Berühmte Möbeldesigner des letzten Jahrhunderts

Trends für Designermöbel im stetigen Wandel

Nicht nur Architektur und Mode spiegeln eine Ära wider, sondern auch an Möbeln lassen sich gewisse Trends der Zeit erkennen. Während manche berühmte Möbeldesigner den Weg als Architekt oder Möbelschreiner begonnen haben, gibt es ebenfalls viele Quereinsteiger. Denn die Erfindung eines legendären Möbelstücks, das zeitloses Design mit bequemem Komfort verbindet, stellt hohe kreative Anforderungen. Über das letzte Jahrhundert haben sich in Deutschland und weltweit eine Reihe von berühmten Möbeldesignern einen Namen gemacht, die wir mit ihren Erfindungen hier näher vorstellen.

Trends für Designermöbel im stetigen Wandel

Das Design von Möbeln gehört mit zu den wichtigsten Kaufkriterien, denn schließlich sollen die Einrichtungsstücke zum Rest des Raums passen und eine gute Figur machen. Die Ideen der Möbeldesigner sind dabei weit gestreut und Trends reichen von einem einfachen Stil zu moderner oder futuristischer Optik. Für manche liegt der Fokus auf zeitlosen Möbelstücken, während andere Kreative den Puls der Zeit treffen möchten. Vergleicht man die Möbel von berühmten Designern aus dem letzten Jahrhundert, gibt es einige Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. An den Einrichtungsstücken lässt sich erkennen, wie schnell sich das Rad der Zeit dreht und Möbelstücke von den besten Möbeldesignern dennoch zeitlos wirken können.

Berühmte deutsche Möbeldesigner

Rudolf Horn – modulare Möbelstücke aus der DDR

Die Deutsche Demokratische Republik spannte sich über einen beträchtlichen Zeitraum des 20. Jahrhunderts und trotz der Zwänge des Sozialismus brachte der Ost-Staat mit Rudolf Horn einen bekannten deutschen Möbeldesigner hervor. Das modulare Konzept der Möbelstücke des 92-Jährigen sollte es Haushalten ermöglichen, die individuellen Bedürfnisse zufriedenzustellen. Für ihn war der Zweck von Möbeln die Nutzung durch Menschen und deren Anforderungen mussten von den Erfindungen erfüllt werden. Sogar den Kreationen von anderen Designern nahm sich Rudolf Horn an und erschuf das Modell „Freischwinger“. Das Design des Stuhls geht auf den „Barcelona Chair“ von Ludwig Mies van der Rohe zurück, der im Original jedoch für zu unbequem befunden wurde. Ansprechendes Design spielt in den Ideen von Horn eine große Rolle, muss sich aber stets hinter Funktionalität und Komfort einordnen.

Konstantin Grcic – Möbeldesign ohne Kompromisse

Im 21. Jahrhundert gehören die Möbel von Konstantin Grcic wohl zu den bekanntesten Kreationen eines deutschen Designers. Seine Erfindungen heben sich von anderen Einrichtungsstücken durch zahlreiche Innovationen ab und haben den Anspruch, den Puls der Zeit zu treffen. Bei der Restaurierung von alten Möbeln fing die Leidenschaft des gebürtigen Münchners an und bis heute hat ihn das Möbeldesign nicht losgelassen. Bekannt ist Grcic vor allem für den Stuhl „Chair One“, der sich durch seine ungewöhnliche Gitterstruktur hervorhebt. Obwohl das außergewöhnliche Design zuerst auffällt, soll der Stuhl nicht nur als Ausstellungsstück dienen, sondern kann ebenfalls durch bequemen Sitzkomfort überzeugen.

Bekannte Möbeldesigner aus dem Ausland

Charles Eames – funktionale und zeitlose Möbel

Am 17. Juni 1907 in St. Louis geboren, gelangen dem amerikanischen Möbeldesigner die meisten ikonischen Erfindungen zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Dazu gehört auch der berühmte „Eames Lounge Chair“, der 1956 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Ziel von Eames war es, den Komfort von älteren Möbeln mit einem modernen Design zu verbinden. Bei seinen Erfindungen arbeitete Charles Eames eng mit seiner Frau Ray zusammen und das Paar dachte sich viele Möbelstücke gemeinsam aus. Das Aussehen von Stühlen, Garderoben oder Beistelltischen des Amerikaners hat im 21. Jahrhundert nichts von seinem Charme verloren und die verwendeten Designs wirken zeitlos. Auch heute noch werden Möbel von Charles Eames unter der Marke Vitra gefertigt und in Deutschland vertrieben.

Alvar Aalto – geschwungenes Holz als Markenzeichen

Aufgrund seiner Verdienste im Bereich Architektur zählt der Finne zusammen mit Mies van der Rohe, Le Corbusier und Frank Lloyd Wright zu den sogenannten „großen Vier“ der Baukunst. Seine Mission von der „Humanisierung der Architektur“ übertrug Aalto ebenfalls auf andere Bereiche und so standen für den finnischen Möbeldesigner bei den Konzepten für Möbelstücke vor allem die wirklichen Anforderungen im Haushalt im Vordergrund. Die Einrichtung sollte einen funktionalen Zweck erfüllen und das Leben der Menschen vereinfachen. Dennoch spielte das Design für Aalto eine große Rolle, der als Markenzeichen geschwungenes Holz für sich entdeckte und das Material prominent in seinen Möbelstücken einsetzte.

Hans J. Wegner – modernes Design seiner Zeit voraus

Der 1914 geborene Möbeldesigner Hans J. Wegner prägte maßgeblich das dänische Design des 20. Jahrhunderts und die Architektur des skandinavischen Landes. Als Markenzeichen des Dänen gilt der „Wishbone Chair“, der 1949 entworfen wurde und aktuell immer noch produziert wird. Der legendäre Stuhl von Wegner ist auf Minimalismus getrimmt und komplett ohne Schrauben oder Metall hergestellt. Damit hebt sich das Aussehen des hölzernen Stuhls auch heute noch von anderen Möbelstücken ab. Die Möbel von Wegner machen mehr als 70 Jahre nach ihrer Kreation weiterhin eine gute Figur und waren seinerzeit durch das moderne Design ihrer Zeit voraus.

Frank Lloyd Wright – Teil der „großen Vier“

Der Möbeldesigner Frank Lloyd Wright ist ebenfalls Teil der „großen Vier“ und hat nicht nur im Bereich Architektur bedeutende Kreationen geschaffen. Auch die Möbel des 1867 in Wisconsin geborenen Amerikaners sind bis heute sehr beliebt und haben nichts von ihrem Charme verloren. Zu den bekanntesten Möbelstücken gehört wohl der „Barrel Chair“, der in Form eines Fasses bereits 1904 konzipiert wurde. Dabei beschränkte sich Wright aber nicht nur auf ein auffallendes Design, sondern auch die Funktionalität kam bei dem Möbeldesigner nicht zu kurz. Aussehen und Sitzkomfort des mehr als 100 Jahre alten Stuhls sind so überzeugend, dass die Modelle heute weiterhin verkauft werden.