Große Scheinwelt Instagram – ist das noch echt?

Bilder sagen mehr als tausend Worte…oder?

#instagood #love #happy #whatafake – Instagram ist neben WhatsApp wohl die meist geöffnete App an vielen unserer Handys. 700 Millionen aktive Nutzer – Tendenz steigend – scrollen sich regelmäßig durch gestylte Bilder von Kaffee, lackierten Fingernägeln, Blumenmeeren in stylischen Altbauwohnungen, Bikinibodys und dem ganz normalen Leben. Tatsächlich – das ganz normal Leben?

Instagram ist längst zu mehr geworden als einer App, über die Bilder geteilt werden. Ganze Business-Konzepte gründen auf der App – und damit ist nicht das von App-Besitzer Mark Zuckerberg gemeint. Das Mädchen von nebenan wurde zum Influencer dank geschickter Fotokunst und kleine Produzenten werden dank eines richtig platzierten Posts gleich richtig bekannt und zum #musthave. Ja, Instagram ist ein Fotoparadies, das uns alle tagtäglich entertaint – aber ist das noch echt?

Bilder sagen mehr als tausend Worte: Warum wir Instagram so lieben

#instalove – wir lieben die App einfach! Und es gibt einen Grund dafür. Dass die App so erfolgreich ist, verdankt sie einem ausgeklügelten System. Denn worüber haben wir am ehesten Teil am Leben anderer, ohne wirklich viel Zeit investieren zu müssen? Richtig, Fotos. Bilder sagen mehr als tausend Worte, sind schnell geknipst und geteilt. Im Gegensatz zu Facebook langweilen keine eloquent formulierten Postings oder Werbeanzeigen im Newsfeed auf den Nutzer, stattdessen ist es die reine Pixelschlacht, Bilder, die das Leben zeichnet.

Den Stars in das private Fotoalbum schauen oder der besten Freundin auf Schritt und Tritt folgen, auch wenn sie im Urlaub ist und gar keine Zeit hat, lange Emails oder Postkarten zu schreiben – alles kein Problem mit Instagram. Und das ist auch der Grund für den Erfolg der App, die im September 2010 erstmalig im App Store auftauchte. Im April 2012 hatte die schon 30 Millionen Nutzer, was zeigt, wie sehr die Crowd auf ein System gewartet haben, über das einfach und unkompliziert Bilder geteilt werden konnten. Mit #hashtag versehen wurden sie für jeden auffindbar, jeder #foodporn suchte seinesgleichen und die #inspiration wurde zur #instalove.

Tatsächlich lässt sich über eine Bilderstrecke das Leben ganz wunderbar dokumentieren. Morgens das #breakfast, dann zum #workout, danach einen #healthy grünen Smoothie und anschließend ab zum #beach wo das #happygirl auf die Mädels trifft - #squadgoals! Ein Tag in vier Bildern, das Leben erzählt. Noch dazu kommen die Filter, die die App wohl von Anfang an so interessant machten. Kleine Farbverschiebungen wie „Perpetua“, „Mayfair“ oder „Hefe“ lassen die Bilder in einem anderen (viel besseren!) Licht erscheinen, mit der Vintage Brille auf wirkt alles nochmal so attraktiv. Kommentare dazu? Braucht es nicht – das Bild sagt mehr als tausend Worte, die Hashtags vernetzen und zeigen: Am Beach geht’s rund!

Wer attraktive Bilder schießt und veröffentlicht, die gut tagged und fleißig kommentiert, der steigt auf. #instabusiness ist ein neuer Trend, der Influencern weltweit mal eben 1000 Dollar für ein Foto einbringen kann. Caroline Daur, einst die Besitzerin eines kleinen Modeblogs, der durch den Bunte New Faces Award prämiert, explodiert und deutlich an Bekanntheit zugelegt hat, ist inzwischen eine der Top-Influencerinnen Deutschlands. Über eine Million Follower auf Instagram bringen ihr die Möglichkeit ein, von Miami nach Paris, von Hamburg nach Berlin und von Los Angeles nach Mailand zu fliegen. Sie arbeitet mit Designern zusammen, wird zu Shootings eingeladen und managt sich dabei komplett selbst. Sie bekommt Werbeaufträge, weil sie so bekannt ist – und bleibt so bekannt weil sie so viel Werbung macht. Ist Instagram der neue „American Dream“?

Exklusive Einblicke, die Neugier am Leben der Anderen, das schöne Leben in schönen Bildern und die virtuelle Reise an Orte, an die aktuell leider nur die Träume fliegen können – das ermöglicht Instagram, das ist das, was wir lieben. Das spannende dabei: Ein richtig schönes Bild, bleibt ein richtig schönes Bilder, egal ob es von Beyoncé höchst persönlich oder eben von der Nachbarin aus dem dritten Stock gepostet, mit Filter bestückt und veröffentlicht wurde. Oder?

(Foto: fotolia.de ©visoook #119426915)

#fashion #ootd @fahionlover– wer es versteht, Bilder richtig zu taggen und zu verlinken, der erlangt Bekanntheit, mehr Follower – und irgendwann vielleicht auch Sponsoren und Kooperationen. Insta wurde zum attraktiven Businessmodell.

Sprachrohr der Stars: Live-Ticker Instagram

Naja, nicht ganz. Denn Queen Bey bleibt halt Queen Bey, bei der nicht nur über den Content gesprochen wird, den sie veröffentlicht, sondern auch den, den sie nicht veröffentlicht. Die große Frage „Sind die Zwillinge längst da?“ beschäftigte vor der Verlautbarung durch die amerikanischen Medien vermutlich ca. 11.047.777 Menschen – denn so viele haben die Veröffentlichung der Baby-News auf Instagram geliked. Basierend auf ihrer Instagram Abstinenz seit Ende Mai, wurde über Wochen davon ausgegangen, dass die frischgebackene Zwillingsmama das traute Familienglück genießt. So spannend das auch sein mag bedeutet es im Umkehrschluss, dass Instagram gewissermaßen die neue Paparazzi und Nachrichten-Funktion übernommen hat. Instagram: Ein Liveticker der Stars.

Während es früher exklusive Interviews und Fotoshoots gab, geben die Stars heute selbst den Ton an. Sie entscheiden, was sie mit ihren Fans teilen und wann sie es tun. Das bedeutet zwar nicht, dass sich kein anderer mehr darum bemüht, Sachen vor der Veröffentlichung zu erfahren und an die Medien zu bringen – am Ende aber werden keine exklusiven Bilder mehr für so hohe Preise gehandelt, wie früher. Große Ankündigungen laufen dabei genau so über die Fotosharing App, wie das alltägliche Leben der Stars. Datenight, Dinner, Spielen mit den Kids oder auch der Studioalltag. Schnappschüsse von der Tour sind ebenfalls beliebt und zählten 2016 zu den beliebtesten Bildern auf der gesamten Plattform – wobei diese Top Ten tatsächlich einzig und allein unter zwei Stars aufgeteilt ist: Cristiano Ronaldo und Selina Gomez, deren Platz eins ein Bild im Vintage Look zeigt, auf dem sie eine Cola-Flasche in der Hand hält. Die Zahl dazu: 6.578.017 Likes.

Dass Beyoncés Baby Ankündigung im Februar dieses Jahres fast doppelt so viele Likes einsackt zeigt nur, dass der Dienst tatsächlich immer größer wird und er mehr und mehr Aufmerksamkeit zugemessen bekommt. Denn auch die Medien gründen inzwischen auf Instagram Bildern. Sie werden verlinkt und kommentiert – Bildrechte brauchen sie nicht mehr, denn das Bild lässt sich einfach implementieren. Ein großer Schritt in Richtung mehr Schnelligkeit, mehr Nähe, kleinerer Welt. Artikel kommentieren die neusten Schnappschüsse und spekulieren über Babybäuche, Trennungen, Liebes Comebacks. Und die Fans machen munter mit, danken für so viel Nähe, kommentieren und liken fleißig. Die Welt ist noch ein Stück kleiner geworden – und der Blick in das Leben der Stars noch müheloser.

Dabei bedingen sich zwei Sachen gegenseitig – zum einen ist die Bekanntheit der Stars dafür entscheidend, wie viele Follower sie haben, auf der anderen Seite ist die Instagram-Aktivität auch wertvoll, um im Gespräch zu bleiben. Nicht jeder ist schließlich Queen Bey und kann sich eine Auszeit von mehreren Wochen leisten und dennoch so viel Publicity ernten. Ja, gewissermaßen ist Instagram zu einem Sprachrohr der Stars geworden. Das gibt uns als Fans die Möglichkeit, möglichst nahe an ihrem Leben teilzuhaben und zeigt gewissermaßen auch, dass auch sie nur Menschen sind.

Spannend an der Geschichte der Influencer ist außerdem, dass sich gewissermaßen jeder zum Instagram Star aufschwingen kann. Denn letztendlich sind es die Postings und die Followerzahl, die bei Instagram bestimmen, wer bekannt ist und wer nicht – logisch, oder? Das sollte man zumindest meinen. Die Wahrheit, sieht jedoch anders aus, wie Blogger immer wieder verlauten lassen.

(Foto: fotolia.de ©Drobot Dean #90282615)

Anderen auf den Teller gucken und auch die Stars live verfolgen, wenn sie keine Interviews geben, das macht Instagram zur App mit Suchtfaktor. Aber wie viel davon ist echt?

 

Alles fake? Blogger über die große Scheinwelt

#instafake? Instagram zeigt Bilder – und die sagen mehr als tausend Worte – oder etwa nicht? Tatsächlich sieht die Lage etwas anders aus. Denn wenn man ganz nüchtern überlegt, kommt doch der Gedanke auf, dass ein Bild der besten Freundin auf Insta wohl kaum alles sagt, was ein zweiseitiger Brief verkünden würde – oder? Das Lächeln verrät nicht, ob es gefaked ist. Das Foto teilt nicht mit, ob es jetzt, vor zwanzig Minuten oder gar zwei Jahren geschossen wurde. Und auch der Mensch trägt kein Label #happy, wenn auch das Foto so getagged sein mag.

Mal ganz davon abgesehen dass man mit der besten Freundin auch einfach drüber spricht und manche Dinge schlichtweg nicht auf Fotos zu sehen sein sollen, müssen wir dennoch überlegen: Was sagt uns diese Instagram-Welt im Handy eigentlich? Teure Taschen mit schicken Blumen, lackierte Fingernägel, die sich um eine Kaffeetasse, oder jetzt im Sommer auch wahlweise um eine Eiswaffel schlingen…geht es da um das schöne Bild? Oder darum zu wissen, was der andere gerade macht?

Ist es letzteres, so ist klar zu sagen: Alles fake! So sehen es zumindest viele Blogger in Deutschland. Denn weder ist das Foto aus einer natürlichen Situation heraus – einfach so mal eben – entstanden, noch ist tatsächlich alles am Setting echt. Instablogger stecken harte Arbeit in die Erstellung ihrer Fotos, sie posieren stundenlang und machen 20 Selfies, bis eins davon passt. #wokeuplikethis? Sicher nicht. Und auch die Louis Vuitton Tasche neben dem Blumenstrauß gehört nicht immer dem eigenen Kleiderschrank an.

Instagram ist, wie alle anderen sozialen Medien auch, schlicht und ergreifend zur Selbstdarstellung gemacht. Wenn auch die ursprüngliche Idee dahinter gewesen sein mochte, andere am eigenen Leben teilhaben zu lassen, so ist doch festzustellen, dass nicht alles ungefiltert (oder gar nur ohne Filter!) auf Instagram hochgeladen wird. Stattdessen wird natürlich sorgfältig selektiert: Ein Selfie mit einer unvorteilhaften Pose? Wohl eher nicht. Eins auf dem alles aalglatt und an den anderen Stellen richtig gerundet aussieht? Immer her damit. Unter #30secondbeforeandafter haben Fitnessmodels zur Schau gestellt, wie ihr Körper tatsächlich aussieht – wenn sie nicht posen, sondern eben wie ein ganz normaler Mensch sitzen oder den Bauch nicht anspannen.

Und hier liegt die Krux. Denn alle, die das Leben auf Insta für bare Münze nehmen, haben ein Problem. Eine schöne Abfolge von vier Bildern, die das Leben in einfachen Worten möglichst schön erklären zeigen nun mal nicht, dass in der Zwischenzeit noch zwölf Emails raus mussten, 15 unseriöse Anfragen für ungewünschte Kooperation eintrudelten, der Bauch vom Frühstück rumort hat und auch das Workout gar nicht so gut lief, wie vielleicht letzte Woche. Es zeigt nicht den Anruf vom eifersüchtigen Freund, der sauer ist, dass heute Abend schon wieder keine Zeit für eine gemeinsame Aktivität ist und das Gezicke im #girlssquad wird auch nicht sichtbar gemacht…ja, es ist die pure Selbstdarstellung. Denn mal ehrlich – wer will denn schon die unangenehmen Seiten des eigenen Lebens zeigen? Und wer will darüber lesen, wenn eben kein schönes Foto dabei ist, sondern ein verheultes, verquollenes Gesicht aus dem Handy entgegen schaut? Vermutlich keine 11 Millionen, die das Beyoncé Babybauch-Bild so sehr mochten.


Ja, es mag fake sein – aber mal ganz ehrlich gesehen: Wollen wir es anders? Wollen wir die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit? Näher betrachtet muss wohl die Mehrheit zugeben: Unsere Scheinwelt gefällt uns ganz gut. Deswegen steigen auch die Nutzerzahlen und die, der Influencer – denn wer möchte nicht ein Stück vom Kuchen abhaben, wenn es nach Miami, New York, Los Angeles, London und Paris geht?

(Foto: fotolia.de ©xerox123 #140057515)

#squadgoals #beachlife #bffs @fahionprincess @beachgirlie – Instablogger, die zusammen unterwegs sind und sich gegenseitig pushen kommen gut an. Was auf dem Foto wie dicke Freundschaft aussieht ist in Wahrheit vielleicht aber geprägt von Missgunst, Neid und eine reine Zweckgemeinschaft.
 

Über Darstellung zum Erfolg: Profi-Fotos statt Handyknipse

Das Geheimnis dahinter scheint einfach: Richtig gute Bilder. Aber wer sich einmal auf den beliebtesten Instagram-Accounts umsieht – abgesehen von denen, die sich nicht um Stars wie Selena Gomez, Cristiano Ronaldo oder Beyoncé drehen – der sieht schnell, das richtige Profis am Werk sind. Die Bildkomposition passt, das Licht sitzt, alles ist farblich abgestimmt und sieht sogar ohne Filter richtig gut aus. Klar sind es auch tolle Destinationen, von denen die Travelblogger ihre Bilder hochladen, aber ein Fashionfoto richtig toll zusammenzustellen, das Interieur der eigenen Wohnung in das richtig Licht zu rücken oder alltägliche Dinge, wie kleine Gässchen, Geschäfte, Blumen oder auch mal wieder den schnöden Kaffee beinahe künstlerisch wirken zu lassen – das ist dann schon echtes Können.

Ein „Geheimnis“ dabei ist, dass Instagram lang nicht mehr nur von Handyschnappschüssen gefüttert wird. Die große Spiegelreflexkamera gehört zur Grundausstattung jedes Bloggers und sie kommt auch zum Einsatz, wenn gute Bilder gefragt sind. Ein Schnelles Selfie ist selten tatsächlich ein „schnelles Selfie“ – stattdessen wird im Zweifelsfall eins von 250 Bildern ausgewählt, das nach langer Schminksession und in Szene setzen entstanden ist. Und wenn es wirklich wichtig ist, wird auch gezielt ein Fotograf angeheuert, der eine ganze Fotostrecke erstellt, die über die nächsten Wochen an die Follower „verfüttert“ werden kann.

Wer selbst zum #instablogger werden will, der sollte sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzen. Ein professionelles Portrait zu erstellen ist nämlich nicht zwangsläufig eine Frage der Technik, sondern geschieht in unterschiedlichen Schritten eher durch eine Mischung aus guter Planung, Konzeption und der entsprechenden Nachbearbeitung. Ist das Prinzip der richtigen Bildkomposition, Lichtsetzung und Postproduktion erst einmal verstanden, können auch schicke Outfitfotos erstellt werden, die ebenfalls mit Planung in Verbindung zu bringen sind. Gerade Outdoor Shootings hängen stark von der Tageszeit und der richtigen Position an. Kommt das Licht dann im richtigen Winkel an, sollte alles ganz schnell gehen können. Ein Grund mehr, im Vorfeld ein Mood-Board zu erstellen und auf Location Suche zu gehen. Denn auch daran erkennt man einen richtig guten Instagram Account – alles sieht irgendwie ähnlich aus, stimmt in Lichtsetzung, Stimmung und Farbgebung überein.

Auch gibt es gewissermaßen eine Themenrichtung, in die sich ein Instagram Account orientieren sollte. Die Szene hängt eng mit dem Bloggerleben zusammen – viele Instamodels betreiben zeitgleich einen Blog – und auch dort ist es wichtig, seine Nische zu finden. Sind es Reisen? Mode? Oder doch eher Food, das in deinen Interessensbereich fällt? Egal was es ist – nichts geht ohne gute Bilder und das richtige Geschick an der Kamera. Ist das gegeben, ist es zwar immer noch kein Kinderspiel, aber die Chance, in den Olymp der Scheinwelt-Götter der #instamodels aufzusteigen, besteht.

(Foto: fotolia.de ©amixstudio #116369746)

Wer auf Dauer erfolgreich sein will, der kommt um professionelle Fotos nicht herum. Instablogger tun sich häufig mit befreundeten Fotografen zusammen und sorgen so immer für den optimal in Szene gesetzten Feed.

 

Vom Anfänger zum Influencer

Aber wie gelangt man dahin? Es klingt schließlich verlockend – Bezahlung für die Dokumentation des eigenen Lebens, das aus Umherreisen, Händeschütteln und tollen Events besteht. Am Ende ist es weder so glamourös, noch so einfach wie es scheint, wie Caro Daur klarstellt. Wie bereits anklang ist es schon lange nicht mehr mit dem Posten von Handybildern getan. Professionell erstellte Bilder wollen nachbearbeitet und optimiert werden, Postings verfasst und Kooperationen gepflegt werden. Und an diese musst du auch erst einmal herankommen.

Gerade zu Beginn ist es ratsam, erst einmal den Account zu füttern, zu pflegen und auf Instagram richtig aktiv zu werden. Klingt logisch, aber ohne Account wird auch das Leben als Instablogger nichts. Durch Kommentare und dem Folgen von anderen Accounts wächst die Gruppe der Follower und man wird für die Kooperationen mit Firmen interessanter. Soweit so gut. Dann jedoch, geht es daran Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Dafür empfiehlt es sich, erst einmal zu überlegen, was denn zum eigenen Stil passt. Das ist nicht nur im eigenen Interesse – schließlich soll sowohl der eigene Account damit bereichert werden als auch die kooperierende Firma etwas davon haben. Zu Beginn heißt es da oft: Produkt für Foto. Denn ein Status, bei dem sogar oben drauf gezahlt wird, der muss erst einmal erarbeitet werden.

Die Anfragen an Unternehmen und passende Kooperationspartner sollten dann schon mit einer gewissen Professionalität angegangen werden. Marketingangestellte von interessanten Firmen bekommen täglich diverse Anfragen – eine wirklich gute sticht heraus, genauso wie eine besonders schlechte. Es ist deshalb wirklich hilfreich, sich zu Beginn auf einschlägigen Blogs umzusehen und zu schauen, wie sich Unternehmen eine Anfrage wünschen. Somit hat das Unterfangen auch eine Chance auf Erfolg – und der Spaß kann beginnen.

Aber: Wer anfragt, der muss auch abliefern. Es ist nie zu vergessen, dass es sich auch bei den Instabloggern letztendlich um Arbeit handelt. Und setzt du dich genauer damit auseinander, wirst du schnell feststellen wovon Stars wie Caro oder auch Nina Schwichtenberg von Fashiioncarpet sprechen, wenn sie sagen, dass sie mit ihrem Blog tatsächlich einen Vollzeitjob ausüben. Ebenfalls ganz wichtig: Vergiss nicht, dass du dich im Internet bewegst. In Zeiten sozialer Medien ist sowohl viraler Content eine Sache, die ganz schnell und ganz unfreiwillig über Blogger hereinbrechen kann. Das Internet vergisst nie. Und auch Menschen sind dort unterwegs, die eben nicht mögen, was sie da sehen, die neidisch oder einfach schlecht drauf sind. Hater hinterlassen miese Kommentare – dagegen ist kein Kraut gewachsen, weswegen auf Dauer nur ein richtig dickes Fell hilft.

(Foto: fotolia.de ©Kaspars Grinvalds #128968517)

Auf Dauer kommen nicht nur Fame, Follower und Geld dabei rum – auch Hater hinterlassen ihre Kommentare unter den eigenen Bildern. Da hilft nur Durchhaltevermögen. Und ein richtig dickes Fell!



Fazit: Auf dem Weg zum Instablogger?

Scheinwelt Instagram – oder auch ein richtig attraktives Pflaster für Blogger und solche, die es werden wollen. Attraktive Kooperationen winken genauso wie vielleicht der ganz große Aufstieg, wie ihn Caro Daur hingelegt hat. Allerdings sollten wir nie vergessen, dass da a) doch richtig viel Arbeit hinter steht und b) tatsächlich nicht jedem mit Fotogeschick eine solch rasante Karriere vergönnt ist. Glück gehört genauso dazu, wie Können, Ausdauer und ein richtig dickes Fell. Dann aber kann es bestimmt Spaß machen – vorausgesetzt man nimmt nicht alles für bare Münze, das dort als solche gehandelt wird. Denn das wissen sowohl Instablogger als auch (hoffentlich!) jeder Nutzer: Instagram ist mehr Schein als Sein - und es ist schon gar nicht alles Gold was glänzt.