Erotischer Spaß für Geld: Was gibt’s denn da eigentlich alles?

Für jederman(n) ist was dabei...

Nicht immer decken sich Lust und kostenlose Verfügbarkeit durch Partner oder Internet. Ganz ohne moralisieren zu wollen, haben wir uns deshalb mal gefragt: Welche Optionen gibt es, um sich solche Vergnügen gegen Bares zu holen?

Vielleicht habt Ihr gerade eine der fünf One Night Stand Todsünden begangen und steht jetzt blue-balled, wie der Amerikaner es nennen würde, vor seiner oder ihrer Wohnung. Vielleicht aber auch, sitzt ihr als Singlefrau abends im Business-Hotel und denkt euch „jetzt ein bisschen Fun wäre auch nicht verkehrt“. Klar, in der heutigen Zeit geht der Mauszeiger dann oft in die Adresszeile und zu Youporn und Co.. Doch mal angenommen, Ihr hättet schlicht keinen Bock auf die Webfilmchen zweifelhafter Qualität und Euer Sinn stünde nach hochwertiger, kostenpflichtiger erotischer Unterhaltung: Was für Möglichkeiten hättet Ihr dann? Für den folgenden Artikel haben wir uns diese Frage auch gestellt. Übrigens stehen die folgenden Optionen allen Geschlechtern und sexuellen Orientierungen offen.

1. Cams

Es gibt Männer, die einem unaufgefordert "Dick-Picks" zuschicken. Dann gibt es Pärchen, die sich beim Sex filmen und die Clips auf die Privatbereiche der typischen Porno-Portale hochladen. Bis hierhin ist noch alles kostenlos. Doch jenseits dieser Grenze, gibt es noch eine Lösung, die für diejenigen von Euch, die sowieso schon den Laptop offen haben, die vielleicht schnellste, mit Sicherheit aber anonymste der noch folgenden Optionen ist.

Man nennt sie Sexcams oder Amateurchats. So gesehen, sind sie die evolutionäre Weiterentwicklung der klassischen 0190er-Sexhotline ins digitale Zeitalter. Auf entsprechenden Portalen zeigen sich echte Menschen vor der Kamera. Selten sind es Vollprofis, häufig junge Leute, die sich nur etwas dazu verdienen wollen. Die wenigsten Chats sind kostenlos, die meisten verlangen Geld per Kreditkarte oder aufladbaren „Credits“. Je nachdem, seid Ihr entweder die einzige Person, welche den Cam-Boy oder das Cam-Girl betrachtet, oder aber gehört zu einer Zuschauergruppe. Beiden Varianten gemeinsam, ist jedoch, dass man per Textfeld, seltener Voicechat, mit den „Camern“ interagieren kann. Dem einen reicht es, wenn das Cam-Girl sich einfach zum Höhepunkt bringt, der andere hat „exklusivere“ Wünsche.

Immer sind Cams jedoch extrem anonym, weil eben niemand sieht, was man sich anschaut – außer vielleicht der Computertechniker des Hotels.

2. Stripclubs

Er gehört wohl zu einer Großstadt wie Verkehrsstau und überfüllte Einkaufspassagen: Der Stripclub. J-Law selbst tanzte erst im Mai in einem in Wien – doch auf ähnliche Erlebnisse solltet Ihr als Interessent nicht unbedingt hoffen, denn wie in jeder Bar, gibt es auch hier deutliche Unterschiede.

Doch worum geht’s eigentlich? Ganz einfach: Ein Stripclub ist eine Bar oder Kneipe, in der sich dort angestellte Personen – überwiegend Frauen – auf der Bühne ausziehen. Wenige Clubs gehen auch noch weiter und zeigen härtere Shows, in denen die Darsteller allein oder mit anderen Sex haben. Für den Besucher ist das nicht zwingend mit Kosten verbunden, manche Clubs verlangen Eintritt, andere nicht. Bei den meisten ist es jedoch obligatorisch, den Jungs und Mädels, die sich nackig machen, ein paar Scheine zuzustecken.

Wer mehr ausgibt, bekommt im privaten Hinterzimmer einen aufreizenden Lapdance. Allerdings gilt vor wie hinter der Bühne: Anfassen ist nicht. Wenn Ihr das tut, fliegt Ihr achtkantig heraus. Wer also sowieso schon unter „Druck“ steht, sollte Stripclubs eventuell eher meiden.

3. Escort

Wer etwas aufmerksam ist, merkt, dass dieser Artikel in aufsteigender Reihenfolge des „Erotik-Grades“ aufgebaut ist. Und hier stehen Escort-Mädels und- Jungs an der nächsten Stelle. Doch zunächst muss man mal mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen: Escort und Prostitution sind nicht deckungsgleich. Bei ersterem kann Sex inkludiert sein, bei letzterem ist er Hauptgrund.

Doch wo findet man einen solchen Service? Die Antwort ist einfach - überall zwischen Sylt und Zürich. Die Sache verläuft folgendermaßen: Die allermeisten Escorts sind nur über eine spezielle Agentur buchbar, die Sache benötigt also etwas Vorlaufzeit. Ihr vereinbart die Modalitäten dann einfach mit der Agenturleitung oder, bei sogenannten Independents, mit ihnen persönlich. Allerdings: Escort ist in keinem Fall etwas für die schnelle Nummer. Vor allem geht es um niveauvolle Abendbegleitung. Im Kern ist ein abgesprochenes Date, das in der Kiste enden kann.

4. Swingerclub

Das ist ein Ort, in dem sich gleichgesinnte Pärchen treffen, um ein paar Stunden lang Sex, vielleicht auch mit anderen Partnern, zu haben. Genau das verstehen die meisten unter einem Swingerclub. Allerdings mit einer großen Ausnahme, dem Wort Pärchen. Längst nicht jedes dieser Etablissements steht nur Paaren offen. Viele Clubs erlauben, zumindest zu besonderen Anlässen („Single Sonntag“ usw.), auch Alleinstehenden den Zutritt.

Doch wie läuft die Sache ab? Sie beginnt einmal mehr im Web, wo man sich einen in der Nähe liegenden Swingerclub ergoogelt. Dann geht es mit ausreichend Kondomen zum Ort des Geschehens. Zu den goldenen Swingerclub-Regeln zählt, dass dort nur diejenigen Personen „ohne“ dürfen, die einen aktuellen HIV-Test mitbringen. In vielen Clubs haben Single-Frauen gegenüber Männern einen Vorteil: Sie kommen vergünstigt oder gar umsonst hinein.

Der Vorteil der Clubs ist es, dass hier nur Normalsterbliche verkehren und alle wissen, um was es geht. Der Nachteil - wenn man es so bezeichnen möchte - wäre, dass dort jede sexuelle Handlung auf Freiwilligkeit und Sympathie basiert. Mit etwas Pech, zahlt man Eintritt und darf doch nur zuschauen, wie sich andere vergnügen. Allerdings: Andersherum kann es auch passieren, dass man in der schärfsten Orgie landet, von der man nachts schon immer geträumt hat.

5. Vollprofis

Natürlich, die letzte und vielleicht auch variantenreichste Möglichkeit, sein Geld gegen Sex und Erotik zu tauschen, sind die Damen und Herren des eindeutigen horizontalen Gewerbes. Das ist kurz und knapp zu erklären: Man sucht sich jemand Passendes aus, vereinbart, was wie lange laufen soll, zahlt und los geht es. Interessanter sind da natürlich die feinen Unterschiede:

  • Straßenstrichs sind die moralisch fragwürdigste Variante. Sie sind meist am günstigsten, aber der Sex findet entweder im eigenen Auto oder dem Wohnwagen der Prostituierten statt.

  • Laufhäuser sind Bordelle, in denen die Damen und Herren nur Zimmer angemietet haben, ansonsten aber auf eigene Rechnung arbeiten.

  • Klassische Bordelle sind nicht nur Arbeitsort, sondern auch Arbeitgeber der Prostituierten. Hier unterscheidet sich das Niveau drastisch und richtet sich nach Eurem Budget.

Übrigens gehen auch solche Etablissements mit der Zeit: So eröffnete erst kürzlich in Dortmund Deutschlands erstes Sexpuppen-Hotel, in denen „Mann“ es mit ziemlich realistisch wirkenden Puppen tun kann.