Raserei am Steuer

Diese Promis kassierten die dicksten Strafen

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, muss sich an bestimmte Regeln halten. Das lernt man schon in der Fahrschule. Nicht betrunken ans Steuer setzen, die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten, kein Handy ans Ohr beim Autofahren, immer brav den Gurt anlegen, und - man möge es nicht glauben - wer Auto fährt, braucht einen Führerschein. 

Was für uns Normalbürger die selbstverständlichste Sache der Welt ist, scheint für Promis nicht zu gelten. Ok, an dieser Stelle wollen wir natürlich nicht alle Promis über einen Kamm scheren. Bei den meisten Stars kann man nicht meckern. Sie sind zwar berühmt, fallen aber nie durch Eskapaden am Steuer auf. 

Aber leider haben nicht alle eine blütenweiße Weste. Im Gegenteil. Manche Stars und Sternchen scheinen geradezu unbelehrbar zu sein und ignorieren großzügig alle Verkehrsregeln. Besonders beliebt unter Prominenten: Die Raserei. Das hier laut Bußgeldrechner hohe Geldstrafen drohen oder man den Lappen gleich ganz abgeben muss, was soll’s. Und zur Not kann man ja auch noch auf den Promibonus hoffen. Oder den eigenen Chauffeur bemühen.

Lest selbst, welche Promis die schlimmsten Raser im Straßenverkehr sind und welcher Star wegen seines Bleifußes sogar lebenslang kein Auto mehr fahren darf.

  1. Deutschlands Profi Kicker werden auffällig häufig beim Rasen erwischt. Vielleicht liegt es ja an den meist PS-starken Sportwagen in der Garage. Dortmunds Kicker Marco Reus ist dafür das beste Beispiel. Der Bundesliga-Profi brachte das „Kunststück“ fertig, innerhalb von mehreren Jahren zig Mal geblitzt zu werden. Der Clou: Bei einer Verkehrskontrolle stellte sich heraus, dass er auch noch nie in seinem Leben einen Führerschein gemacht hatte. 
     
  2. Fürs jahrelange Fahren ohne Fahrerlaubnis gab‘s dann auch eine mehr als saftige Strafe - 540000 Euro waren fällig. Mittlerweile hat Reus die Fahrschulbank gedrückt und seine Prüfung bestanden. Genügend Fahrpraxis hatte er ja im Laufe der letzten Jahre sammeln können. Auch Bundestrainer Jogi Löw sieht es mit dem Einhalten der Geschwindigkeit nicht ganz so genau. Bereits in 2006 gab‘s für „unseren“ Jogi einen ersten Warnschuss vor den Bug: Vier Wochen Fahrverbot wegen zu schnellen Fahrens. Geholfen hat’s anscheinend nichts, denn 2014 musste er seinen Schein gleich ganz für ein halbes Jahr abgeben. Zu viele Raser-Punkte in Flensburg waren schuld. Da hat wohl einer nichts dazugelernt.
     
  3. Der Bielefelder Berg wurde TV-Star Simone Thomalla zum Verhängnis. Wie so viele vor ihr tappte sie in die Blitzer-Falle und wurde mit ihrem Mercedes Benz mit 160 km/h abgelichtet. Erlaubt waren an dieser Stelle leider nur 100 km/h, was der Schauspielerin einen Monat Fahrverbot und 100 Euro Geldbuße einbrachte. 
     
  4. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Genauso wie die Mutter hat auch Töchterchen Sophia Thomalla Probleme, den Fuß vom Gas zu nehmen. Die hübsche Moderatorin toppt ihre Mutter aber um Längen und verbuchte in zwei Jahren insgesamt 121 (Ja, richtig gelesen Einhunderteinundzwanzig!) Knöllchen in ihrer Verkehrssünderakte. Davon allein 90 für Falschparken. Das klingt, als hätte sich da jemand einen feuchten Kehricht um Parktickets geschert und auch sonst fast jede Verkehrsregel gebrochen, die es zu brechen gibt. Ende 2014 dann der traurige Höhepunkt: Nachdem sie mehrmals beim Rasen erwischt wird, ist ihr Führerschein futsch. Sie fährt trotzdem weiter und wird prompt erwischt. Ein Fahrverbot bis 2015 und 9000 Euro Strafe scheinen Wirkung zu zeigen, denn seit dem Urteil hat Sophia ihren Beifuß unter Kontrolle. Da passt es ja bestens, dass die hübsche Brünette seit September 2018 eine neue Auto-Show auf dem Privatsender DMAX moderiert.
     
  5. Auch der kanadische Teenie-Schwarm Justin Bieber musste ein Blitzlichtgewitter über sich ergehen lassen. Und damit sind keinesfalls die Fotografen auf dem roten Teppich gemeint. Ganze sechs Mal machten die Radarkameras auf in Dubai „Klick“, als der kanadische Sänger 2013 bei einer Spritztour mit einem gelben Lamborghini über die Küstenstraße raste.
     
  6. Profi-Boxer Arthur Abraham gibt nicht nur im Boxring, sondern auch auf der Straße richtig Gas. Die Polizei dagegen war nicht erfreut, als sie ihn in seinem schwarzen Ferrari auf der Berliner Stadtautobahn mit 230 km/h aus dem Verkehr zog. Erlaubt sind 80 km/h. Die Ausrede, die „König Arthur“ den Beamten auftischte, konnte sie nicht wirklich überzeugen. „Er müsse dringend zu einer Preisverleihung der goldenen Henne in Berlin“. Die Polizisten winkten ab. 3 Monate Führerscheinentzug, 1360 Euro Bußgeld und 4 Punkte in Flensburg waren die Quittung. Tja, die Polizei kennt bei Blitzern selten Gnade. Außer beim Sprint in den Kreissaal, den ein Pärchen aus München im November 2018 filmreif hingelegt hat. Um 2:14 Uhr auf der rasenden Fahrt ins nächste Krankenhaus geblitzt zu werden und das Baby bereits 13 Minuten später zur Welt zu bringen. Respekt! Zur Belohnung gab‘s einen Glückwunsch statt Bußgeld-Ticket von der Polizei.
     
  7. Womit wir auch zum unrühmlichen Ende unserer Promi-Raser-Liste kommen. DJ und Musikproduzent David Guetta zählt zu den Stars der Elektro-Szene, darf aber nie wieder auf einem Fahrersitz Platz nehmen. Vor ein paar Jahren hat die französische Polizei den Musiker wegen chronischer Raserei komplett aus dem Verkehr gezogen. Der Führerschein ist auf Lebenszeit weg, zumindest in Frankreich. In anderen Ländern kann der Franzose weiterhin mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straßen brettern. Bis zum nächsten Blitzer-Foto.