“Tuning-Ladys”: Gestylte Autos für die Damenwelt

Die Zeiten, in denen Frauen mit eher weniger Begeisterung auf Tuningtreffen gesichtet wurden, sind längst vorbei. Rund 20 Prozent der begeisterten Tuner sind mittlerweile weiblich und bezeichnen sich gern selbst als “Tuning-Tussis”. Dabei sind die gestylten Autos der Damenwelt in jedem Fall ein Blickfang und stehen denen der begnadeten männlichen Tuner in nichts nach.

Angefeuert wird der neue Lifestyle-Trend der Damen durch Filme wie The Fast and the Furious. Dabei tunen Frauen ihre Autos anders als Männer. Während letztere gern an Leistung und Sound arbeiten, geht es den weiblichen Autofans vor allem um das Styling. Die Tuninghersteller haben darauf reagiert und bieten allerhand  feminines Styling-Zubehör. Das Angebot reicht von mit Strasssteinen besetzten Felgen bis hin zu Folien, die die Karosserie veredeln. 

Schrauber-Mädels legen selbst Hand an

Dass Frauen das Styling ihres Fahrzeugs Werkstätten überlassen, ist eine weitverbreitete Annahme und trifft in vielen Fällen natürlich auch zu. Fernab dieser Situation sieht es aber auch bei vielen Frauen anders aus, denn zum neuen Lifestyle gehört es, sich selbst die Hände schmutzig zu machen. So werden sämtliche Schrauberarbeiten selbst übernommen. Dabei trauen sich die Schrauber-Ladies sowohl an optische als auch an technische Veränderungen. 

Zudem sind Tunerinnen oft viel mutiger als Männer. Sie begeistern nicht nur mit vielen Ideen, sondern setzen diese auch konsequent bis ins letzte Detail um. Die damit verbundene Detailverliebtheit ist eines der Markenzeichen der getunten Damenautos. Präzision und Qualität kennzeichnen das Tuningergebnis. Raffinierte Autolacke mit außergewöhnlichen Effekten finden sich hier deutlich häufiger als bei den Autos der Männer. Der Trend setzt sich bei der Innenausstattung fort. So werden Lederbezüge beispielsweise so akkurat und detailverliebt verarbeitet, dass es scheint als wurde den Sitzen eine perfekt angepasste Lederjacke angezogen. 

Ohne PS-Wahn, aber mit viel Elan

Tatsächlich sind viele gestylte Damenautos dem PS-Wahn noch nicht verfallen. Wenn überhaupt wird die Leistung oft nur gering nach oben korrigiert. Viel wichtiger ist das einzigartige Design. Ein “Auto von der Stange” kommt für viele Damen nicht mehr infrage. Vielmehr soll es zum eigenen Style passen und dabei am besten so wandlungsfähig sein wie das eigene Outfit. 

Eine Lösung, die Frauen fürs optische Tuning entdeckt haben, ist das Folieren. “Mit einem relativ geringen Budget lassen sich durch individuell gestaltete Folien in einer Werkstatt die verschiedensten Designideen umsetzen.”, so die Experten von Caroobi. Das Folieren hat nicht nur optische Vorzüge, wie die Schrauber-Ladies gern betonen. 

Es schützt auch den Lack und lässt sich darüber hinaus immer wieder neu anpassen. Dabei sind den Gestaltungsideen bei den Folien kaum Grenzen gesetzt. Es lassen sich die verschiedensten Farben ebenso umsetzen wie unterschiedliche Formen und Motive. 

Detailverliebtes Design darf einiges kosten

Wie im Film lassen sich die begeisterten Tuning-Ladies die Fahrzeugveränderung einiges kosten. Es ist keine Seltenheit, dass für Strasssteinchen an den Felgen, aufwendige Lack Akzente und neue Bezüge mehrere zehntausend Euro gezahlt werden. Ohne Zweifel versteht sich Frau darin, auf Messen und Tuningtreffen für Begeisterung zu sorgen. 

Tuningkenner betonen daher immer wieder, dass getunte Damenautos bei den Messen und Veranstaltungen weiterhin ein echter Höhepunkt sind. Es überrascht daher nicht, dass auch die PS-verliebten Tuner gern einen Moment an den Damenautos innehalten, um die vielen mutigen Details zu entdecken. So wird immer deutlicher, dass sich die Tuning-Ladies längst nicht mehr hinter der Männerwelt verstecken müssen.