Steuern sparen – Von Königen, Konzernen und Privatleuten

Willem-Alexander und seine Máxima zahlen keine Steuern

Das Thema Steuern ist bei vielen Menschen unbeliebt. Schließlich fühlen sich immer mehr Angestellte und Selbständige von den hohen Steuersätzen eingeengt und ausgenommen. Umso größer ist der Unmut darüber, dass so manche Großkonzerne es scheinbar mühelos schaffen, in Ländern mit hohen Steuersätzen keine oder extrem wenige Steuern zu zahlen. Gerade in Deutschland, wo die Steuersätze durchaus nennenswert sind, ist es für den gewöhnlichen Privatmann schwer, sich vor dem Fiskus zu schützen und die eigene Steuerlast zu senken. Ein Blick über die Grenze zum Nachbarland Holland zeigt auf, dass auch Könige durchaus Vorteile genießen, die dem gewöhnlichen Privatmann verwehrt bleiben.

Steuerfreiheit für den König

Während es in Deutschland eine Demokratie gibt, bei der gewählte Politiker über Wohl und Wehe des Landes entscheiden, wenden die Niederlande das Prinzip der parlamentarischen Monarchie an. Diese Form der Monarchie verzichtet darauf, dass der König selbst und im Alleingang entscheiden kann, was mit seinem Land geschieht, denn das Parlament hat die Entscheidungsgewalt. Dass sich das Leben als König in den Niederlanden allerdings trotzdem mehr als nur lohnt, erfährt König Willem-Alexander am eigenen Leib. „Während alle Beamten ganz normal ihre Einkünfte versteuern müssen, ist bei Königs brutto gleich netto. Das gilt auch für Königin Máxima und die Ex-Königin Beatrix, die ebenfalls auf der Lohnliste des Staates stehen", so die "Morgenpost".

Finanzielle Unabhängigkeit vom Parlament

Dabei können sich die Einkünfte des Königshauses durchaus sehen lassen. Mit mehr als 800.000 Euro und zusätzlich stetigen Erhöhungen wäre Willem-Alexander der Meinung vieler Experten und Privatleuten nach, durchaus in der Lage, Steuern zu zahlen. Dass das jedoch nicht so einfach ist, begründet sich schon durch die Argumentation zu Beginn der Monarchie. Schon vor 200 Jahren war in den Niederlanden eines klar: Das Königshaus genießt eine finanzielle Unabhängigkeit vom Parlament. Während die Beamten und Politiker des Parlamentes also jährlich Steuern zahlen, bleibt der König davon befreit. Hieran wird sich laut Expertenmeinungen so schnell nichts ändern. Auch wenn die Stimmen gegen die Steuerbefreiung des Königshauses immer lauter werden, muss einiges bewegt werden, bis auch aus dem niederländischen Königspalast Steuern an den Fiskus fließen.

Großkonzerne und ihre Steuertricks

Jeder Deutsche kauft gerne bei berühmten Unternehmen wie IKEA oder Amazon ein. Auch der Kaffee bei Starbucks gehört für die meisten Deutschen inzwischen zum Alltag. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass diese Großkonzerne sich durch findiges Verhalten von der hohen Steuer in Deutschland und in anderen europäischen Ländern befreien. Dafür braucht es nicht einmal illegale Taktiken, denn oft sind es die Regierungen selbst, die großen Unternehmen ein angenehmes Steuerleben bereiten. Am Beispiel von Amazon wird das deutlich, denn das Unternehmen zahlt dank eines Abkommens mit der Luxemburgischen Regierung einen Höchststeuersatz von einem Prozent. Ähnliches gilt für Starbucks, das dank Verhandlungen mit der holländischen Regierung satte Steuervorteile genießt.

Keine einheitliche Regelung

Der Grund für die unkomplizierte Steuerspar-Taktik der Großkonzerne ist die Tatsache, dass die Steuerpolitik in Europa nicht einheitlich geregelt ist. Unternehmen rechnen ihre Gewinne und Verluste in diesem Zusammenhang so aus, dass in den Ländern mit einem ausnehmend geringen Steuersatz Gewinne verzeichnet werden, während beispielsweise in Deutschland nur Verluste ausgewiesen werden. Dabei liegt es auch für den gewöhnlichen Privatmann auf der Hand, dass Starbucks in Deutschland keinesfalls ein Verlustgeschäft betreibt.

Riesige Summen

Auch die Lizenzgebühren für die Verwendung des eigenen Namens sind ein Trick, den große Konzerne zum Steuernsparen einsetzen. Laut "3sat" zahlt IKEA Deutschland beispielsweise eine riesige Summe von 60 Millionen Euro allein für die Verwendung seines Namens. Das Geld geht kurzerhand nach Liechtenstein. Unfair ist dabei für die meisten Betrachter, dass ein Möbelhaus mit Sitz in Deutschland diese Möglichkeiten nicht hat. Für große und international tätige Unternehmen ist die Verteilung ihrer Gewinne und Verluste allerdings völlig legal.

Die Steuern der Privatleute

Es liegt auf der Hand, dass Privatleute, Selbständige und Angestellte kaum die Möglichkeiten haben, die Großkonzernen zur Verfügung stehen. Wer in Deutschland lebt und hier Geld verdient, muss selbstverständlich all seine Einkünfte so versteuern, dass es mit dem Finanzamt keine Probleme gibt. Schon Steuerhinterziehung im kleinen Ausmaß kann für satte Strafen sorgen. Sogar Stars wie Lauryn Hill sind vor den Strafen nicht sicher. Es ist daher besonders wichtig, die Regeln und Chancen des Steuerrechts zu kennen und vorteilhaft auszunutzen. Hierzu zählen die sinnvolle Ausnutzung der Freibeträge und eine Auflistung der tatsächlichen Werbungskosten. Auch hier gibt es regelmäßig Veränderungen, die bei der Senkung der eigenen Steuerlast helfen können. Für das Steuerjahr 2015 waren das unter anderem die folgenden Punkte:

  • Der Steuerfreibetrag für Familien steigt auf 7.152 Euro pro Kind

  • Erstausbildungskosten dürfen nur geltend gemacht werden, wenn die Ausbildung in Vollzeit durchgeführt wird und eine Dauer von mindestens 12 Monaten aufweist

  • Nach einer Scheidung können Zahlungen aus dem Versorgungsausgleich als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Solides Know-how

Damit auch Privatleute in der Lage sind, die steuerlichen Vorteile in vollem Umfang auszunutzen, braucht es ein solides Know-how. Nur wer sich wirklich gut auskennt, kann alle relevanten Schlupflöcher und Sparmöglichkeiten für sich nutzen. Nicht jeder möchte allerdings die hohen Kosten für einen Steuerberater in Kauf nehmen. Eine Möglichkeit bietet sich mit dem WISO Steuer-Sparbuch, das bei der Berechnung der tatsächlichen Steuerlast hilfreich ist. Neben der Erledigung der Einkommenssteuererklärung beinhaltet das Steuer-Sparbuch laut Angaben auf "mein-deal.com" auch zahlreiche Steuer-Tipps und Ratgeber zum Thema. Die Anwendung kann jeder von Zuhause aus nutzen und alle relevanten Kosten und Einnahmen eintragen. Der Vorteil ist, dass durch die Aufnahme der aktuellen Veränderungen keine wichtigen Details vergessen oder übersehen werden können. Wer sich schon seit Jahren mit der eigenen Steuer beschäftigt, weiß um die Unübersichtlichkeit, die hier schnell entstehen kann, wenn kein geeignetes Hilfsmittel zur Hand ist. Auch kann durch die Nutzung einer entsprechenden Anwendung etwas mehr Entspanntheit in Steuerdingen einkehren. Immerhin wissen Steuerzahler dann schon vor dem Bescheid des Finanzamtes, was wirklich auf sie zukommt.