Schlaf das Risiko für die Entwicklung verschiedener Volkskrankheiten senken kann. Dabei ist es von Vorteil, wenn wir diese Zeit in der Nacht und an einem Stück schlummern. Bei dieser „Pauschalempfehlung“ gilt es aber zu bedenken, dass der Schlafbedarf individuell leicht variiert. Außerdem spielen weitere Lebensstilfaktoren wie z. B. übermäßiger Nikotin- oder Alkoholkonsum, Stress, Bewegungsmangel oder Adipositas auch eine sehr große Rolle für unsere Gesundheit. Übrigens: Um den eigenen Schlafbedarf herauszufinden, kann man einige Wochen Schlaftagebuch führen oder den Schlaf digital tracken. Neben der Schlafdauer sollte man das körperliche und seelische Befinden festhalten. Ein Überblick von einigen Wochen zeigt dann, nach welcher Schlafdauer wir uns ausgeruht und fit gefühlt haben und welche unzureichend für eine gute Leistungsfähigkeit war.

Würden Sie sagen, dass es uns heute mehr an Schlaf mangelt als noch vor 50 Jahren? Und wenn ja, warum?

Dr. Christian Benedict: Vor 50 Jahren hat man sich noch nicht so sehr mit dem Schlafverhalten der Menschen und Folgen von Schlafmangel beschäftigt und es fehlten wissenschaftliche Daten, dennoch haben sicherlich auch damals schon Menschen an Ein- und Durchschlafstörungen gelitten. Dennoch denke ich, dass vor allem die digitalen Medien und die zunehmende Auflösung fester Alltagsstrukturen das Leben unruhiger machen und Probleme mit der Nachtruhe fördern. Nur ein Beispiel: Als ich Kind war, gab es im TV am Abend eine Sendepause und es gehörte sich nicht jemanden in der Zeit der Mittagsruhe oder auch am späten Abend anzurufen. Heute kann man rund um die Uhr Fernsehschauen oder streamen und ist – wenn man nicht ganz bewusst das Smartphone ausschaltet – rund um die Uhr erreichbar. Dies sorgt für einen höheren Stresspegel und wirkt sich negativ auf unsere Schlafqualität aus.

Sie haben die Folgen des Schlafmangels erforscht. Ist schon eine durchtanzte Nacht schädlich oder sorgt erst die häufig gestörte Nachtruhe für Gesundheitsprobleme?

Dr. Christian Benedict: Ein kurzfristiger Mangel z. B. nach einer Party sorgt lediglich für eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Wir fühlen uns schlapp, haben eine kürzere Zündschnur und können uns schlechter konzentrieren. Im Gegensatz dazu hat eine chronisch mangelhafte Schlafqualität und -dauer langfristige Folgen für unser Wohlbefinden. Neben der sinkenden psychischen und geistigen Belastbarkeit erhöht sich z.B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, die Entstehung von Übergewicht oder Demenz. Doch auch hier gilt: Schlaf ist ein wichtiger Faktor für unsere Zukunftsprognose, aber auch der Lebensstil und das Alter spielt eine Rolle.

Wichtig für alle Schichtarbeiter:innen: kann ich fehlenden Nachtschlaf tagsüber nachholen?

Dr. Christian Benedict: Leider nicht komplett, denn man weiß aus Untersuchungen, dass der Schlaf am Tag nicht so erholsam ist. Ein Grund dafür: unsere innere Uhr verhindert, dass Tagschläfer alle Schlafphasen durchlaufen. Deshalb gehen in der Nachtschichtwoche viele positive Effekte wie z.B. die emotionale Verarbeitung von Erlebnissen oder auch gedächtnisfördernde Prozesse verloren. Fehlender Nachtschlaf reduziert außerdem nachweislich unsere Impulskontrolle, wir haben eine kürzere Zündschnur. Mein Tipp für Schichtarbeitende: Achten Sie noch mehr auf einen gesunden Lebensstil.

Was ist die Grundvoraussetzung für tiefen, regenerativen Schlaf?

Dr. Christian Benedict: Unsere Schlafbereitschaft und -qualität bereiten wir im Grunde bereits tagsüber vor. Alles, was auf den Abbau von Stress und Anspannung einzahlt, ist hilfreich, denn Entspannung ist eine Grundvoraussetzung für gutes Einschlafen. Eine gute Work-Life-Balance, körperliche Bewegung oder Arbeit an der frischen Luft, eine stabile Alltagsroutine mit festen Bettgehzeiten, aber auch kleine Maßnahmen wie der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke, fettes Essen und digitale Medien am Abend, wirken sich günstig auf unsere Bettschwere aus.

Ebenfalls wichtig: Machen Sie Schlaf nicht zum Leistungssport, nehmen Sie den Druck raus, wenn sie nicht gleich einschlafen können.

Welche Rolle spielt das Schlafzimmer und das Bett, wenn es um die Entspannung und die Schlafqualität geht?

Dr. Christian Benedict: Eine elementare Rolle, denn wir müssen uns wohlfühlen, damit wir gut schlafen. Dennoch investieren wir meist viel mehr Zeit und Geld z. B. in den Kauf eines Autos oder Bikes, als in das Bett. Matratze, Bettdecke und Kissen müssen individuell an den Menschen angepasst sein und der Schlafraum hyggelig, damit wir uns Wohlfühlen.

Wie kann eine Gewichtsdecke gestressten oder unruhigen Menschen dabei helfen besser zu entspannen?

Dr. Christian Benedict: Daran forschen wir gerade. Was wir bereits wissen ist, dass eine Gewichtsdecke durch den Druck ihrer Füllung spezielle Sensoren in der Haut aktiviert, die Gehirnareale stimulieren, die Einfluss auf die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen wie Qxytocin haben. Auf dieses Weise kann eine Gewichtsdecke von CURA einen schmerzlindernden, stressreduzierenden und angstdämpfenden Effekt haben. Man fühlt sich wohl und geborgen und dies erhöht die Bereitschaft einzuschlafen. Wichtig dabei: Passen Sie das Gewicht der Decke individuell an.

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Im Netz kursieren unzählige Tipps, die uns das Einschlafen erleichtern sollen. Was tun Sie, wenn Sie nach einem anstrengenden Tag nicht zu Ruhe finden?

Dr. Christian Benedict: Ich gehe immer zu Fuß von der Arbeit nach Hause, um abzuschalten und power mich mehrmals in der Woche beim Training aus. Mein Relax-Ritual daheim: Ich lege mich nach der Arbeit und auch nach dem Sport mit meiner Gewichtsdecke zu meiner Frau auf die Couch. Mein Gehirn versteht das Signal mittlerweile sofort.

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