Wie bekomme ich als Frau Body Positivity?

Auf dem Weg zum Frieden mit sich selbst

Body Positivity ist das neue Schlagwort, das allerorts zu lesen und teilweise auch zu erkennen ist. Models müssen nicht mehr „ideal“ sein, sondern dürfen auch dick, klein, mit Einschränkungen oder Pigmentstörungen der Haut auf den Laufsteg. Immer mehr Konzerne entdecken das Thema für sich und lassen auch mal ganz normale Frauen modeln. Dadurch wollen sie eine gewisse Nähe zu ihren Kundinnen erzielen, die sich sonst vielleicht nicht ausreichend repräsentiert fühlen. Oder sie möchten einfach nicht zu den letzten gehören, die auf diesen Zug aufspringen.

Geht es Unternehmen um Ideale?

Langsam aber sicher merkt man, dass sich in der Modeindustrie etwas tut. Immer häufiger sieht man Models, die Kurven statt Knochen haben. Es scheint ein Umdenken stattzufinden: Es geht vielmehr um Gesundheit und ein gesundes Aussehen und die Modeindustrie ist auf dem Weg sich neu zu erfinden. Weg vom Supermodel – hin zum Girl next Door.

Wir müssen uns selbst um unser Selbstbild kümmern

Die wenigsten Menschen sind dauerhaft mit sich selbst zufrieden. Selbst die schönsten Frauen sehen an sich Makel, die für sie zu einem echten Problem werden. Selbst wenn es nur die knubbeligen Knie sind. Auch die Stars, die viele von uns sich als Vorbild nehmen und die stets perfekt gestylt und mit optimalen Maßen auf den roten Teppichen erscheinen, sind von Perfektion sehr weit entfernt. Sobald sie nämlich etwas von ihren Anstrengungen ablassen, perfekt auszusehen, geraten auch sie in eine Falle aus Zu- und Abnahme, werden in Schlabberhosen und mit ungekämmten Haaren von den Paparazzi erwischt und sehen uns durchschnittlichen Frauen dabei verdammt ähnlich. Es ist nämlich ganz normal, dass der menschliche Körper nicht „perfekt“ ist und sich zudem im Lauf der Zeit und verschiedenen Lebensphasen immer mal verändert. Nur, wie bekommen wir das in unseren Kopf?

Ehrlich, die meisten von hassen Teile ihres Körpers?

Wie schlimm die Lage ist, kann man sich bewusst machen, indem man sich vor Augen hält, dass die meisten Frauen irgendetwas an ihrem Körper hassen. Das bedeutet, dass die meisten von uns mit einer Art von Selbsthass durch die Welt laufen und sich jeden Tag selbst damit schwächen. Anstatt sich auf das eigene Potenzial zu konzentrieren, und zu einem glücklichen Menschen zu werden, verbringen wir unsere Zeit mit Gedanken über dicke Oberschenkel, krumme Zehen oder hängende Augenlider. Dinge, die den meisten anderen Menschen an uns nicht einmal auffallen – zumindest nicht in dem Maß, wie wir es empfinden. Was wäre die Alternative? Uns zu lieben, wie wir nun einmal sind. Was für ein Frieden würde in unserem Inneren herrschen!

Vorteilhafte Kleidung ist der erste Schritt

An jedem Körper gibt es Bereiche, die man gern anders gestalten würde, wenn man die Wahl hätte ... Häufig liegt das unerwünschte Bild an der falschen Kleidung, die einfach unvorteilhaft wirkt. Schnitt, Farbe und Muster machen extrem viel von dem aus, wie wir in Kleidung wirken. Wir haben es in der Hand, das Bild, das wir nach außen abgeben, zu einem großen Teil selbst zu steuern. Leider fehlt vielen Frauen das Know-how. Sie lassen sich von Modetrends blenden, denen sie zu folgen versuchen. Dabei kommt es ganz wesentlich darauf an, den eigenen Stil zu finden und die „Schokoladenseiten“ in den Vordergrund zu rücken.

Wissen über die Wirkung von Kleidung

Ein Unternehmen wie C&A kennt sich mit Kleidung für Frauen bestens aus. Immerhin sind die hauseigenen Designer zu jeder Saison damit beschäftigt, die perfekte Kombination aus trendigen und vorteilhaften Kleidungsstücken zu kreieren. Dabei liegt das Augenmerk immer darauf, dass die Kundinnen glücklich sind und sich in den Teilen wohlfühlen. Andererseits wählen sie einfach einen anderen Anbieter. Darum gibt es bei C&A nützliche Tipps, wie man sich so stylen kann, dass bestimmte Bereiche des Körpers hervorgehoben und andere wiederum in den Hintergrund gerückt werden.


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Das Selbstbild zurechtrücken

Wir alle waren einmal Teenager, die eventuell von anderen gemobbt wurden, oder wir leben mit unfreundlichen oder abwertenden Kolleg/innen. Vielleicht hat uns auch ein Ex mal unschöne Dinge an den Kopf geworfen, die nun in unserem Gehirn rumoren und uns als falsche Glaubenssätze dauerhaft begleiten. Wir sollten und bewusst machen, dass manche Leute ganz genau wissen, wie sie andere verletzen können, und dass wir deren Meinung nicht zu ernst nehmen dürfen.

Wenn wir uns einmal erinnern, wann wir uns über Speckröllchen oder andere, vermeintliche Schwächen keine Gedanken machen, dann fällt uns auf, dass solche Dinge in der Phase einer Verliebtheit absolut keine Rolle spielen. Dann sind wir so mit Glückshormonen geflutet, dass alles andere egal ist. Wie wäre es, wenn wir uns selbst lieben würden? Wenn wir in den Spiegel sehen wie eine verliebte Person? Für viele mag dieser Gedanke sehr weit entfernt sein, doch es ist möglich!

An sich selbst arbeiten und das Positive sehen

Ganz von selbst wird sich unser Bild nicht ändern – wir müssen etwas dafür tun. Jede kann selbst herausfinden, welche Art und Weise für sie am besten geeignet. Meditation, moderater Sport, sich selbst bestärken – es gibt viele Methoden. Wichtig ist es, einfach zu beginnen, denn der Weg zur Body Positivity mag lang sein, aber er beginnt mit den ersten Schritten.